Wie steht ihr zu geplanten Mischlingen?

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Miauu

Stammuser
Nicht immer ? Meine Erfahrungen mit "seriösen VDH Züchtern" sehen in etwa so aus :

50 % sind nicht besser als Vermehr / Hobbyzüchter und haben vor allem $$$ im Kopf.

20 % sind zwar an engagiert, sind aber vorwiegend am Prestige interessiert.

20 % bemühen sich wirklich, können aber kaum Erfahrung aufweisen und haben meist erst wenig Würfe gehabt

10 % haben wirklich Ahnung und sind an erster Stelle am Wohl der Tiere interessiert und züchten teilweise seit Jahrzehnten

Ich muss allerdings zugeben, daß sich diese Eindrücke vorwiegend auf Labbi Züchter beziehen.

Torsten
Für den Labbi halte ich das für sehr zutreffend, bzw könnte mir das so vorstellen.
Durch Yard und die vorige Suche nach einem Windhund haben mich natürlich meine Wege auch zu einigen Züchtern geführt. Bei Rassen wie dem Saluki, Barsoi,... konnte ich fast gar keine nicht artgerechte Zucht feststellen.
Die ganzen wenigen Züchter sehen die Hunde nicht als bare Münzen sondern als eine Aufgabe, ein Hobby und eine Leidenschaft für die sie alles tun.
Das kommt denke ich daher ein Stück weit auf die Hunderasse an.
Wenn ich jetzt heute auf die Idee komme, Hunde zu züchten, bloß um Geld zu verdienen, werde ich ja nicht auf eine Windhundrasse greifen ("schwierigere" Haltung, nicht so große Nachfrage) sondern eher auf Chis, Labbis oä !

Trotzdem, gibt es auch bei diesen Rassen, Züchter die um des Hundes Willen züchten und nicht des Geldes wegen. Da muss man eben die Äuglein aufsperren und suchen.
 

akitasfrauli

Stammuser
Erster Hund
Charly/Schäfermix R.I.P.
Zweiter Hund
Akita/Huskyschäfermix
Ja und ich könnte jetzt sagen - ich kenne viele kranke Mischlinge -
sechs Monate jung, schwere HD,
einer acht Monate jung - Kreuzbandriss und schwere ED,
einer eineinhalb Jahre - Epilepsie
vier Jahre - Allergie auf Futtermilben, Hausstaubmilben und Gräser
zwei Jahre - Patellaluxation
fast fünf Jahre - CES
Liste jederzeit fortsetzbar

Die Theorie mit den nur gesunden Mischlingen hinkt also gewaltig.

Und Akitasfrauli - zum SVÖ sag ich ohnehin nichts, da darf der "Züchter" die Welpen auch woanders aufziehen lassen und die Hündin alle sechs Monate belegen (also bei jeder Läufigkeit), wenn der vorhergehende Wurf nicht mehr als sieben oder acht Welpen hatte (das müsste ich allerdings nachsehen - steht ja in den Statuten drin - es könnte auch sein, dass die Welpenanzahl herabgesetzt wurde)

Wer seinen Hund nur nach dem Aussehen aussucht, tja was soll ich sagen - der ist ohnehin selbst schuld. Wer beim Vermehrer kauft, weil dieser von sofort auf gleich liefern kann, vielleicht auch noch in der gewünschten Farbe - der ist auch selber schuld.

Bei einem Auto wälzt man monatelang Prospekte, bevor man es sich kauft - und beim Hund verlässt man sich blind auf irgendjemanden oder kauft blind aus der Zeitung, dem Internet oder dem Markt? Ja tut mir leid, da habe ich dann auch kein Mitleid mit den Leuten.
Noch mal kurz zum Verständnis - ich weiß, es gibt genügend kranke Mischlinge, die im Tierheim sitzen und niemand will sie haben - keine Frage, aber wir Menschen züchten doch eigentlich Tiere um sie gesünder zu machen, um einen Charakter herauszubilden oder eine besonders tolle Eigenschaft (um mal vom nur positiven auszugehen, lasse ich mal die Optik weg). Trotzdem ist es offensichtlich gerade bei Rassen, die in Mode kommen oder "praktisch" als Begleithunde sind, ganz normal oder üblich, auch mit Tieren in die Zucht zu gehen, die nicht gerade das allerbeste Erbmaterial weitergeben werden, und das ist für mich einfach unverständlich! In dem Fall macht es für mich ehrlich keinen Unterschied mehr, ob zwei Hunde gleicher Rasse bei einem Züchter verpaart werden, oder irgendwelche Hunde die Gunst der Stunde nutzen wollten!
Und wenn ich die Wahl habe zwischen einem Züchter mit reinrassigen Tieren, der nicht artgerecht und dem Wohl der Tiere entsprechend züchtet,dafür aber für einen Welpen 1200€ nimmt und einer Privatperson mit Mischlingen, die aber alles für ihre Tiere gibt, sie nach bestem Wissen und Gewissen versorgt und nicht an mehr als einer Schutzgebühr interessiert ist um ihre Tierarzt kosten zu decken, nehme ich lieber die Privatperson.
Finde ich jedoch einen Züchter, dem die Optik nicht wichtig ist/oder zumindest an letzter Stelle steht und der einzig und allein die Gesundheit und den Charakter der Tiere im Auge hat, und alle anderen Kriterien erfüllt, die ich an einen Züchter stelle(und das sind viele), dann nehm ich dort genauso gern einen Welpen, und der darf auch gern mehr kosten, nur würde ich, weder beim Mischling noch beim rassetier davon ausgehen, dass das Tier für immer gesund bleibt.
Tatsache bleibt aber, dass im Endeffekt wir Menschen beschließen, wie ein Rassetier auszusehen hat, welchen Charakter es haben soll und wie seine Eigenschaften sein sollen - dass das sehr oft nicht zum Wohl der Tiere beigetragen hat, ist einzig und allein unsere Schuld! Im Endeffekt haben wir das aus unseren (Rasse)Hunden gemacht, was sie heute sind und solang niemand den 0815 hundintressierten Menschen klar macht, auf was man achten soll und was passiert, wenn es so weitergeht - nämlich noch mehr kranke Tiere (egal ob Mischling oder nicht) wird es nicht besser werden sondern nur schlimmer!
 

Torsten

Administrator
Teammitglied
Und wenn ich die Wahl habe zwischen einem Züchter mit reinrassigen Tieren, der nicht artgerecht und dem Wohl der Tiere entsprechend züchtet,dafür aber für einen Welpen 1200€ nimmt und einer Privatperson mit Mischlingen, die aber alles für ihre Tiere gibt, sie nach bestem Wissen und Gewissen versorgt und nicht an mehr als einer Schutzgebühr interessiert ist um ihre Tierarzt kosten zu decken, nehme ich lieber die Privatperson.
Finde ich jedoch einen Züchter, dem die Optik nicht wichtig ist/oder zumindest an letzter Stelle steht und der einzig und allein die Gesundheit und den Charakter der Tiere im Auge hat, und alle anderen Kriterien erfüllt, die ich an einen Züchter stelle(und das sind viele), dann nehm ich dort genauso gern einen Welpen, und der darf auch gern mehr kosten, nur würde ich, weder beim Mischling noch beim rassetier davon ausgehen, dass das Tier für immer gesund bleibt.
Deine Ausführungen in Bezug auf die sorgsamen "Privatpersonen" in allen Ehren - mit Zucht im eigenlichen Sinne hat dies aber leider nix zu tun, höchstes vielleicht mit Aufzucht.

Im Endeffekt haben wir das aus unseren (Rasse)Hunden gemacht, was sie heute sind und solang niemand den 0815 hundintressierten Menschen klar macht, auf was man achten soll und was passiert, wenn es so weitergeht - nämlich noch mehr kranke Tiere (egal ob Mischling oder nicht) wird es nicht besser werden sondern nur schlimmer!
Vom Ansatz her richtig. Letztendlich haben es aber in erster Linie allein wir, die die Hunde kaufen, in der Hand und niemand anders. Du musst immer bedenken, daß derzeit fast alle Beteiligten (Verkäufer/Züchter/Händler, Tierschutzorganisationen, Tierärzte, Futterhersteller, Pharmakonzerne, etc.) von der derzeitigen Situation profitieren, mit Ausnahme der Hundehalter(Käufer) und erstrecht nicht der Hund selbst. Die eben genannten Profiteure der derzeitigen Situation werden allerdings kaum an dem Ast sägen, auf dem sie sitzen.

Da der Hund sich schlecht selbst wehren kann, bleibt nur einer übrig, der an der Situation grundlegend was ändern kann - die Hundehalter selbst :zwinkern2:

Torsten
 

ludwig

Newbie
Mischlinge oder Rassehund

Wir haben beides und ich kann nur sagen lieber einen Mischling aus einer kleinen Familienzucht für ca 200 Euro wie einen Rassehund aus der Zuchtfarm,
Ich habe leider erlebt das unsere Rassehunde alle Erkrankungen aus Überzüchtung haben, wohingegen die Mischlinge sehr viel weniger Krank sind.
Mein Hirtenhund/Schäfer Mischling hat zb. damals als Welpe 200 DM gekostet und war in 10 Jahren ausser zum Kastrieren nie beim Tierarzt, wohingegen unser Appenzeller den wir 4 Monate alt von einer Tierschutzorganisation geschenkt bekommen haben bestimmt schon 10 mal innerhalb von 2 Jahren bei der Tierärztin war und der von Reude über Augenerkrankung und Pilz schon alles möglichen gerade Hautsachen hatte. Wobei die Tierärztin gemeint hat die Hauterkrankungen seien typisch ein Zeichen für Überzüchtung der Sennenhunde. Hab mir vor 10 Tagen eine 9 Wochen alte Rhodesien/Hovawart Hündin für 200 Euro aus einer privaten Zucht gekauft, entwurmt und geimpft, wo ich sagen muss die ist super fidel und gut drauf und 200 Euro find ich für mich als Preis in Ordnung. Auch die Mischung find ich gut.
 

Gnampf

Stammuser
Erster Hund
Ben, Mix
Wir haben beides und ich kann nur sagen lieber einen Mischling aus einer kleinen Familienzucht für ca 200 Euro wie einen Rassehund aus der Zuchtfarm,
Ich habe leider erlebt das unsere Rassehunde alle Erkrankungen aus Überzüchtung haben, wohingegen die Mischlinge sehr viel weniger Krank sind.
Mein Hirtenhund/Schäfer Mischling hat zb. damals als Welpe 200 DM gekostet und war in 10 Jahren ausser zum Kastrieren nie beim Tierarzt, wohingegen unser Appenzeller den wir 4 Monate alt von einer Tierschutzorganisation geschenkt bekommen haben bestimmt schon 10 mal innerhalb von 2 Jahren bei der Tierärztin war und der von Reude über Augenerkrankung und Pilz schon alles möglichen gerade Hautsachen hatte. Wobei die Tierärztin gemeint hat die Hauterkrankungen seien typisch ein Zeichen für Überzüchtung der Sennenhunde. Hab mir vor 10 Tagen eine 9 Wochen alte Rhodesien/Hovawart Hündin für 200 Euro aus einer privaten Zucht gekauft, entwurmt und geimpft, wo ich sagen muss die ist super fidel und gut drauf und 200 Euro find ich für mich als Preis in Ordnung. Auch die Mischung find ich gut.
Also das Mixe in der Regel IMMER gesünder sidn als Rassehunde, das kann garnicht sein.
Denn kranke Elterntiere ergeben kranke Welpen, egal ob Rasse oder Mix.
Bei seriösen Rassehundzüchtern wird immerhin darauf geachtet, das nur gesunde und vorallem Erbkrankheitfreie Elterntiere zur Zucht genommen werden.
Was bei Mixen überhaupt nicht der Fall ist.
 

Miauu

Stammuser
Also das Mixe in der Regel IMMER gesünder sidn als Rassehunde, das kann garnicht sein.
Denn kranke Elterntiere ergeben kranke Welpen, egal ob Rasse oder Mix.
Bei seriösen Rassehundzüchtern wird immerhin darauf geachtet, das nur gesunde und vorallem Erbkrankheitfreie Elterntiere zur Zucht genommen werden.
Was bei Mixen überhaupt nicht der Fall ist.
Eben. Wenn man sich Zeit nimmt und sich informiert wird man einen Züchter finden, bei dem du einen gesunden Hund bekommst.
Krankheiten wie Krebs etc sind zwar nie 100% ausgeschlossen aber werden vermindert.
 

ludwig

Newbie
Erbkrankheiten

das stimmt so auch nicht, wir haben mit meiner Schwester einen Golden Retr. Welpen beim Verbandszüchter gekauft vom Tierarzt untersucht mit Impfpass, Chip und für ein Haufen Geld, bei der ersten Untersuchung bei unserer Tierärztin hat sich dann rausgestellt das der Hund blind wird und eine unheilbare Erbkrankheit an den Augen hat und man mit dieser Linie auf keinen Fall Züchten darf, auf Nachfrage beim Zuchtverband wurde uns nur erklärt um so etwas kümmern sie sich nicht.
Darum lieber einen Mischling die nach meiner Erfahrung wesentlich gesünder sind.
 
das stimmt so auch nicht, wir haben mit meiner Schwester einen Golden Retr. Welpen beim Verbandszüchter gekauft vom Tierarzt untersucht mit Impfpass, Chip und für ein Haufen Geld, bei der ersten Untersuchung bei unserer Tierärztin hat sich dann rausgestellt das der Hund blind wird und eine unheilbare Erbkrankheit an den Augen hat und man mit dieser Linie auf keinen Fall Züchten darf, auf Nachfrage beim Zuchtverband wurde uns nur erklärt um so etwas kümmern sie sich nicht.
Darum lieber einen Mischling die nach meiner Erfahrung wesentlich gesünder sind.
in diesem Fall würde ich mir nen anderen Verband suchen und einen anderen Züchter. Allerdings würde ich mich auch vorher schlau machen, was für kriterien der Verband hat. Denn mich interessiert es vorher wie es zu den Eltern gekommen ist, das sie zugelassen worden sind.
 
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