Welpe 500 Euro anzahlen ohne zu wissen welcher?

Kigoma

Newbie
Hallo,

ich bin ganz traurig. Es sollte bald unser Welpe einziehen, die Züchterin ist auch beim VDH und gibt alles für den Wurf (liebevolle Aufzucht im Haus e.c.t.), wir haben seit einem dreiviertel Jahr gewartet. Wir waren 3x bei der Züchterin, sind per Du, sogar die Wurfankündigung gestaltet u.s.w. Nun ganz plötzlich, wo die Welpen 4 Wochen sind und wir sie uns endlich anschauen können, kam der Kaufvertrag, da steht drin Anzahlung 500 Euro, ohne das ich weiß welchen Hund ich nehme, sollte ich gleich anzahlen und Vertrag abschießen. Die 500 Euro wären weg, wenn ich doch kein Welpe nehme steht im Vertrag. Nun fragte ich die Züchterin...ich würde gerne erst den Vertrag unterschreiben, wenn ich weiß welcher Welpe es sein wird. Sie sagte aber nun, mit 6 Wochen wird erst geschaut welcher Welpe wo hin passt. Das heißt ich bezahle für einen Hund, den ich noch nicht kenne. Ich fragte nun, ob wir nicht warten könnten bis zur 6.Woche...nun hat sie mich angerufen und ist extrem verletzt und beleidigt und ich würde ihr Vertrauen missbrauchen?! Sie sagte sie würde mir am liebsten keinen Welpen mehr geben e.c.t. Ich hatte nur gefragt ob es auch in der 6.Woche möglich ist mit der Anzahlung und auch welche Hündin sie sich selber ausgeguckt hat, dass fragte ich auch....beide Fragen warf sie mir vor. Ich bin nun ganz traurig und verstehe nicht was das soll.

Ich erklärte ihr, dass ich nichts davon wusste das Verträge so zeitig gemacht werden u.s.w. Sie sagte ich könne es mir nun noch überlegen, bis morgen soll ich sagen ob ich einen der 4 Hunde will...welcher es wird ist unklar, 500 Euro soll ich so oder so zahlen......was würdet ihr machen??? Ich hatte mich so sehr darauf gefreut, aber unter diesen Bedingungen.....ich weiß nicht?!

LG
 

Sanshu

Stammuser
Erster Hund
Alcantha/Aussie
Zweiter Hund
Aiden im Herzen
Dritter Hund
Baasies/Border
Vierter Hund
Jaano/Border
So, ich antworte hier mal ;-)

Ich weiß nicht, was ich machen würde ( ich frage aber vorher wie das gehandhabt wird ).

Dann kommt es an.
Was für Ansprüche habt ihr an den Hund?
Wie ist der Wurf?
Wie wird ausgesucht?
( Also wie ist die Chance "mein" Hund der zu mir passt zu bekommen ).
Wie ist es geregelt wer welchen bekommt?
Steht das im Vertrag?

Dann ist die Frage, ob ich das überhaupt machen will.
So habe ich es noch nie gehört.
Bei mir ging es über Vertrauen ohne Vertrag ( erst beim kaufen ).
Manche machen es, wenn der Welpe ausgesucht ist.

Ist halt eine Sache. Wenn du sagst alles ist perfekt, verstehe mich mit dem Züchter ( nur Du reicht da nicht.
Ich war immer per du ), was für eine Rasse, gibt es Möglichkeiten wo anders ein Wurf, ist es DER Wurf, wie
wird ausgesucht, ist der passende Welpe dabei, wie sind die anderen, Welpen?


Ich persönlich würde es nicht machen.
 

Labidog

Newbie
Bei meiner priv. Züchterin musste auch angezahlt werden. Ich bekam für meine 500 € keine Quittung und hatte dann ein paar Wochen schlechte Gefühle, ob das gut geht. Allerdings konnte ich mir zuerst den Hund aussuchen und dann musste ich die Anzahlung leisten. Die Welpen waren zum Zeitpunkt der Anzahlung und meiner Auswahl eben noch nicht alt genug, um sie von der Mutter zu trennen. Es lief dann alles wie versprochen. Der Kontakt zur Züchterin ist nach wie vor gut .
Hier in Deinem Fall, will die Züchterin allein bestimmen, welchen Hund Du bekommst. Das kann nicht sein. Sicher sollte man auf den Ratschlag eines erfahrenden Züchters hören, der die Welpen bereits kennt. Unsere Züchterin hat uns versucht einen Rüden auszureden. Sie hat dann aber unsere Entscheidung dahingehend akzeptiert. Ich denke beide Parteien haben ein Wörtchen mitzureden, da es um Tiere und nicht um Dinge geht. Ein guter Züchter möchte selbsvertändlich das Beste für seine Hunde, das muss man verstehen. Der Polen und Rumänien Mafia ist alles egal. Das ist noch viel schlimmer. Die verkaufen dir nen Pudel als Schäferhund, alles was Du willst bekommst Du, Hauptsache Du zahlst. Zu denen bitte nicht. Immer alle Welpen und die Mutter dazu zeigen lassen. Immer Papiere, Impfpass und einen Vertrag vom Hundeverband verlangen.
Ich würde, so schwer es auch fallen mag, so einer 100 % Bevormundung ohne Einpruchnahme nicht akzeptieren und mir einen anderen Züchter suchen.
 

LenaB

Stammuser
Erster Hund
Mausi (Dobermann,geb. 2010)
War bei mir schon zweimal so. Vorvertrag mit Anzahlung bei Geburt und dann gabs zwei, drei Tage bei Abholung die endgültige Info welcher es wird.
Da mir das Aussehen und Geschlecht Sch...egal sind und ich meinen Züchtern durchaus zutraue den passenden Welpen aus zu suchen (langjährige Erfahrung und erleben die Welpen 24/7), habe ich nie Probleme gehabt.
Wäre keiner dabei gewesen, hätte ich die Anzahlung wieder bekommen.
 

Schnaufnase

Stammuser
Erster Hund
Motte 2000-2017
Zweiter Hund
Dina *2009
Anzahlung finde ich OK. Aber die Klausel, dass das Geld weg ist, wenn du dich doch gegen den Welpen entscheidest finde ich mehr als fragwürdig.
Das missbrauchte Vertrauen sehe ich nicht. Die Züchterin vertraut dir ja offensichtlich keinen Zentimeter weit, wenn sie nicht mal bereit ist bis zur endgültigen Entscheidung für einen konkreten Hund zu warten um dich vertraglich "festzunageln".

Sicher will der Züchter sich absichern. Die Züchter erleben auch viel komisches Zeug: Käufer die kurz vor Abholung abspringen und im schlimmsten Fall nicht mal absagen. Aber ich persönlich würde so einen Vertrag nicht unterschreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:

SirMonty

Newbie
Ich finde du solltest auf deinen Bauch hören und der Züchteren deine Bedenken offen mitteilen.

Die folgenden Punkte sind vielleicht etwas subjektiv:

a) Aus deiner Erklärung klingt es so, dass dir die Züchterin druck macht - Vielleicht lese ich das aber auch falsch raus oder es ist einfach deine Enttäuschung.
b) Ich bin kein Jurist - Aber ich bezweifle das generell die Anzahlung einzubehalten ist, sondern hier höchstens ein Schadensersatz geltent gemacht werden "dürfte" (der dann auch nachgewiesen werden muss).
Ein Kaufvertrag müssen beide Parteien abschließen - dieses Vorgehenen bevorteilt einseitig den Züchter in extremer Weise (empfinde ich unseriös ). Aber bei uns wird Verbraucherschutz recht kleingeschrieben - mich würde es nicht wundern wenn dieses Vorgehen dennoch legal ist.
c) Kann ich die Anzahlung völlig nachvollziehen, da diese nicht wollen, dass es zum Vertragsbruch kommt - ist bei dem Geschäft ja durchaus wichtig. Aber das sollte doch zum Zeitpunkt der Auswahl kommen...
d) Hätte euch der Züchter offen und ehrlich über diese Vorgehen schon am ersten Telefonat hinweisen sollen!

Wir haben jedenfalls unsere BBS vergangenes Wochenende angezahlt - Wir haben uns aber Zeit gelassen, mit der Entscheidung. Der Züchter hatte uns 2 Tage Zeit gegeben und ich habe das Ganze nochmals verlängern lassen und wir haben dann am dritten Tag die finale Entscheidung gegeben (ohne irgendeine Diskussion).
Er hat den anderen Interessenten abgesagt - auch wenn wir zu dem Zeitpunkt noch nicht die finale ok vom Vermieter hatten (wir hatten hatten bereits eine generelle Vorerlaubnis).
Die Anzahlung hatten wir dann auch vor Ort bezahlt und nicht sofort nach dem Telefonat überwiesen.
Für uns war das wichtig - ein Züchter der uns unter Druck gesetzt hätte, wäre da absolut nicht unseres gewesen - Ich habe die Zeit gebraucht und der Züchter hat sie uns freundlicherweise gelassen.

Ebenfalls stört mich die Bevormundung (das ist jetzt aber sehr subjektiv) - Ich finde die Empfehlung des Züchters sollte man achten und wertschätzen (wir haben unseren auch nach der Meinung gefragt), aber diese sollte in keinen Fall zwingend sein.
Wichtiger, dass er dann im Einzelfall einen Welpen ablehnt und dies begründet (z.B. wegen Angststörungen usw).
 
Zuletzt bearbeitet:
... Aber ich bezweifle das generell die Anzahlung einzubehalten ist, sondern hier höchstens ein Schadensersatz geltent gemacht werden "dürfte" (der dann auch nachgewiesen werden muss).
So ist es. Würde ein Kaufvertrag geschlossen und eine Anzahlung geleistet, müsste der Kaufvertrg bei "Nichtabnahme" eines Welpen aufgehoben werden. Dann wäre die Anzahlung zu erstatten und könnte allenfalls mit Schadensersatz/Aufwendungen aufgerechnet werden. Dies wären z.B. Futterkosten, Kosten für Inserate etc.
 
Ich würde mir einen anderen Züchter suchen den ich mag es nicht, Verträge unter Druck zu machen.
Anzahlung für einen Welpen ohne ihn gesehen zu haben, da würd ich nicht mitmachen.
 

Marion68

Stammuser
Erster Hund
Trixi, Border-Mix
Trixi mussten wir auch anzahlen.

Sie kam von weiter weg und ich hatte Bilder übers Netz bekommen. Bevor wir dann hinfuhren, wir mussten ein paar Tage warten, da Wintereinbruch, mussten wir auch eine Anzahlung überweisen, ohne den Hund live gesehen zu haben.

Aber das war eine andere Summe. 500 Euro würde ich auch nicht machen, ohne den Hund gesehen zu haben, ausgesucht und einen Vertrag gemacht zu haben.
 

LenaB

Stammuser
Erster Hund
Mausi (Dobermann,geb. 2010)
Hundekauf ist Vertrauenssache. Vertraue ich dem Züchter nicht genug für eine Anzahlung, ist es nicht "mein" Züchter. Ganz einfach.
 

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