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Was kann die Homöopathie (bei Hunden)?

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von Bubuka, 5. Februar 2016.

  1. Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Unwissen und Vorurteile sind beim Thema Homöopathie sehr verbreitet.
    Damit nicht immer wieder Threads in Diskussionen ausarten, trage ich hier mal Wissen über die Homöopathie zusammen.

    Unterschiedliche Homöopathieformen:

    Es gibt die sogenannte Hausmittelhomöopathie, die jeder selbst anwenden kann und die richtige, die klassische Homöopathie.
    Weiterhin gibt es noch Komplexmittel und Bachblüten, beides hat mit der richtigen Homöopathie nichts zu tun.

    Hausmittelhomöopathie (symptombezogene Homöopathie) wird in niedrigen Potenzen angewendet und kann durchaus helfen. Man gibt z. B. allgemein Arnica D6 bei Prellungen und Blutergüssen oder Nux Vomica D6 bei Magenbeschwerden und Übelkeit.

    Diese Hausmittelhomöopathie hat mit der richtigen Homöopathie nichts zu tun und sollte von Laien auch niemals langfristig angewendet werden und niemals in höheren Potenzen.

    Wer behandelt mit der Homöopathie?

    Da es keine Verpflichtung zur Ausbildung gibt, kann jeder die Homöopathie anwenden.
    Tierheilpraktiker, Hundetrainer, Tierärzte, Du und ich.

    Ein Tierheilpraktiker oder ein Tierarzt, der homöopathische Mittel anwendet ist noch lange kein Homöopath. (Ich verwende der Einfachheit halber nur die männliche Form, meine damit aber auch Heilpraktikerinnen, Tierärztinnen und Homöopathinnen.)

    Ein Tierheilpraktiker macht in der Regel erst einmal eine Grundausbildung.

    Diese umfasst unter anderem:
    Anatomie und Physiologie bei Hund, Katze, Pferd
    Untersuchungsmethoden, Diagnostik, Labordiagnostik
    Pathologie, Infektionskrankheiten, meldepflichtige Krankheiten
    Kenntnisse in erster Hilfe, Tierpsychologie, Hygiene, Praxisführung usw.
    Das alles ist sehr umfangreich und vermittelt trotzdem nur Grundlagenwissen.

    Dann werden alle möglichen Therapiemethoden angeschnitten.
    Man macht mal ein paar Stunden Akupunktur, Bachblüten, Phytotherapie, Ernährung, artgerechte Haltung, Homöopathie, Schüssler-Salze usw.

    Diese Ausbildung dauert circa 3 Jahre und wird mit einer Prüfung abgeschlossen.
    Die meisten THP eröffnen dann eine Praxis und fangen an, Krankheiten zu behandeln.

    Ein Homöopath
    macht nach dieser Grundausbildung noch eine zusätzliche mindestens 3-jährige Ausbildung in klassischer Homöopathie. Diese vermittelt auch nur Grundkenntnisse. Es ist eine lebenslange Weiterbildung und Austausch in homöopathischen Arbeitskreisen notwendig, um richtig gut zu werden.

    Auch ein Tierarzt, der die Homöopathie richtig anwenden will, kommt um eine mehrjährige Ausbildung in der klassischen Homöopathie nicht herum.

    Dass da die richtigen Homöopathen dünn gesät sind, ist wohl verständlich. Man muss in die Ausbildung sehr viel Zeit und Geld investieren.

    Wie erkennt man einen Homöopathen?

    Wie man oben sehen kann, erkennt man einen richtigen Homöopathen an seiner langjährigen Ausbildung in der klassischen Homöopathie. Es gibt dafür extra Schulen oder gesonderte Lehrgänge an Heilpraktikerschulen.
    Bietet jemand in seiner Praxis verschiedene Therapiemethoden an, wie z. B. Akupunktur, Bachblüten, Phytotherapie, Bioresonanz, Tierkommunikation, Reiki usw., dann hat er sich nicht spezialisiert.

    Mit der Entscheidung zu der umfangreichen Ausbildung in der klassischen Homöopathie bleiben andere Therapiemethoden auf der Strecke. Sie sind auch nicht nötig, weil kaum eine Methode an die Heilmöglichkeiten der Homöopathie heranreicht.

    Was kann die Homöopathie?

    Die richtige Homöopathie in den Händen eines gut ausgebildeten Therapeuten ist mindestens so erfolgreich wie die Schulmedizin.
    Wer glaubt, sie wäre nur eine zusätzliche Alternative, die bei harmlosen Beschwerden eingesetzt wird, kennt die Homöopathie nicht.
    Die Erfolgsrate der Homöopathie liegt bei circa 80 Prozent.

    Immer mehr Tierärzte erkennen die Grenzen in der Schulmedizin und entscheiden sich aus diesem Grund nochmal ein mehrjähriges Studium der klassischen Homöopathie auf sich zu nehmen.

    Das hat für diese Tierärzte keinen großen finanziellen Nutzen, weil die Behandlungen kostengünstig sind und in vielen Fällen schnell und dauerhaft heilen. Es steckt also wirkliche Überzeugung hinter dieser Entscheidung.
     
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  2. Benutzer559

    Benutzer559 Gast

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    War Werbung im Forum nicht verboten?


    Homöopathie ist einfach eine Möglichkeit Zucker und Wasser überteuert ans leichtgläubige Volk zu bringen... Sonst gäbe es schon längst seriöse, belastbare Doppelblindstudien, die die Wirksamkeit belegen.
    Aber wenns mal nicht funktioniert, es dem Tier immer schlechter geht, es leidet wie, naja, ein Hund, dann war der Homöopath garantiert nicht richtig ausgebildet, oder es war die Erstverschlimmerung, oder man glaubt nicht fest genug :happy33:

    Wer sich für alternative Medizin interessiert, sollte sich in die Phytotherapie einlesen. Hier gibt es zu diversen Wirkstoffen (wie sie in den verwendeten Pflanzen nachgewiesen vorkommen) pharmazeutische Studien, die die Wirksamkeit belegen. Ausserdem ist die unterstützende Wirkung von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen inzwischen entsprechend belegt.
    Aber das ist nie eine Alternative zur Schulmedizin, immer nur (!) eine Ergänzung.
     
  3. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

    Beiträge:
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    Hier zitiere ich mal Tierärzte, die sich für die Homöopathie entschieden haben:

    Zitat:

    "Mein Weg zur Homöopathie

    In der alltäglichen Praxis gab es immer wieder Patienten mit den gleichen Problemen, ob Ohrenentzündungen, Durchfälle, oder Gelenkschmerzen und Juckreiz u.v.m. Anfangs halfen das Antibiotikum und die Ohrensalbe, aber nach kurzer Zeit waren die gleichen Symptome wieder da. Ein Wechsel der Mittel verschaffte teils kurzzeitigen Erfolg, aber eine vollständige Gesundung des Tieres erfolgt oft nicht.

    Bei den chronischen Lahmheiten stellen die Antiphlogistika auch nicht die Dauerlösung dar, weil die Schmerzen nur teilweise gelindert werden können und die Schmerzmedikamente teils heftige Nebenwirkungen u.a. auf den Magen –Darmtrakt hervorrufen Extreme Unzufriedenheit stellt sich bei allen Beteiligten ein, wenn Tiere an Unverträglichkeiten, Allergien und Autoimmunerkrankungen leiden.

    Die Dauerverabreichung von Cortison führt zwar zum Aufhören des Juckreizes, aber das Tier hat extremen Appetit, schwemmt auf und weitere Nebenwirkungen können auftreten, wie: das sogenannte Cushing-Syndrom mit Vollmondgesicht, Stiernacken, Gesichtsrötung und brüchigen Hautgefäßen, Blutdruckanstieg, Blutzuckererhöhung, Erhöhung der Blutfettwerte, gesteigerte Infektanfälligkeit, Gewichtszunahme, Wassereinlagerung im Gewebe, Osteoporose

    Diese und viele weitern Erfahrungen waren für mich als Tierarzt sehr frustrierend. Mein Ziel zu Heilen erwies sich in vielen Fällen als nicht erreichbar und wurde ersetzt durch eine endlose Folge von lediglich lindernden Maßnahmen.


    Die Homöopathie löst für mich das Dilemma besonders elegant durch eine individuell angepasste Behandlung. Diese erfasst den ganzen Patienten. Sie bringt einen echten Gesundungsprozess in Gang."

    http://www.tierarztpraxis-eichsfeld.de/homoeopathie.html


    Zitat:

    "Die Homöopathie ist trotz aller Anfeindungen, aller Missverständnisse und aller hausgemachter Schwächen nach wie vor

    die Medizin der Zukunft."

    http://tierarztpraxis-wiebusch.de/homoeopathie/homoeopathie-medizin-der-zukunft#more-30



    Die Veterinärhomöopathin Frau Dr. Nowotzin behandelt seit 20 Jahren Nutztiere.

    Sie behandelt auch erfolgreich Augenerkrankungen, die keineswegs als harmlos bezeichnet werden können.

    Zitat:

    "Ja, natürlich und mit sehr gutem Erfolg sagt und zeigt die erfahrene Veterinärhomöopathin Frau Dr. Nowotzin in diesem Seminar.

    Von "simpler" Konjunktivitis, über Hornhautverletzung, ulzerativer Keratitis, Erkrankungen der inneren Teile des Auges: Glaukom, Katarakt, Blutungen in die innere Augenkammern, bis hin zu Erkrankungen des Nervus opticus werden die verschiedenen Krankheitsbilder diagnostisch differenziert und die jeweiligen homöopathischen Medikamente je nach Causa: ob aufgrund von Verletzung, von Infektion oder ob dem Ganzen eine Stoffwechselstörung unterliegt, unterschieden und vermittelt.

    Sie werden es sehen – alle Formen von Pathologie am Auge können selbstverständlich homöopathisch sehr erfolgreich behandelt werden."

    http://www.cavallo.de/klassische-ho...ndeln-–-geht-das-ueberhaupt.449455.233219.htm


    Zitat:

    "In meiner Tierarztpraxis werden täglich sowohl akute als auch chronische Fälle vorgestellt. In beiden Fällen bietet die klassische Homöopathie eine Therapiemethode erster Wahl.

    Der Vorteil dieser Therapieform liegt in der sanften, schnellen und vor allem vollständigen Heilung des Geschehens.

    Akute Erkrankungen:

    Akute Erkrankungen, wie zum Beispiel Ohrenentzündungen, Blasenentzündungen, Entzündungen der Gelenke, Bindehautentzündungen, Analdrüsenentzündungen, Verletzungen, Eiterungen, Durchfall, Erbrechen, Schock, Husten oder Hautentzündungen heilen innerhalb von Minuten, bis zu einigen Tagen."

    http://www.heiltierarzt.de/klassische-homoeopathie/tierarzt.htm
     
  4. Benutzer559

    Benutzer559 Gast

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    Es gibt zig Tierärzte, allein bei uns auf dem Dorf haben wir drei. Da sucht sich natürlich jeder seine Marktlücke. Wer durch Leistung nicht überzeugen kann, springt halt auf den Esotherik Zug auf. Werbung ist schon ordentlich vorhanden, da muss man nur noch nutzen. Und Lieschen Müller vertraut der Werbung...
     
  5. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Das ist richtig, die Pflanzentherapie ist eine Unterstützung für den Körper. Sie ist in der Tat nur eine Ergänzung zur Schulmedizin.
     
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  6. Beaglefan

    Beaglefan Stammuser

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    Ich habe damit auch gute Erfahrungen gemacht bei Mensch & Tier.
    Finde es sehr schade, dass man von manchem quasi als Depp hingestellt wird, nur weil
    man sich nicht nur an die Schulmedizin wendet. "Wer heilt, hat recht" gilt für mich, da
    isses mir egal ob man da Wirkstoff nachweisen kann oder nicht.
    Wie oft hab ich schon schulmedizinische Medikamente angewendet, ohne Erfolg - dafür mit krassen
    Nebenwirkungen.. Trotzdem verteufel ich sie nicht, bleibe aber immer offen für Alternativen.

    Bisher sind Globuli das Einzige, was bei mir einen Herpesausbruch verhindern kann. Da ich seit
    Geburt davon betroffen bin, hab ich über 30 Jahre Erfahrung mit allerlei Behandlungen bei diesem Virus.
    So, nun sind es nun mal die Globuli, die tatsächlich wirken - vermutlich nur, weil ich dran glaube - gell?
    An die ganzen Tabletten und Cremes vom Arzt hab ich genauso geglaubt und auf schnelle Heilung gehofft -
    hat aber nichts gebracht.. Und nun??
     
  7. Benutzer559

    Benutzer559 Gast

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    Tja, der Placebo Effekt ist nachgewiesen. Die Wirkung der Homöopathie nicht. Bei mir (und meinen Tieren) hat noch keins der Zuckerkügelchen was gebracht. Und ja, das kam von einem "richtigen" Homöopathen mit hübschen Zertifikaten und gaaaanz langer, teurer Schulung.

    Wer das Zeug für sich selbst nimmt, bitte. Ich finde es aber höchst verwerflich das Leben eines Schutzbefohlenen (ob Kind oder Haustier) zu riskieren, weil Mama an irgendeinen Humbug glaubt, der gut vermarktet wird...
     
  8. T S
    Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Die Homöopathie findet immer mehr Anwendung in der Landwirtschaft, weil sie sehr gut wirkt und zudem sehr kostengünstig ist.



    http://www.agrarheute.com/news/ratgeber-homoeopathie-milchviehhaltung


    Landwirte haben sicher mit Esoterik nichts am Hut. Hier zählt der Nutzen- und Kostenfaktor.
     
  9. Beaglefan

    Beaglefan Stammuser

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    Den Placebo-Effekt kenn ich wohl, bei Tieren nennt man es übigens Care-Effekt.
    Aber sag mir doch bitte, warum helfen die Zuckerkügelchen und nicht all die Dinge vom Arzt, an deren
    Wirkung man ja schließlich auch glaubt?!
     
  10. Benutzer559

    Benutzer559 Gast

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    Na, dann muss es ja funktionieren :happy33:
     
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