Die liebe Erziehung / Zieht an der Leine

Erster Hund
Chester / Bernersennen-Labi
Hallo,

also mein Rüde (1 Jahr, 4 Monate) kann schon gut beifuß gehen, vorallem am Abend, wo ich nur auf 'Straße und Gehweg gehen kann. Aber wenn ich zum Beispiel am Tag mit ihm gehe, am Feldweg, dann zieht er ziemlich, vorallem jetzt beim Schnee auch, da muss er soooo viel Schnuppern. Hab dann schon angefangen, stehen zu bleiben, wenn er zieht. Sind wir dann am allabendlichen spazierweg, kann er wieder ganz brav Fuß gehen...
Auch spielt er sich bei manchen Hunden sehr gerne auf, damit ich, wie zum Beispiel heute, schon mal aufn Boden flieg, wegen Schnee und rutschigem Weg. (Es ist ein 50Kg Hund)
Ich schimpfe natürlich mit ihm wenn er anfängt zu knurren und befiel ihm dann auch, dass er Fuß gehen soll. Aber er macht es immer wieder, aber nicht bei allen Hunden.

Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich :)

LG
 
Erster Hund
"Jaimy"
Zweiter Hund
Labrador-Schäferhund-Mix
Dritter Hund
9 Monate alt
Für mich hört sich das so an, dass du nicht zur Hundeschule gehst.

Ich rate es dir dringend!
Sonst hast du keine Freude an dem Hund! (!!!)
 
Erster Hund
Silver / Mischling (4)
Wann knurrt er denn?

Also als erstes würde ich tierisch aufpassen, dass er nicht dort hin kommt wo er hin will, wenn er dich irgendwo hinzieht. Ich würde so gut es geht in genau die andere Richtung laufen. Naja mehr kann ich dir erst sagen, wenn ich weiß wie das mit dem knurren ist... konnte es echt nicht rauslesen, sorry.
 
Erster Hund
Dajan, DD, 14.10.04-27.5.15
Zweiter Hund
Lillifee, Deutsche Dogge(6)
Dritter Hund
Melo, PPP(2)
Vierter Hund
Chico, terrier-mix, (3)
Der Empfehlung mit der HuSchu kann ich mich nur anschließen.
Gerade bei dem Kaliber. Der wird wahrscheinlich noch ein paar Kilo zulegen.

Wichtig zu wissen, jedesmal wenn er mit ziehen Erfolg hat, wird er bestätigt. Und unregelmäßiger Erfolg festigt die Verschaltungen im Gehirn besser als regelmässige. Also: Konsequenz.
Das beim Spaziergang allerdings ne Stunde durchzuhalten, ist ziemlich schwer. Mensch ist halt Mensch.
In unserer HuSchu hatten sie dafür eine ziemlich geniale Lösung. Man läuft mit Halsband und Geschirr. Geschirr heißt, der Hund ist an langer Leine und darf auch mal ziehen. Halsband heißt, normal kurze Leibe und Hund darf nicht ziehen. Während des Spazierganges dann immer mal 5 Minuten Leine ans Halsband und sehr konsequent sein. Sprich, kommt die Leine nur minimal auf Spannung, stehen bleiben. Wenn möglich in eine andere Richtung laufen ( ist bei 50kilo manchmal schwierig). Läuft er neben Dir und sieht Dich an, loben/belohnen.
Das Ganze langsam ausbauen.
Am Anfang wirst Du in den 5 min Halsband vermutlich nicht wirklich vom Fleck kommen, zumindest wenn Du wirklich konsequent bist. Erst wenn er die 5 min richtig gut an der Leine läuft, ohne zu ziehen, die 5 min langsam ausbauen.
 
Erster Hund
Emil, Colliemix (*2010)
Der ultimative Tipp für euer Leinenproblem ist: KONSEQUENZ

Ich bin auch gerade mit meinem Hund am üben. Bist du bereit einen normalen 1-Sunden-Spaziergang auf´s doppelte zu verlängern? Nur wenn du die Frage mit "Ja" beantworten kannst, wirst du erfolgreich sein.

Wie die Vorredner schon sagen, du solltest immer wieder stehen bleiben und wenn möglich Stück zurück gehen oder die Richtung wechseln bis Hund mit durchhängender Leine neben dir läuft. Mußt du mal gucken, was davon besser bei euch passt. Bei uns ist es das Rückwärts gehen.

Wir machen das schon seit Wochen. Ich habe gemerkt das es gar nichts bringt, wenn man es mal macht und dann wieder nicht.
Stehe jetzt morgens sogar eine Stunde früher auf und mit Konsequenz klappt es auch.

Ach ja und ich powere ihn vorher im Garten mit der Reizangel etwas aus. Da könntest du dir was anderes ausdenken, was er gerne mag.

Die Unterschiede mit Morgens und Abends haben wir auch. :frech1:

Mit den Hundebegegnungen habe ich heute auch ein Thema aufgemacht->Hundebegegnungen nerven. Vllt. kannst du dir da was rausziehen.
 
Erster Hund
Chester / Bernersennen-Labi
DAnke für eure Antworten :)

Also Hundeschule war ich ja, hab den Junghundekurs gemacht und sogar die Begleithundeprüfung ;)
Durch die kalte Jahreszeit und weil ich ein Mensch bin, bin ich wohl zu schleißig geworden... seit gestern üb ich jetzt wieder mehr das Fuß gehen, mit stehen bleiben...

Naja, das mit dem knurren ist so, er sieht den anderen Hund und fängt eben an zu knurren und etwas hinzuziehen, aber dass er hinkommt hat er eh noch nie geschafft. Entweder ich weich vorher aus oder ich lass mich aufn Boden fallen, dann kann er auch net weiter *g* jetzt beim Schnee geht das ja.

Hach ja, die liebe KONSEQUENZ ^.^ ich sollte mich dafür selber schallen... denn wissen tu ichs eh :verlegen1:
 
Erster Hund
Gipsy B.C/Aussie 2011
korrigiert mich, wenn ich jetzt völlig auf dem falschen Dampfer bin...

wie lang ist die Leine, mit der ihr 1 Stunde lang spazieren geht?
erwartest du tatsächlich, dass dein Hund die ganze Stunde im "Bei Fuss" läuft (also neben dir und auf dich achtend)?
Darf der Hund draußen niemals frei laufen?
Wie hat er Kontakt zu Artgenossen?
Wie wird er überhaupt körperlich ausgelastet? Ich hoffe doch, dass die 1 Stunde im "Bei Fuss" an der Leine laufen nicht die einzige Beschäftigung für ihn ist?

Mein Lösungsansatz wäre: Längere Leine / Flexileine / Schleppleine, damit der Hund seinen natürlichen Bedürfnissen nachkommen kann. Schnüffeln, interessante Dinge genauer anschauen, etc. muss möglich sein. Der Spaziergang ist nicht dafür gedacht, dass der Hund permanent im korrekten "Bei Fuss" laufen muss. Bei der längeren Leine hat dein Hund einen größeren Radius, in dem er sich bewegen kann. Sei dennoch von Anfang an konsequent, dass er durch An-Der-Leine-Ziehen nicht zum Erfolg kommt.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass euch Bindungsarbeit helfen könnte. Aber das ist ein anderes Thema.
 
Erster Hund
Kira, Schäfer-Rottweiler-Mi
Zweiter Hund
Nino, Mischling aus Portuga
wie konntet ihr die Begleithundeprüfung denn schaffen?
Laufen ohne Leinenzug ist da doch ein sehr entscheidendes Element.

Wie sehen eure Spaziergänge denn aus? Also wie interessant bist du da bzw. wie interessant machst du dich?
Kannst du nicht zwischendurch mal Elemente einbauen, die du ja auch aus der Begleithundeprüfung kennen musst? Also lass ihn mal hinlegen und entferne dich, ruf ihn wieder zu dir usw.

Oder lass ihn apportieren, etwas suchen, zu dir bringen usw.

Dass du dich auf den Boden fallen lässt, um deinen Hund zu stoppen, das ist hoffentlich nicht dein Ernst! Das schockiert mich grade ziemlich.
Das hat dir doch nie und nimmer die Hundeschule beigebracht oder?!

Wenn dein Hund knurrt, dann musst du einschreiten. Aber bitte nicht, indem du dich in den Schnee plumpsen lässt!!
Du musst deinem Hund verklickern, dass du der Rudelführer bist und er hat nicht einfach so zu knurren, sondern es wird anständig gelaufen. Und wenn das Beifuß laufen angeblich so gut klappt, dann dürfte es doch kein großes Problem sein.

Allerdings befürchte ich, dass du in vielen Punkten überfordert bist und dein Hund dir ziemlich auf der Nase rumtanzt bzw. du alles Gelernte aus der Hundeschule schnell vergessen hast.
Deshalb mein Rat: Melde dich da schnellstens wieder an.
Mit ein paar Monaten Hundeschule ist die Erziehung längst nicht durch.
 



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