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Werden alte Hunde zu schnell eingeschläfert?

Dieses Thema im Forum "Veteranen" wurde erstellt von Bubuka, 26. Februar 2017.

  1. Bubuka

    Bubuka Stammuser

    Beiträge:
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    weiblich
    Jaaa, das Thema hatten wir so ähnlich schon mal.
    Aber wie man sieht, ist es immer wieder aktuell:

    http://www.hundeforum.com/forum/threads/42370-Darmdehnung-Stuhlinkontinent-bin-fix-und-fertig-(

    Ich habe heute zufällig beim Omihunde-Netzwerk eine Aussage gefunden, die ich einfach nur bestätigen muss. Ich habe das mal fett markiert.

    Zitat:

    Unsere Aufgabe - Die Dauerpflege bis ans Lebensende
    Wir begleiten unsere Schützlinge auf ihrem letzten Lebensabschnitt

    In den letzten zwei Jahren hat sich unsere Arbeit immer mehr von der Vermittlung von alten Hunden hin zur Dauerpflege unserer alten Schützlinge verschoben. Das hat im Wesentlichen zwei Gründe:

    a) Wir sind bekannt geworden als Spezialisten für uralte Notfallhunde und dementsprechend werden die neu aufgenommenen Hunde immer älter. Nico mit 18, Junior mit 16, das sind Hunde, für die wir die Verantwortung voll übernehmen möchten.

    b) Leider müssen wir feststellen, dass die meisten unserer aufgenommenen Hunde Dauerpatienten beim Tierarzt sind, entweder, weil bisher so gut wie keine Versorgung geleistet wurde, oder weil sie bereits seit längerer Zeit chronisch krank sind.

    Und - es gibt noch einen schmerzlichen dritten Grund! Leider mussten wir die Erfahrung machen, dass Hunde auch heute noch relativ schnell bei Krankheit eingeschläfert werden. Bei vermittelten Hunden haben wir hier keinerlei Einfluss mehr. Uns wächst aber jeder unserer Schützlinge schnell so ans Herz, dass wir das Optimum für ihn tun möchten. Und das geht am besten im Team mit einer liebevollen Dauerpflegefamilie.

    So können wir mit unserem reichen Erfahrungsschatz und unseren auf alte Hunde spezialisierten Tierärzten kompetent und liebevoll begleiten und oft lange hohe Lebensqualität für den alten Hund erreichen. Wir unterstützen uns gegenseitig mit unserem Wissen und entscheiden gemeinsam, wie es weitergehen kann, immer im Interesse des Hundes. Sein Recht auf Leben und eine gute Lebensqualität sind unsere Arbeitsgrundlage.

    https://www.omihunde-netzwerk.de/


    Auch hier im Forum wird viel zu oft zur Einschläferung geraten, wenn Leute mit Problemen hier Hilfe suchen.

    Es wird immer nicht geglaubt, dass ein großer Erfahrungsschatz und ein Spezialwissen über alte Hunde die Lebensqualität eines Hundes erhöhen kann.
     
  2. miwok

    miwok Gast

    Beiträge:
    2.219
    Ich kann die Themenüberschrift nur mit einem klaren "Ja" beantworten.

    Seit Jahrzehnten nehme ich die "uralten" Hunde aus den Tierheimen auf.
    Die meisten sind krank, erfordern sehr viel Zeit und Pflege.

    Es gibt aber nichts schöneres, wenn sich die alten Hunde wieder angenommen fühlen, mit all ihren (auch negativen) Eingenschaften, und wieder Mut zum Leben bekommen und wieder richtig aufblühen. Und es gab bisher nicht einen Hund, der mit den neuen Lebensumständen nicht klar kam, oft ist es sogar eine wesentliche Verbesserung für die Hunde, wenn sie ihren Platz wechseln konnten. Stress, der durch die "alten" Besitzer auf die Hunde übertragen wurde, ist nicht mehr vorhanden, was die Hunde regelrecht aufatmen lässt und ihnen die Chance auf ein neues Leben gibt.

    Ganz fatal finde ich hier im Forum, wie schnell man TE zu einer Einschläferung/Tötung des langjährigen Freundes/Kameraden/Familienmitgliedes rät, ohne die genaue Diagnose zu kennen und ohne den Hund jemals gesehen zu haben und einen persönlichen Eindruck gewonnen zu haben.
    Oft genug haben die TE keine Antwort auf gestellte Fragen, mir sagt das, dass sie nicht genau wissen, was ihre Hunde für Krankheiten haben und was für Behandlungsmöglichkeiten es überhaupt gibt oder möglich wären.
    Die Hunde sind auch sehr verschieden, z.B.macht es dem einen nichts aus, sich mit einer Windel abzufinden, der andere Hund aber versucht diese dauernd zu entfernen.

    Da man doch die Hunde nicht sieht und die versch. Eigenschaften gar nicht kennt, frage ich mich immer wieder, wie nur kann man dann zu der Tötung raten? Die genauen Lebnsumstände des TE sind meist auch nicht bekannt. Eben nur das, was geschrieben wurde, was aber sicher nicht das ganze Leben ausmacht. Es ist nur ein Bruchteil des Lebens des TE.

    Man hat immer andere Möglichkeiten, sei es den Hund ins TH zu geben (dort wird er auf jeden Fall med. versorgt ohne dem TE Kosten zu verursachen), oder ihn tagsüber auf einen Pflegeplatz unter zu bringen, der schon Erfahrungen mit alten und/oder kranken Hunden gemacht hat.

    Mich nervt das hier im Forum auch, dass ganz plötzlich dieser Kameraden/Freund/Lebensgefährte mit Geld aufgewogen wird. Sich die Frage überhaupt stellt, ob es finanziell noch einen Sinn macht, den Hund behandeln zu lassen. Für mich persönlich stellt sich bei meinen Hunden eher die Frage, weiviel Lebensqualität haben die Hunde noch, trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen und Behinderungen? Und genau dafür kann der Halter sehr viel tun!

    Ein wirklicher Kamerad, den man über viele Jahre an seiner Seite hatte, ist niemals mit Geld aufzuwiegen!
     
  3. Benutzer585

    Benutzer585 Gast

    Beiträge:
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    Ich habe hier im Umfeld eigendlich eher die Erfahrung gemacht das zu spät eingeschläfert wurde, weil aus falscher Liebe der Mensch nicht loslassen möchte.
    Was das Forum betrifft, da ist es schwierig da einen Entscheidungstipp zu geben weil man das Tier und die Situation nicht vor Augen hat.So kann ein Tipp richtig oder falsch sein. In solchen Situationen ist es am besten man empfiehlt eine Fachklinik aufzusuchen und das abklären zu lassen.
     
  4. Rumpelwicht

    Rumpelwicht Stammuser

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    LK Hameln
    Erster Hund:
    Fiona (10), Mix
    Das ist es, was mir auch extrem sauer aufstößt. Es wird so oft gesagt "Das bringt doch nichts mehr, lass deinen Hund über die Regenbogenbrücke gehen". Jaaa. Schön. Und wie kann man über ein Forum dazu raten, den Hund einschläfern zu lassen?

    ABER auch das Gegenteil ist hier der Fall, da wird berichtet, dass man seinen Hund hat einschläfern lassen müssen und man bekommt zu hören, dass das doch gar nicht nötig gewesen wäre. Auch DAS kann niemand wissen, der den Hund nicht kennt.

    Generell kenne ich aus meinem Umfeld fast nur Hunde, die eher zu spät eingeschläfert wurden. Bzw nein, so kann man das nichtmal sagen. Ich glaube es waren meistens Fälle, in denen oftmals etwas hätte getan werden können, wenn man überhaupt mal zum TA gegangen wäre! Unsere Nachbarn z.B. sind erst gegangen, als der Hund bei jeder Berührung vor Schmerzen geschrien hat. Da war es dann in der Tat zu spät etwas zu tun.
     
  5. Rubia

    Rubia Stammuser

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    auf der Grenze zwischen Mittel- und Oberfranken
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    Ringo † 23.12.2014
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    Leo, Retriever (10)
    ... und richtig krass finde ich es, wenn der Fragesteller gar keine Hilfe sucht, sondern die Absolution zur Euthanasie erwartet.
    Genau wie die Trittbrettfahrer, die gar nicht in der Situation sind, aber vermutlich genauso wenig den Ar*** hochbekämen, wenn es ihr Problem wäre.
     
  6. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Miwok, das fällt mir auch immer auf, wie sehr die alten Hunde eine neue Chance nutzen.
    Ich hole die Hunde zum Teil aus ihrem alten Zuhause ab und sehe, wie sie wirklich alt wirken, kein Glanz ist mehr in den Augen, das Fell stumpf, die Körperhaltung gebeugt.

    Selbst wenn die Hunde nicht vernachlässigt wurden, haben sie sich aufgegeben.
    Man kann zwar die Zeit nicht zurückdrehen, aber die Hunde blühen richtig auf, wenn sie eine neue Chance bekommen. Der Glanz kehrt in die Augen zurück, sie werden lebhaft und munter.

    Hunde, die irgendwann abgegeben werden, waren meist schon eine längere Zeit ein Stressfaktor für den Besitzer. Das spüren Hunde und werden richtig depressiv.
     
  7. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Dazu muss ich nochmal etwas sagen, weil ich das schon ein paar Mal geschrieben habe.
    Das waren fast ausschließlich Fälle, in denen der Hund einen "Schlaganfall" hatte. Es ist nun mal so, dass es den Schlaganfall beim Hund praktisch nicht gibt. Wenn man eine sichere Diagnose haben möchte, dann müsste man ein CT oder MRT machen. Das wurde aber in den Fällen nie gemacht, sondern mal eben nach Augenschein entschieden: Der Hund hat einen Schlaganfall. Es wird ein Hund getötet wegen einer harmlosen Störung.

    Ich stelle immer wieder fest, dass Tierärzte schnell mal etwas behaupten ohne die nötigen Untersuchungen gemacht zu haben.

    Ich kenne auch mehrere Hunde, die mit Herzmedikamenten behandelt wurden obwohl nie ein Herzultraschall gemacht wurde oder mal ein Kardiologe aufgesucht wurde. Diese Hunde sind durch die Medikamente krank geworden, es hat sich nämlich später herausgestellt, dass die gar nichts mit dem Herzen haben.

    Zwei Hunde fallen mir auf Anhieb ein, denen ich das Leben gerettet habe, weil ich eben die Diagnose Herzinsuffizienz angezweifelt habe. Die sollten schon eingeschläfert werden.
     
  8. Pudelfreund

    Pudelfreund Stammuser

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    Ach weißt du, ich denke nicht, dass du irgendwie berechtigt bist über die Situation andere zu urteilen oder eine Absolution zu erteilen.
    Und was nützt es dem Tier eine schmerzvolle Behandlung zu unterziehen, bei der sie eventuell noch Wochen leiden und dann sterben? Außer natürlich, dass sich die Besitzer auf die Schulter klopfen können, dass sie keine Mühen und Kosten gescheut haben.
    Ich kenne aus Foren keine Leute, die den Hund einschläfern lassen, weil sie inkontinent sind oder Medikamente brauchen oder nicht mehr gut bewegen können. Die Leute gibt es sicher.
    Ob und wann eine Einschläferung Sinn macht, kann man nur an dem individuellen Tier fest machen.
     
    Yacco gefällt das.
  9. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Man kann aber an der Schilderung der Situation herauslesen, ob es überhaupt eine Diagnose gibt.
    Manche User können sehr genau auflisten, was an Untersuchungen gemacht wurde.

    Wie schon geschrieben, sind auch Tierärzte oft zu schnell mit einer Diagnose, die nur vermutet wird.
    Wenn dann hier noch Leute schreiben: Dein Hund zeigt es dir, wenn er nicht mehr will....
    dann kommt mir die Galle hoch.

    Selbst bei dem harmlosen Vestibularsyndrom macht der Hund einen wahnsinnig elenden Eindruck, weil ihm schwindelig und ****übel ist.
    Hundehalter, die sich nicht mit Krankheiten auskennen, haben dann schnell den Eindruck, der Hund "will nicht mehr leben".

    Leider befolgen viele Tierärzte den Wunsch nach Einschläferung, wenn der Hund schon älter ist.
     
  10. Benutzer582

    Benutzer582 Gast

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    Liebe Bubuka, mit deinen Fachkenntnissen hast du immer noch keine Berufung zum Professor?

    Klopf dir ruhig weiter auf die Schulter - aber wechsle auch mal zwischen links und rechts, sonst läufst du bald nicht mehr ganz rund... :smilie_ironie:


    Ist dir denn vielleicht auch schon mal der Gedanke gekommen, dass manche Leute vielleicht gar nicht lesen wollen was du alles schon so geleistet hast?

    Natürlich lese ich immer wieder gerne von dir und deinen Erfolgen...

    ...denkt sich die
    Ulla
     
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