Welches Futter ist gut?

Hallo ihr Lieben,

Im November soll ein Welpe bei uns einziehen und ich will bei der Ernährung nichts falsch machen.
Welche Futtermarken sind den gut und welche nicht empfehlenswert? Barfen möchte ich nicht und kann man einen hund auch Getreide frei ernähren. Ich weiss das Gerste Weizen Mais nicht gut ist aber Reis und Kartoffel schon in einem passenden Verhältnis zum fleischanteil. Ich kenne mich mit der Ernährung von Katzen sehr gut aus wie der Protein Gehalt usw sein sollte. Meine Katzen werden Getreide frei ernährt. Danke schon mal
LG Malissia
 
Erster Hund
Rex / Chihuahua
Zweiter Hund
Jasmin/Yorkiemix
Ja, man kann einen Hund natürlich auch getreidefrei ernähren. Wirklich unbedingt nötig ist das aber nicht, denn Hunde können im Normalfall Getreide durchaus verwerten. Wichtig ist mir persönlich halt, dass das Futter nicht in erster Linie aus Getreide besteht, da es gerne als billiger Füllstoff verwendet wird. Auf den Fleischanteil achte ich auch, allerdings muss es für meinen Hund nicht unbedingt ein Fleischanteil von 70 Prozent oder mehr sein. Tatsächlich scheint er mit Futter, das einen etwas geringeren Fleischanteil hat, besser klarzukommen - ich würde also auch einfach darauf achten, wie dein Hund auf ein gewisses Futter reagiert :)

Ich selbst fütterte früher Terra Canis und war damit zufrieden, allerdings kaufe ich es nun aus ethischen Gründen nicht mehr. Stattdessen füttere ich das Nassfutter hauptsächlich von "Dog's Love" und "Dr. Jutta Ziegler". Gut finde ich z.B. aber auch Marken wie Fleischeslust, Hermanns, Herzenshund, Dogz Finefood, Real Nature Wilderness... leider verträgt mein Hund Futter dieser Marken teils nicht, aber das bedeutet ja nicht, dass sie deshalb schlecht wären.

Ach ja, die meisten Hundefuttermarken haben auch Welpenfutter im Programm. Dies hat dann eine etwas andere Zusammensetzung, die auf Welpen bzw. Junghunde im Wachstum abgestimmt ist. Es gibt aber auch Leute, die nix von Welpenfutter halten. Ich habe anfangs Welpenfutter (damals noch von TC) gefüttert und auf Aduldtfutter umgestellt, als Rex ca. ein Jahr alt war.
 
Ich füttere auch meist Real Nature Wilderness. Da wir viel unterwegs sind und woanders übernachten ist Barfen für mich einfach super unpraktisch. Deswegen hab ich meistens Dosenfutter und einen Sack TroFu für den Notfall im Auto :D Ace frisst das Futter (sowohl nass als auch trocken) sehr gerne, obwohl er da schon mal schnell ein bisschen quengelig ist. Ich mische die Sorten immer nach Lust und Laune (und Angebot) durch, dann wird es auch nicht langweilig :)
 
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
Zweiter Hund
BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Nun die erste Frage die du dir stellen musst ist was für eine Futterart du verfüttern willst.

Trockenfutter, Nassfutter oder Barf.

Damit wären wir dann auch schon mitten drin im quasi "Heiligen Hundefutter-Krieg". :D

Meiner Meinung nach hat alles Vor- und Nachteile. Ich persönlich hab auch alles schon gefüttert. Hatte mit Trockenfutter angefangen, kam zum Barfen, dann zum Nassfutter, nochmal Barfen und bin zuletzt von Barf über Nass- zurück zum Trockenfutter gewechselt und das obwohl ich defintiv das Barf bevorzuge.:cool:

Generell bin ich der Meinung das Hunde Fleischfresser sind die allerdings über Anpassung eben auch andere Futterarten durchaus verwerten können. Es gibt ja auch schon veganes Hundefutter aber das käme für mich unter gar keinen Umständen in Frage. Vorher würde ich tatsächlich die Hundehaltung als solches überdenken.

Deshalb ist mir persönlich wichtig das der Fleischanteil hoch ist und das da auch deklariert ist aus welchen Fleischteilen das Futter besteht (Wer möchte seinen Hund schon ausschließlich mit Krallen, Schnäbeln, Federn usw. füttern?).
Dann achte ich auf die Getreidearten. Weizen und Mais versuch ich zu meiden.
Außerdem bevorzuge ich Sorten wo nicht zu viel Klimbim drin ist (damit mein ich dutzende Kräuter, Pulver auch Öle und insbesondere meide ich das so genannte Superfood im Hundefutter). Wenn ein Hund aus gesundheitlichen Gründen Zusätze braucht benötigt er meist so oder so eine gänzlich andere Dosierung und dann möchte ich da gerne selber alles in Händen halten außerdem haben viele einen tollen Klang aber schlicht keinen Effekt (das gilt auch gerade im Bereich der Öle).

Das alles ist natürlich beim Barfen am aller einfachsten zu kontrollieren und zu steuern. Wobei man da wiederum gerade bei einem Welpen stark gefragt ist die optimale Nährstoffabdeckung zu garantieren.

Selbst innerhalb der einzelnen Fütterungsarten gibt es noch Untergruppierungen. Beim Barf beispielweise solche die gar keine Kohlenhydrate füttern über 10%, 20 oder 30% Anteil.
Beim Trockenfutter gibt es auch noch die Wahl zwischen Extruder und kaltgepresst. Hier bevorzuge ich die kaltgepresste Variante. Auch das ist vermutlich hauptsächlich eine Glaubensfrage.

Hab jetzt sicher was übersehen. Wollte es aber auch nicht direkt übertreiben. Bis November haste ja aber auch noch viel Zeit dich ins Thema einzulesen.;)
 
Erster Hund
Freddy TibetT. +2016
Zweiter Hund
Chumani Mix *2013
Ich bevorzuge Nassfutter, denn Trockenfutter begünstigt u.a. Nierenprobleme und zudem ist die Zusammensetzung meist nicht so gut wie bei hochwertigem Nassfutter, allein schon, weil der Fleischanteil aufgrund der Konsistenz geringer sein muss.
Lina hat ja bereits ein paar gute Marken genannt, ich selbst füttere Lukullus. Welpenfutter braucht es meiner Meinung nach nicht, normalerweise schadet es aber auch nicht.

Generell ist wichtig darauf zu achten, dass du weißt, was du fütterst. Sprich: die Zutatenliste sollte recht ausführlich aufgeschlüsselt sein. Du schreibst, du hast Ahnung von Katzenfutter. Das Prinzip ist bei Hundefutter genau wie beim Katzenfutter: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" ist zu ungenau und kann Schrott sein. "Getreide" sollte gar nicht vorhanden sein bzw. näher aufgeschlüsselt, welche Art von Getreide. Kleinere Mengen sind im Gegensatz zu Katzenfutter okay, aber nicht zwingend notwendig. Zucker ist natürlich Tabu. Billige tierische Füllstoffe sind z.B. Lunge, sollten gar nicht oder nur in geringer Menge vorhanden sein. Es gibt hochwertigere Innereien und Muskelfleisch.
 
Kann man auch Trockenfutter und nassfutter füttern? Sprich morgens so abends so? Wie oft braucht ein Welpe Futter? Bei Katzen heisst es wenn sie noch Kitten sind das sie so viel futtern dürfen wie sie wollen. Einen Hund erzieht man aber auch anders und belohnt ihn ja mit Futter. Ist Rinti kennerfleisch und Macs bei Hunden eine gute Marke? Denn das haben wir unserem vorherigen Hund gefüttert. Nass und Trocken. Meinen Katzen füttere ich Macs cat und viele andere Marken.
Danke schon mal für die Antworten. Wenn es beim Hund so ähnlich ist wie bei den Katzen dann bin ich auf dem richtigen Weg für eine gesunde Ernährung :)
Noch eine Frage... ein Welpe braucht ja eigentlich permanent etwas zum kauen da der Kiefer ja noch wächst und er in den zahnwechsel kommt. Was kann man da am besten nehmen das auch nicht nach 5 Minuten gefuttert wurde.

LG:)
 
Es ist immer schwierig ein Futter zu bewerten.
Ein Welpe kann erst ab der 16. Woche Kohlenhydrate verwerten. Erst ab diesen Zeitpunkt kann man zum Beispiel anfangen, teilweise Trockenfutter (welches in der Regel aus mindestens 50% KH besteht) beizufüttern. Bei vier Mahlzeiten kann man dann eine mit Trockenfutter füttern z.B,

An und für sich gibt es folgende Fütterungsarten
BARF > Nassfutter > Trockenfutter.

Alternativ gibt es noch Prey und ABAM. Bei letzteren wird alles bunt durchgemischt von klassischen Hundefutter bis hin zu Resten der menschlichen Mahlzeit.

Beim Trockenfutter wird am meisten getrickst. Platinum wirbt zum Beispiel mit 70% Fleischanteil in seinen Trockenfuttersorten:
Platinum Adult Chicken schrieb:
Frisches Hähnchenfleisch (70 %), Bruchreis, Mais (gentechnikfrei), Geflügelfleischmehl, hydrolisiertes Geflügelfleisch, getrocknete Bierhefe, getrocknete Apfelpulpe, Alfalfa, Lachsöl, Yucca-Extrakt, kaltgepresstes Leinsamenöl, kaltgepresstes Olivenöl, Grünlippmuschel-Extrakt, Mariendistelsamen, getrockneter Fenchel, Sarsaparillewurzel, getrocknete Artischocke, Kapuzinerkresse, Kamillentee-Extrakt, Löwenzahn, getrockneter Enzian, Kaliumchlorid.
https://shop.platinum.com/oxid2/Tro...YJk3VHlTQXWbuqYRPYV5tHljaOI_Qjnb50aAmFX8P8HAQ

Es hört sich nach einen hohen Fleischanteil an, macht aber in der Trockenmasse mal gerade 20% aus, denn Fleisch besteht zu 75% aus Wasser. Mit der Restfeuchte kommt man dann auf etwa 20,25%.

Also Augen auf, wenn "frisch" in der Zutatenliste bei Trockenfutter steht ;)

Ein Gegensätzliches Beispiel ist zum Beispiel Markus Mühle NaturNah. Es enthält wie Plantinum Aduld Chicken ebenfalls Mais als Getreide.

Markus Mühle NaturNah schrieb:
Hühnertrockenfleisch gemahlen (28%), Vollkornmaismehl aufgeschlossen, Vollkornreismehl aufgeschlossen, Wildpansenmehl (8%), Reiskeime, Wildknochenmehl (5%), Maiskeime, Topinamburmehl, Meerfischmehl (5%), Rübenmark getrocknet, Leinöl kaltgepresst, Rapsöl kaltgepresst, Eigelbmehl (2%), Trockenmoor, Fruchtpulver (2)% (bestehend aus: Johannisbrot, Ananas, Papaya, Banane, Acerolakirsche, Apfel, Birne, Heidelbeere, Mango, Himbeere), Gewürzkräutermischung getrocknet, Lachsöl, Algenmehl, Yucca-Schidigera getrocknet und gemahlen.
http://www.zooplus.de/shop/hunde/hundefutter_trockenfutter/markus_muehle/naturnah/9787
Hier kommen wir z.B. auf 41% Fleischgehalt plus 7% (das unterstrichene) Tierprodukte.

Steht beim Trockenfutter bei "tierische Nebenerzeugnisse" sollte man gucken, ob diese irgendwo genannt werden. Ansonsten kannst du von den von Crime genannten Abfallprodukten ausgehen.

Gibst du deinen Hund Trockenfutter, solltest du es mit Wasser einweichen. Hunde nehmen wie Katzen den größten Teil ihres Wasserbedarfs über die Nahrung auf. Es waren um die 80% des Bedarfs. Trockenfutter enthält so gut wie kein Wasser und um diesen Bedarf nachzuholen und um vor nierenschäden zu schützen sollte das Futter eingeweicht werden.

Beim Nassfutter muss man auch etwas genauer hinsehen. Beim Nassfutter ist ein gutes Indiz über die Hochwertigkeit die Fütterungsmenge. Mein 15kg Hund müsste bei einigen Sorten zum Beispiel 1kg am Tag essen, bei anderen wie das Futter von der Firma grau nur 300g.
Auch wird gerne in der Deklaration "Fleischbrühe" aufgeführt. Dieses ist einfach nur Wasser, dass durch das einkochen den Geschmack von Fleisch annimmt. Dies macht gerne 25%-30% des gesamten Inhalts aus, obwohl - wie bereits weiter oben erwähnt - Fleisch schon selber einen Wasseranteil von 75% hat und daher die Zugabe von weiteren Wasser unnötig ist, um die Dose zu konservieren.

Zum Thema Welpenernährung kann ich dir nicht helfen. Allgemein wird empfohlen Welpenfutter bis zu einen Alter von einen halben Jahr zu füttern und Trockenfutter erst ab der 16. Woche einzuführen.
Ich würde dir aber empfehlen, dass mindestens 50% des Tagesbedarfs durch Nassfutter gedeckt wird. BARF wolltest du ja vorher nicht ausprobieren.
 
Kann man auch Trockenfutter und nassfutter füttern?

Ein Welpe kann erst ab 4 Monaten so langsam die Kohlenhydrate im Trockenfutter verwerten.
Darum würde ich einen Welpen nicht mit Trockenfutter füttern.

Wie oft braucht ein Welpe Futter?

Am Anfang 4-5 mal täglich.

Einen Hund erzieht man aber auch anders und belohnt ihn ja mit Futter.

Ein Welpe sollte sein Futter ganz selbstverständlich aus dem Napf bekommen.

Ist Rinti kennerfleisch und Macs bei Hunden eine gute Marke?

Die wären mir beide nicht hochwertig genug.

ein Welpe braucht ja eigentlich permanent etwas zum kauen

Du verwechselst das Erkundungsverhalten mit einem Kaubedürfnis.
Welpen müssen nicht ständig etwas kauen.

ich will bei der Ernährung nichts falsch machen.

Dann würde ich den Welpen hochwertig füttern und nicht mit Trockenfutter, welches immer hauptsächlich aus Kohlenhydraten und Proteinen aus Pflanzen besteht.

Das Futter liefert die Bausteine für den Körper.
Sind die Bausteine minderwertig, kann der Welpe keinen gesunden Körper aufbauen.
 

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