Extrem und Kontrovers? Der Einsatz der Hände.

NV-Hundehaftpflicht
NV-Hundehaftpflicht
Moin,

gerade wieder in einem anderen Thema kam beiläufig mit unterschwelligen Ton das Thema "Körperliche Züchtigung" zur Sprache.

Ich frage mich was daran immer so verwerflich sein soll?

Warum denken die Menschen dabei direkt an Schläge oder Tritte? :denken3:

Wenn mein Hund mir mein Essen klauen will, ich ihn kurz an der Seite packe, fixiere und anknurre, bin ich dann ein schlechter Hundehalter?

Widerspricht das jeglicher Moral und Ehtik sowas anzuwenden?
Grundsätze die für den Hund natürlich keine Relevanz haben.

Was spricht dagegen, wenn mein Hund ein grobes Fehlverhalten zeigt und ich ihn dafür auf den Boden drücke als Bestrafung, warum müssen die Menschen einen fast immer umgehend einen Strick daraus drehen, weil es im Moment vielleicht Mode ist den Hund mit Watte zu bewerfen?

Ich finde es wirklich grotesk, der Hund in der Natur ist alles aber gewiss nicht zärtlich wenn es darum geht ein Fehlverhalten zu sanktionieren. Er macht dies kurz, knapp und sehr deutlich.
Warum also sollte der Mensch es dem Hund nicht einfach machen und es exakt genauso machen - im Rahmen seiner Möglichkeiten und natürlich nur dann wenn es erforderlich ist.

Die Verknüpfung von Fehlverhalten und direkter "Bestrafung" ist für den Hund doch wesentlich verständlicher als ständiges Ignorieren von unerwünschten Verhalten.

Das alles hat doch nicht damit zu tun, das man seinen Hund quält oder schlägt.

Schläge und Tritte sind natürlich immer kontraproduktiv, denn mein Hund soll Respekt vor mir haben aber selbstverständlich keine Angst.

*grmpf*

Diese verwerfliche Haltung mancher Leute empfinde ich wirklich als höchst lästig. :-/
 
Was mich wundert ist, dass du dem Hund ja Ethik und Moral - sowie menschliche Gefühle absprichst, du aber der Ansicht bist, selbst soviel Hund zu sein, dass dein Hund dich versteht.

Nur, dein Verhalten steht im Gegensatz zu dem, wie Hunde untereinander kommunizieren, somit passt dann dein Ansatz auch nicht so ganz.

Was ich lästig finde ist, dass man immer sofort mit "Wattebäuschchenwerfer" kommt, wenn man körperliche Züchtigung ablehnt.

Gewalt beginnt wo Wissen endet ...
 

marion5251

Stammuser
Erster Hund
Lotte, RR, 5 Jahre
Zweiter Hund
Nelly, Beagle, 3 Jahre
Moin,

gerade wieder in einem anderen Thema kam beiläufig mit unterschwelligen Ton das Thema "Körperliche Züchtigung" zur Sprache.

"Körperlich": Dieses Wort sagt mir ganz klar eine taktile Zurechtweisung (Schläge, Tritte usw.). Meiner Meinung nach haben diese in der Hundeerziehung nichts zu suchen.

Ich frage mich was daran immer so verwerflich sein soll?

Warum denken die Menschen dabei direkt an Schläge oder Tritte? :denken3:

Wenn mein Hund mir mein Essen klauen will, ich ihn kurz an der Seite packe, fixiere und anknurre, bin ich dann ein schlechter Hundehalter?

Widerspricht das jeglicher Moral und Ehtik sowas anzuwenden?
Grundsätze die für den Hund natürlich keine Relevanz haben.

Was spricht dagegen, wenn mein Hund ein grobes Fehlverhalten zeigt und ich ihn dafür auf den Boden drücke als Bestrafung, warum müssen die Menschen einen fast immer umgehend einen Strick daraus drehen, weil es im Moment vielleicht Mode ist den Hund mit Watte zu bewerfen?

"Wattebausch-Methode": Meiner Meinung nach nicht sehr effektiv. Lernerfolg hier gleich NULL.

Ich finde es wirklich grotesk, der Hund in der Natur ist alles aber gewiss nicht zärtlich wenn es darum geht ein Fehlverhalten zu sanktionieren. Er macht dies kurz, knapp und sehr deutlich.
Warum also sollte der Mensch es dem Hund nicht einfach machen und es exakt genauso machen - im Rahmen seiner Möglichkeiten und natürlich nur dann wenn es erforderlich ist.

Körperliche Einschränkung und Raumbegrenzung ist was meine Erfahrung angeht sehr wirkungsvoll. Authenisch sein und dem Hund ganz klare Regeln und Richtlinien aufzeigen ist sehr wichtig.

Die Verknüpfung von Fehlverhalten und direkter "Bestrafung" ist für den Hund doch wesentlich verständlicher als ständiges Ignorieren von unerwünschten Verhalten.

Das alles hat doch nicht damit zu tun, das man seinen Hund quält oder schlägt.

Schläge und Tritte sind natürlich immer kontraproduktiv, denn mein Hund soll Respekt vor mir haben aber selbstverständlich keine Angst.

Auch ganz wichtig: Vertrauen!

*grmpf*

Diese verwerfliche Haltung mancher Leute empfinde ich wirklich als höchst lästig. :-/
LG Marion
....................
 

Laura

Stammuser
Erster Hund
Soi, Kampffuchs (5)
Mich wundert es immer wieder, dass es für viele anscheinend entweder nur die "harte Methode" oder aber die sogenannte "Wattebauschmethode" gibt. Gibt's keinen Mittelweg?!
 
Ein Hund besitzt keine Ehtik und Moral!

Hart ausgedrückt ist ein Hund eine niedere Lebensform, aber das macht ihn weder dumm noch zum Lakai meiner Emotionen. Ich bin mir durchaus darüber im klaren wie sensibel Hunde sind, wie facettenreich ihre Auffassung von Emotionen ist, aber eine Ehtik oder Moral im menschlichen Sinne besitzen sie nicht.
Ebenso wenig wie ein Bewusstsein, so wie es der Definition von uns Menschen entspricht.


Ich verurteile lediglich das die Leute andere durch die Blume als Tierquäler betiteln, die vielleicht eine andere Methode bevorzugen.

Ich habe noch nie einen Hund geschlagen und werde dies auch nie tun.

Eine taktile Zurechtweisung muss doch nicht zwangsläufig aus Schlägen oder Tritten bestehen. Ein Knuff an die Seite, ein kurzer Griff in die Flanke oder den Nacken haben doch rein gar nichts mit Schlägen etc zu tun. :wuetend2:
 
Hallo Periphalos,

Deinem Denkansatz pflichte ich mit großer Freude bei:happy4:

Weder ist es lieblos noch zeigt Inkompetenz in der Hundehaltung wenn auch körperliche Sanktionen angewand werden. Sicher ist es verwerflich den Hund
übelst zu treten etc., ich würde sagen ihn überhaupt zu treten oder ihn zu verprügeln. Nur ein Hund kann es gewiß verstehen und auch akzeptieren wenn er auch körperlich ermahnt wird, in diesem lasse ich mir auch nicht einrede das dies falsch ist.
Für mich beinhaltet dies auch den berühmten Klaps auf den Po, auch dies hier nochmals klar gesagt. Wie alles andere auch soll dies mit Augenmaß und mit Liebe zu Jeannie geschehen, wenn mich dies nun zum rabiaten Hundeschläger in den Augen mancher macht kann ich damit ganz gut leben. Es gibt so einen Spruch der mir sehr gut gefällt:
"Mook wat ju wullt, de Lüüd snakt eh"
(Machs wie Du willst, die Leute reden ohnehin)

norddeutsche Grüße von Jürgen
 
*g* es lebe das gute alte Plattdeutsch. ^^

Ja, ich sehe es exakt genauso wie du und erlebe täglich das kein Hund damit ein wirkliches Problem hat.

Consuetudo (quasi) altera natura - sprach Cicero in all seiner Weisheit - Die Gewohnheit ist die zweite Natur des Menschen und für gewöhnlich werden Menschen wie wir mit unsere Meinung von anderen diffamiert.
 

Luniba

Newbie
Erster Hund
Butch / Labrador-Mischlin
Ich finde es auch sehr bedenklich keinen Mittelweg in Betracht zu ziehen. Natürlich sollte man seinen Hund nicht in Watte packen und ihm alles durchgehen lassen. Ich bin auch der Meinung, das man nicht alles durch ignorieren und Leckerchen erreichen kann. Wenn mein Hund mich anpöbelt, kann und darf ich das nicht ignorieren.

Ich finde, ein gesunder Mittelweg aus Belohnung und "Strafe" ist sicherlich der beste Weg. Schläge und Handlungen, die dem Hund Schmerzen oder Leiden zufügen sind absolut indiskutabel und sind unter keinen Umständen anzuwenden. Das stört das Vertrauen und hat m.E. nichts mehr mit Respekt zu tun. Der Hund hat seinen Halter zu respektieren, der Halter steht aber genauso in der Pflicht, seinen Hund als denkendes und fühlendes Lebewesen mit Emotionen zu respektieren und zu achten. Handlungen, die den vermeindlichen Respekt in Angst unwandeln, sind ein No-Go.

Mein Hund bekommt auch schonmal einen Schnauzengriff, einen Griff in den Nacken oder ich schiebe ihn zur Seite. Das sind Handlungen, die unter Hunden auch vorkommen, keine Frage. Der berühmte Klaps auf den Hinter ist eher fraglich. Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der einen anderen einen Klaps auf den Hintern gibt.
Körperliche Sanktionen sind allerdings nur in absoluten Ausnahmesituationen anzuwenden... und finde, das Belohnungen eigentlich das Hauptaugenmerkt sein sollten. Je nach Hund kann mit körperlichen Sanktionen auch viel falsch machen und das Vertrauen zerstören.
 

marion5251

Stammuser
Erster Hund
Lotte, RR, 5 Jahre
Zweiter Hund
Nelly, Beagle, 3 Jahre
Ich finde es auch sehr bedenklich keinen Mittelweg in Betracht zu ziehen. Natürlich sollte man seinen Hund nicht in Watte packen und ihm alles durchgehen lassen. Ich bin auch der Meinung, das man nicht alles durch ignorieren und Leckerchen erreichen kann. Wenn mein Hund mich anpöbelt, kann und darf ich das nicht ignorieren.

Ich finde, ein gesunder Mittelweg aus Belohnung und "Strafe" ist sicherlich der beste Weg. Schläge und Handlungen, die dem Hund Schmerzen oder Leiden zufügen sind absolut indiskutabel und sind unter keinen Umständen anzuwenden. Das stört das Vertrauen und hat m.E. nichts mehr mit Respekt zu tun. Der Hund hat seinen Halter zu respektieren, der Halter steht aber genauso in der Pflicht, seinen Hund als denkendes und fühlendes Lebewesen mit Emotionen zu respektieren und zu achten. Handlungen, die den vermeindlichen Respekt in Angst unwandeln, sind ein No-Go.

Mein Hund bekommt auch schonmal einen Schnauzengriff, einen Griff in den Nacken oder ich schiebe ihn zur Seite. Das sind Handlungen, die unter Hunden auch vorkommen, keine Frage. Der berühmte Klaps auf den Hinter ist eher fraglich. Ich habe noch nie einen Hund gesehen, der einen anderen einen Klaps auf den Hintern gibt.
Körperliche Sanktionen sind allerdings nur in absoluten Ausnahmesituationen anzuwenden... und finde, das Belohnungen eigentlich das Hauptaugenmerkt sein sollten. Je nach Hund kann mit körperlichen Sanktionen auch viel falsch machen und das Vertrauen zerstören.
Unterschreibe ich zu 100 %. Schön geschrieben!:winken5:

LG Marion
 

girocco

Stammuser
Erster Hund
Luke/Jagdhundmix (6)
Zweiter Hund
Momo/Collie-Schäfi-Dobi (7)
also ich sehe das auch so das körperliche zurechtweisung nicht gleich schlagen, treten, verprügeln ist.....
ich denke auch dass ein gesunder mittelweg gut ist aber von hund zu hund unterschiedlich...

luke ist sehr sensibel, er ist aus dem th, vorgeschichte leider unbekannt.
wie gesagt er ist sehr sensibel und wir passen uns dem an aber wenn er anfängt zu pöbeln haben wir kein problem damit ihn mal wegzudrücken, das knie hochzunehmen oder ihn mal runter zudrücken damit er zur ruhe kommt und seine grenzen lernt. wenn er mir im weg steht laufe ich einfach weiter und stosse ihn dabei auch mal weg. das alles ist körperlich, hat aber in meinen augen nichts mit gewalt zu tun. beim spielen geht es ja auch "körperlich" zu :jawoll::jawoll:
 

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