Wie suche ich einen Züchter aus?

Hallo Zusammen🙌🏽,

mein Partner und ich wollen uns Ende 2026/Anfang 2027 einen Welpen kaufen. Wir haben auch schon unsere perfekte Rasse gefunden (Golden Retriever) und waren nun auf der Suche nach Züchtern. Ich habe nun mit 3 Züchtern gesprochen und sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht.

Züchterin 1 war sehr lieb, fällt aber raus, weil sie Arbeitslinie züchtet und wir lieber Show oder Duallinie möchten.
Also entscheidet es sich zwischen Züchterin 2 und 3 und es ist sehr unterschiedlich bei beiden. Natürlich sind beide im DRC und züchten nach Vorgabe. Züchterin 2 züchtet Showlinie, Z3 Duallinie, mit mehr Show drinnen. Wir tuen uns aber unglaublich schwer damit, welche der beiden Züchter wir auswählen sollen. Bei Z3 ist schon alles in trockenen Tüchern, da würden wir eine Reservierung machen können, bei Z2 haben wir noch das persönliche Treffen, aber ehrlich gesagt hat es schon sofort am Telefon gepasst und ich denke, dass es da auch keine Probleme geben wird.

Zeittechnisch und Geldtechnisch ist bei beiden alles gleich.
Symphatisiert habe ich am Telefon eher mit Z2, war aber nicht so, dass ich mich mit Z3 nicht verstanden habe, da hat es sich nur mehr wie ein Vorstellungsgespräch angefühlt, was ja auch vollkommen ok ist.
Und jetzt zur eigentlich Frage, wie habt ihr euren Züchter ausgewählt, seid ihr nach Symphatie gegangen, wer eurer Meinung nach über mehr Wissen verfügt, nach Bauchgefühl etc?

Falls ihr mehr zu meinen Erfahrungen hören wollt (und somit auch mehr lesen wollt😂) um mir vielleicht einen Ratschlag zu geben, hier kommen Sie:)
Mit Z2 hatte ich ein einstündiges Telefonat, da ging es erstmal um unsere Hintergründe, wie wohnen wir, was stellen wir uns vor, wann passt es zeitlich bei uns, was arbeiten wir etc. Dann wie eine Vermittlung bei ihr abläuft und wir haben noch viel über die Rasse geredet und auch einfach so über einige Themen, weil es Spaß gemacht hat und wir uns verstanden haben. Man merkte einfach, dass sie das mit Herzblut macht und wie viel Zeit und Arbeit sie in die Mäuse steckt. Bei ihr bekommt man erst einen Hund, wenn es ein persönliches Treffen gab, so kenne ich es auch und vollkommen ok, da fahren wir am 13.06 hin. Wir haben nicht groß über Vertragsdetails gesprochen, einfach darüber, was ihre Anforderungen sind und es ist halt das typische was man erwartet, Hund soll in der Familie aufwachsen, keine Zwingerhaltung etc. Den Hund kann man sich aussuchen, sie findet es Quatsch, dass die Züchter die Hunde aussuchen und man kann in dem Alter auch noch keine wirklich Charaktere erkennen. Sie schaut mit, bei manchen Hunden rät sie auch davon ab, weil sie den Charakter halbwegs beurteilen kann und rät zu einem anderen Hund, aber eigentlich kann man sich den Hund aussuchen. (Ich würde ihr tatsächlich doch die Handhabe geben, ich vertraue darauf, dass der Züchter die Hunde am besten kennt und ein Gefühl davon hat, welcher zu uns passt) alles weitere dann im persönlichen Gespräch. Sie ernährt die Hunde mit Barf Komplett Menüs, finde ich auch eine gute Weise, wir hatten später vor zu barfen (wenn ich genügend Wissen dazu gesammelt habe) und davor eben Nassfutter zu geben. Hundeschule findet sie super, sie hat uns nur als Tipp gegeben, dass wir bei Welpenstunden aufpassen sollen, weil man da eben auch viel verkehrt machen kann und der Welpe dann daraus eher negatives als positives mitnimmt. Absolut fairer Punkt.

Z3 hatte ich definitiv das längste Gespräch, liegt aber auch daran, dass sie kein persönliches Gespräch verlangt, weil das auch für die schwangere Hündin zu stressig wäre. Daher war das eigentlich Gespräch jetzt am Telefon, deshalb auch wie ein Vorstellungsgespräch. Die Hunde sehen eher sportlich aus, weil eben auch Arbeitslinie drinnen ist, also nicht 100% das was wir wollten, aber wir machen hier nichts von der Optik abhängig, der Charakter muss einfach passen und die Züchterin muss passen, da ist die Optik dann einfach nebensächlich. Bei ihr gibt es die Regel im Vertrag, dass die Hunde nicht kastriert werden dürfen, in Notfällen natürlich schon, aber dann in Absprache mit ihr, also man muss sie um Erlaubnis bitten. Wir hatten vor unseren Hund wirklich nur in Notfällen kastrieren zu lassen, wenn man merkt sie quält sich dermaßen und andere Sachen haben noch nicht geholfen. Ich weiß nicht ich finde es ein bisschen komisch, aber es sind ihre Babys und sie kann natürlich dann auch ihre Regeln festlegen, wie sie möchte. Ebenfalls steht drinnen, dass man seinen Hund nicht in eine Hundepension bringen darf, joa ok, wieder das selbe Ding wie eben, wir haben für sowas immer Plan B-F, also wir sind davon auch keine Freunde und haben es nie vor. Hundeschule ist für sie auch eine heikle Sache, sie hält davon nicht viel und wir sollen aufpassen, weil es eben auch viele schlechte Hundeschule gibt. Da gebe ich ihr recht, wir sind aber bei einer sehr guten und ich bin auch ohne Hund schon jetzt regelmäßig da, weil meine Eltern dort hingehen. Und wir sind zwar keine kompletten Neulinge, aber es ist unser erster Hund und wir würden uns sicherer fühlen, wenn wir 1-2 Kurse belegen würden. Sie setzt ebenfalls Wert auf pflanzliche Heilmittel und Globuli. Also gegen pflanzliche Sachen haben wir nichts, unsere Katzen bekommen auch oft plflanzliche Medikamente, aber Globuli halte ich persönlich jetzt nicht unbedingt für sinnvoll. Von ihr bekommen die Welpen bzw ihre eigenen Hunde Trofu und sie rät jedem, das auch weiterzuführen, weil es auch gut für die Zähne ist. Ja was soll ich sagen, da stimme ich mit ihr gar nicht überein. Vielleicht ist trofu bei Hunden nicht ganz so schlimm wie bei Katzen, aber unsere Katzen bekommen trofu nur als Leckerlie, ansonsten gar nicht. Und selbst wenn Hunde etwas mehr trinken, als es Katzen tun, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es für die Nieren nicht genauso schädlich ist, wie es für Katzen ist. Mal ganz abgesehen von dem Aspekt, dass das mit den Zähnen murks ist. Es gibt so viel bessere Sachen, um Zahnstein abzureiben, als Trofu. Meistens schlucken die Tiere das ja eh nur runter ohne zu kauen. Naja genug ausgekotzt, vielleicht sehen das andere anders als ich, aber ich hab mich zu dem Thema einfach viel belesen und Trofu einfach kategorisch für meine Katzen ausgeschlossen. Vielleicht würde ich bei unserem Hund eine Mahlzeit mit gut getränkten Trofu ersetzen, aber ansonsten bin ich ein absoluter Fan von Nassfutter und Frischfleisch. Den Welpen kann man sich bei ihr nicht aussuchen, man kann 3 Welpen aussuchen und sie schaut bei denen genau den Charakter an, welcher passt, aber die letzte handhabe bleibt bei ihr. Finde ich gut so, meiner Meinung nach kann ein Züchter den Charakter der Hunde am besten beurteilen, gerade weil das ja auch tagesabhängig ist. Auch bei ihr hat man einfach gemerkt, dass sie das gerne macht, die Hunde liebt und ihre Mühe und Zeit reinsteckt. Das wird vermutlich bei jedem Züchter so sein.

So viel zu meinen Erfahrungen. Natürlich war das Gespräch mit Z3 weitaus tiefgründiger und vor allem länger, das Gespräch mit Z2 ging natürlich noch nicht so in die Tiefe, das wird beim persönlichen Treffen sicherlich kommen.
Vielleicht könnt ihr mir auch einen tiefgründigeren Tipp geben, worauf man achten soll, ganz abgesehen von den typischen Sachen wie, wird nach Norm gezüchtet, sind sie im Verein, alle Tiere sind gesundheitlich gecheckt etc.
Vielen Dank wer bis hierhin gelesen hat und entschuldigt die Menge an Text:)

Lg
Celina
 
Also z3 wäre bei mir raus. 😅
Ich kaufe einen Hund und würde im Leben keinen Vertrag unterschreiben, der mir so viele absurde Vorschriften macht.
Sie darf sich das ja gerne wünschen, aber es bleibt dann ja doch meine Entscheidung.
Ist sich sicherlich vieles rechtlich garnicht haltbar.

Zum Aussuchen der Welpen: ich halte garnichts davon, dass der Interessent sich die Hunde einfach so aussuchen kann. Der Interessent sieht immer nur einen kurzen Ausschnitt und auch noch in einer Ausnahmesituation. Nur der Züchter kann den Charakter wirklich beurteilen. Und den sieht man schon beim Welpen. Weshalb mich die Aussage, da wäre beim Welpen ja noch nicht viel zu sehen, schon auch sehr verwundert.
Den Welpen sollte man also schon in enger Absprache mit dem Züchter aussuchen. Was ihr ja auch vorhabt.

Was mir ein Bisschen fehlt:
Habt ihr euch mit den Linien auseinandergesetzt?
Zwischen Show-, Dual- und Arbeitslinie bestehen ja doch große Unterschiede. Nicht nur optisch, sondern auch vom Wesen.
Und auch eine Showlinie ist nicht gleich eine Showlinie.
Sagt Euch die zukünftige Mutter vom Wesen zu? Und das Rudel generell?

Gibt es überhaupt ein Rudel, oder ist die Mutter ein Einzelhund?
Beide meine Hunde stammen aus gewachsenen Rudeln und ich sehe darin große Vorteile für die Welpen. Trotzdem muss jeder Züchter ja mal anfangen. Ein Züchter mit nur einer Hündin muss dann halt mehr Aufwand in die Sozialisierung stecken.

Wie ist die Linie gesundheitlich aufgestellt?
Welche Gesundheitschecks wurden gemacht?
Wie alt wurden die Vorfahren?
Was macht der Züchter mit Rentnerhunden aus seiner Zucht?
Wo und wie wachsen die Welpen auf? Im Haushalt, draußen oder im Welpenzimmer?
Welche Erfahrungen machen die Welpen bis zum Auszug?
Wie sorgfältig ist die Verpaarung geplant?
Warum dieser Rüde? Kann er die Eigenschaften der Hündin verbessern/ausgleichen oder war er einfach nur in der Nähe, günstig und verfügbar?
Wie viele Würfe hat der Züchter im Jahr…
Es gibt so viel zu bedenken.

Ich fand es auch hilfreich, mich mit Hundehaltern zu unterhalten, die Hunde von diesem Züchter haben.
 
der charakter bei welpen in einer gewachsenen gruppe ist nicht fest.. wenn einer ständig gemobbt wird von den anderen und deshalb schüchtern ist,kann er im neuen umfeld aus sich herauswachsen. genauso so wie der raufbold, der im eigenen rudel ständig der obermacker ist.. kriegt der woanders mal eine auf den deckel, weil er eben nicht überall chef sein darf, dann kann den das erden und er wird vllt ein stinknormaler hund, der nicht mehr überall chef sein will.. :)
ansonsten geh ich da mit dir ..kaufe ich einen hund..d.h. ich gebe viel geld hin, ist es mein eigentum.. und mit eigentum mache ich,was ich für richtig halte..der züchter darf mir gern empfehlungen geben und erfahrungen mitteilen,mehr nicht..
 
Ich wäre auch bei 3 raus.
Da muss man so aufpassen was man sagt.
Das kann nur Stress geben.

Ansicht ist es nicht verkehrt wenn man sich mit der Züchterin versteht. Wäre ein Pluspunkt aber nicht ausschlaggebend.

Ich persönlich würde mich auch gar nicht verrückt machen und jetzt Person xy ab oder zu sagen. Das kommt wenn sie Welpen geboren sind.
Meine Züchterin hat mich sogar gezwungen noch andere Züchter anzuschreiben. Und als bei ihr die Welpen vielen habe ich den anderen abgesagt. Aber was wichtig ist mit den offenen Karten spielen.

Beim ersten Hund war es tatsächlich hingefahren. Hat mir gefallen und kurz drauf hat die Züchterin mir den Hund gebracht.

Beim Zweithund habe ich ganz viele Züchter angeschrieben und hin gefahren. Aber das ist auch ein klein wenig ein anderes Thema ( ich sitze im Rollstuhl und wollte ein Border. Damals war das noch nicht so leicht einen zu bekommen der mir zugesagt hat ).


Beim 1. Hund habe ich bisschen vom erzählen auf die Züchterin gehört.
Beim 2. Hund habe ich nach Foto ausgesucht da waren sie paar Stunden alt. Aber immer mit der Option zu tauschen, wenn es anders besser passt. Das war aber auch der erste Wurf von der Züchterin.
Beim 3. Hund gab es nur ein Rüde. Da hat mich aber die züchter gewarnt und mehrmals gefragt ob ich den wirklich will
Beim 4. Hund wurde auch nach Fotos ausgesucht mit der Option zu tauschen. Aber es waren auch nur 2 Rüden.
Bei 5 Hund war es so, dass die Züchterin 2 Wüfe hatte.ich wollte einen von Wurf B aber sie wollte nur von Wurf A. Bei Wurf A war ein Welpe noch frei Iva 1.0.
Da waren sie schon älter ca. 5 Wochen. Kurz vor der Abgabe hat sie mich gefragt ob ich tauschen will. Weil der andere Welpe passt nicht zu xy und entweder geht sie leer aus ( obwohl sie schon ein Welpe von der Züchterin hat ) oder ich tausche. Ich habe dann getauscht.
Bei 6 Hund war es so. Die hat mir gefallen. Ich schreibe morgens an. Züchterin sagt nimm sie und wir sind hingefahren.
So die Kurzfassung


Bei den Frage wäre ich bei @Hermelin
 
Also Züchterin 3 erscheint mir auch speziell.
Die Kastrationsregel kann sie sich ja wünschen, aber ich denke nicht das es rechtlich haltbar ist. Einfach so kastrieren verbietet das Tierschutzgesetz eh, und um Erlaubnis fragen? Wenn mein Tierarzt und ich befinden das eine Kastration jetzt weil wegen nötig ist, da fragt man doch nicht noch um Erlaubnis und verschwendet im worst case noch Zeit. Vor allem, was ist wenn die Züchterin denn die Erlaubnis verweigert und Globuli empfiehlt?
Auf der anderen Seite ist es gut, das sie es anspricht, aber dabei hätte sie es auch belassen können. Man kann die potentiellen Welpenkäufer ja fragen, wie sie dazu stehen. Wenn dann jemand sagt, dann und dann wird der Hund auf jeden Fall kastriert, kann man immer noch Ablehnen. Wäre ich Züchter würde ich das auf jeden Fall tun.
Der Passus mit der Hundepension ist mir nicht so richtig verständlich. Zum einen, wie will sie das kontrollieren, und zum anderen, was ist wenn aus welchen Gründen auch immer der Hund wo untergebracht werden muss und es keine andere Option wie eine Pension gibt? Das erscheint mir nicht so recht durchdacht.
Trockenfutter und Globuli - nun ja.

Ich finde Sympathie schon wichtig, und bei zwei Züchtern wo grundsätzlich alles passt, wäre das auch für mich der ausschlaggebende Grund. In der Regel ist der Züchter aber ja nicht in der Nähe und oft genug trifft man sich nur bedingt oder gar nicht wieder. Was anderes wäre es, wäre der vor Ort, weil auf demselben Hundeplatz. Da würde ich noch genauer schauen, das man dann nicht jemanden hat, der einem dauernd reinredet.
Bis jetzt hatte ich mit unseren Züchtern Glück, bei der von Emma lief es auf einen Block bei FB aus, weil ihr epolitischen und gesellschaftlichen Ansichten etwas aus dem Ruder liefen. Wäre aber was mit dem Hund gewesen, hätte man jederzeit sprechen können.
Bei der Cattle-Suche haben wir eine kennengelernt, die auch etwas merkwürdig war, aber noch nicht so, das man gesagt hätte, da holt man keinen Hund. Na ja, bis denn ihrerseits das Gespräch doch politischer wurde und wir denn halt unsere Meinung kund getan haben. Ich vermute das war ihrerseits der Grund, uns keinen Hund zu geben, nach zwei wochen Stille, obwohl sie isch melden wollte, und zweimaligen Nachfragen meinerseits, kam denn jedenfalls die Absage ohne Grund, daher gehe ich davon aus. Solche Züchter braucht man denn auch nicht.
Also lange Rede wenig Sinn, Sympathie muss schon da sein. Wäre ich Züchter, wäre mir das auch wichtig.

Ansonsten finde ich die Fragen, die Hermelin noch aufgeschrieben hat, auch sinnvoll und gut. Beim Golden muss man mit der Gesundheit aufpassen, die Hunde der Showlinie sollten nicht zu groß und schwer sein, ich persönlich würde auch schauen, das die Hunde felltechnisch nicht so übermäßig ausgestattet sind. Ich würde auch nachfragen, ob es in der Zucht hypersexuelle Hunde gibt, bzw. ob überhaupt drauf geachtet wird.
 
Ich schließe mich den Vorschreiberinnen an: Züchterin 3 ist seltsam, aber ihre Verträge rechtlich nicht haltbar, also kein Problem. Und wichtiger als die Züchterin sind ihre Hunde. @Hermelin weiß bestimmt, wo man in Deutschland Ausstellungs- und Arbeitsstatistiken nachschauen kann - wenn ein Zwingername gar nie auftaucht, würde mir das zu denken geben. Und ich würde auch versuchen, Besitzer erwachsener Hunde aus den jeweiligen Zuchten zu finden.

Bei mir war es relativ einfach: Es gab 2019 nur eine Handvoll Barsoizüchter in Frankreich, davon vier in erreichbarer Nähe. Zwei flogen beim Gespräch auf der Ausstellung schon raus ("Rennen macht das Herz kaputt" und die andere Frau war mir extrem unsympathisch), die dritte wollte, dass ich den Hund am Telefon aussuche und sie schickt ihn dann per Spedition (ohne Worte - das ist übrigens ein Zwingername, der nirgendwo auftaucht und ein bisschen Recherche hat Horrorstories ergeben) und die vierte war sympathisch, ich hatte ihren Namen von einer glücklichen Besitzerin (mit der Schwester der potentiellen Zuchthündinnen), ihre Hunde waren nett, deren Mutter hatte ein bisschen Sport gemacht und auf ihrer Website sprach sie ehrlich über Degenerative Myopathie, was eines der Haupt-Gesundheitsprobleme beim Barsoi ist.

Bei Goldens sind es wahrscheinlich HD und ED? Und wie sieht es mit Übergewicht aus? Ist die Fettleibigkeit schon krankhaft?
 
Natürlich sind beide im DRC und züchten nach Vorgabe.
Gibt es einen Grund, warum ihr nur im DRC schaut und nicht auch im Golden Retriever Club?
Aber ich muss gestehen, dass ich mich mit Goldis nicht so auskenne..
Beim Labbi hab ich aber das Gefühl, dass der DRC eher auf Arbeitslinien ausgelegt ist, der LCD eher auf Showies/Familienhunde.
 
Also z3 wäre bei mir raus. 😅
Ich kaufe einen Hund und würde im Leben keinen Vertrag unterschreiben, der mir so viele absurde Vorschriften macht.
Sie darf sich das ja gerne wünschen, aber es bleibt dann ja doch meine Entscheidung.
Ist sich sicherlich vieles rechtlich garnicht haltbar.

Zum Aussuchen der Welpen: ich halte garnichts davon, dass der Interessent sich die Hunde einfach so aussuchen kann. Der Interessent sieht immer nur einen kurzen Ausschnitt und auch noch in einer Ausnahmesituation. Nur der Züchter kann den Charakter wirklich beurteilen. Und den sieht man schon beim Welpen. Weshalb mich die Aussage, da wäre beim Welpen ja noch nicht viel zu sehen, schon auch sehr verwundert.
Den Welpen sollte man also schon in enger Absprache mit dem Züchter aussuchen. Was ihr ja auch vorhabt.

Was mir ein Bisschen fehlt:
Habt ihr euch mit den Linien auseinandergesetzt?
Zwischen Show-, Dual- und Arbeitslinie bestehen ja doch große Unterschiede. Nicht nur optisch, sondern auch vom Wesen.
Und auch eine Showlinie ist nicht gleich eine Showlinie.
Sagt Euch die zukünftige Mutter vom Wesen zu? Und das Rudel generell?

Gibt es überhaupt ein Rudel, oder ist die Mutter ein Einzelhund?
Beide meine Hunde stammen aus gewachsenen Rudeln und ich sehe darin große Vorteile für die Welpen. Trotzdem muss jeder Züchter ja mal anfangen. Ein Züchter mit nur einer Hündin muss dann halt mehr Aufwand in die Sozialisierung stecken.

Wie ist die Linie gesundheitlich aufgestellt?
Welche Gesundheitschecks wurden gemacht?
Wie alt wurden die Vorfahren?
Was macht der Züchter mit Rentnerhunden aus seiner Zucht?
Wo und wie wachsen die Welpen auf? Im Haushalt, draußen oder im Welpenzimmer?
Welche Erfahrungen machen die Welpen bis zum Auszug?
Wie sorgfältig ist die Verpaarung geplant?
Warum dieser Rüde? Kann er die Eigenschaften der Hündin verbessern/ausgleichen oder war er einfach nur in der Nähe, günstig und verfügbar?
Wie viele Würfe hat der Züchter im Jahr…
Es gibt so viel zu bedenken.

Ich fand es auch hilfreich, mich mit Hundehaltern zu unterhalten, die Hunde von diesem Züchter haben.
Hallo Hermelin, danke für die Antwort:)
Also rein von der Sympathie wäre ich auch eher bei Z2, da müsste man natürlich auch nochmal das Gespräch abwarten, aber da zeigt sie einem natürlich auch die Zuchtstätte und wird weitaus mehr erklären. Andererseits finde ich die Regeln von Z3 zwar auch übertrieben, aber es sind alles Sachen, die wir ja eh nicht vorhatten.

Dass Z2 gesagt hat, dass man bei den Welpen keinen Charakter sehen kann, fand ich auch komisch. Ich weiß nicht, ob das als Absicherung gemeint ist, wenn sie einem ,,Kunden‘‘ sagt, der Hund hat einen ruhigen Charakter und zu Hause dreht er dann doch ab und ist das Gegenteil. Keine Ahnung, meiner Meinung nach, kann man charakterliche Tendenzen auch bei Welpen schon erkennen, zumindest welcher Typ Hund es ist.

Also zu den Linien: wir haven vorher eine Rasseberatung bei einer Hundeschule gemacht, weil wir wirklich die perfekte rasse wollten, die auch zu uns und unserem Leben passt. Arbeitslinie haben wir auf jeden Fall ausgeschlossen, nicht wegen der Optik, sondern einfach weil die Linie viel agiler und leistungsorientierter ist. Und wir sind keine super sportlichen Menschen, wir suchen eher den Familienhund, den wir natürlich auslasten werden, aber die Arbeitslinie wäre definitiv too much. Also wir waren prinzipiell lieber bei der Showlinie, weil wir die Optik schöner finden (kräftiger, mehr Fell) und weil die Showlinie ja etwas weniger aktiv ist und man mit der Arbeitslinie mehr arbeiten muss. Und wir sind Hundeanfänger, wir wollten daher eher Nummer sicher gehen mit der Showlinie, weil die Showlinie dieser typische Familienhund ist und wir auch charakterlich genau das gesucht haben, oft weniger arbeitsbesessen, sozial, freundlich, eher gelassener und entspannter etc. Duallinie vereint ja beides, aber ist nicht so arbeitsintensiv, wie die Arbeitslinie. Also so wurde es uns erklärt und wir haben ja Lust mit dem Hund zu arbeiten, zu trainieren etc, daher war die Duallinie was die Intensität angeht, auch noch eine Möglichkeit, vor der wir uns nicht gescheut haben. Uns wurde aber erklärt, dass die beiden sich charakterlich nicht so stark unterscheiden, außer dass die Duallinie ein bisschen wacher und aufmerksamer ist, mehr gefordert werden will und stärker auf den Menschen fokussiert ist.
Den Charakter der Mütter haben wir uns natürlich beschreiben lassen, ehrlich gesagt waren die Charaktere fast gleich bei beiden Züchtern. Nur Z3 meinte, dass in ihr schon ein Jagdtrieb steckt und sie nicht ihre Hand für ins Feuer legen würde, dass man sie Rückrufen kann, wenn sie jagt. Das war eine Sache die mich stark gestört hat, weil ich Rückruf sehr wichtig finde, gerade wenn man irgendwie am Wald ist. Bei uns darf der Jäger auch Hunde erschießen. Also klar, alles auch eine Trainingssache und vielleicht kann man nie die Hand für seinen Hund ins Feuer legen, aber das suggeriert ja schon, dass der jagdtrieb sehr ausgeprägt ist. Bei der Showlinie ist er ja meistens nicht so stark ausgeprägt und das wäre uns schon wichtig. Also ja vermutlich hast du recht und wir haben uns dahingehend zu wenig Gedanken zu den Linien gemacht. Ich dachte bei Dual, wo mehr Show drinnen ist, kann ich ja trotzdem mal mit der Züchterin sprechen, die sind dann ein bisschen agiler, aber die Unterschiede sind doch größer als gedacht.
Zu den Müttern, beide wurden als schöne Familienhunde beschrieben, wesensstark, neugierig, sehr freundlich und sozial, verschmust. Der einzige Unterschied war, dass die Mutter bei Z3 noch als aktiv beschrieben wurde.

Bei beiden Züchtern gibt es ein Rudel, Z2 hat 9 Hunde, Z3 hat 5 Hunde. Z2 hat mir gesagt, die Vorfahren wurden 15 und 16 Jahre alt (also die Eltern), Z3 hat ihre Hunde von einem anderen Züchter und nichts dazu gesagt. Gesundheitschecks, also vielleicht ist das auch blöd anzunehmen von uns, aber wenn die Zucht von Veterinäramt kontrolliert wird, bin ich eigentlich davon ausgegangen, dass alle notwendigen Checks gemacht worden. Also HD/ED/ Ichtyose, Herzultraschall etc. Also beide Züchter haben mir die Checks auch genannt, aber alle Begriffe kannte ich nicht. Was mit Rentnerhunden passiert weiß ich nicht.
Welpen wachsen bei beiden drinnen auf und gehen später ins welpenzimmer, was auch einen Zugang nach draußen hat. Sie lernen andere Hunde, Kinder, alltägliche Geräusche, Auto fahren, andere Tiere und weiteres kennen. Zu den Verpaarungen und Würfen waren wir definitiv auch nicht richtig informiert. Ich merke gerade, dass es definitiv nicht gut war, einfach anzunehmen, dass bei einer Zucht alles korrekt gemacht wird, weil es ja Auflagen gibt. Also beide haben über die Verpaarungen sehr positiv gesprochen, haben auch gesagt, dass der Deckrüde etwas teurer war und sie weit gefahren sind. Also ich weiß es natürlich nicht genau, aber das klingt ja erstmal so, als hätte man sich Gedanken dazu gemacht.
Hast du den Züchter einfach gefragt, ob sie Kontakt mit jemanden herstellen können?:)
 
Gibt es einen Grund, warum ihr nur im DRC schaut und nicht auch im Golden Retriever Club?
Aber ich muss gestehen, dass ich mich mit Goldis nicht so auskenne..
Beim Labbi hab ich aber das Gefühl, dass der DRC eher auf Arbeitslinien ausgelegt ist, der LCD eher auf Showies/Familienhunde.
Wir haben bei beiden geschaut und haben uns dann Züchter rausgesucht, die erstmal so grob in unserer Nähe waren. Also 100-200km. Da habe ich mir dann die wurfplanung und die Homepage angesehen, wer Showlinie macht. Später haben wir auch den Radius erweitert. Wir haben sehr viele angeschrieben, bestimmt so 20 Züchter, da waren wir dann wegen unterschiedlichster Dinge raus, zu jung, Warteliste schon voll, wir haben kein Haus, sie wollen Kinder im Haushalt etc. War dann eher Zufall dass die Züchter, die übrig blieben im DRC sind und nicht im GRC
 
Dass Z2 gesagt hat, dass man bei den Welpen keinen Charakter sehen kann, fand ich auch komisch
direkt keinen Charakter ist sicherlich auch nicht so richtig, aber es ist schon so, das sich die Persönlichkeit des Hundes erst im ersten Lebensjahr so richtig entwickelt. Daher ist die Aussagekraft der Welpentests sehr gering, weil sich bei einem Hund eben noch viel entwickelt und dann auch ändert. Zumal es ja auch nicht unerheblich ist, wie die Lebensumstände beim neuen Halter denn sind. Von daher kann ich die Züchterin da schon ein Stück weit verstehen. Wenn man denn noch einen Wurf hat, der relativ homogen ist, ist es ja noch schwieriger, da eine seriöse Aussage zu treffen.
 



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