Warum Barsoi?

Kade1301

Newbie
"Schuld" ist ein Buch, das meine Oma hatte, da war ein Barsoi drin, der seinem Frauchen die Pfoten auf die Schultern legte. Seitdem fasziniert mich die Rasse (so ca. 50 Jahre lang). Aber zuerst mal kam ein Berner Sennenhund ins Haus, dann hatte ich nie Zeit für einen Hund. Jetzt arbeite ich überwiegend zu Hause (auf einem Resthof mit 2,7 ha Land) und kann mir die Zeit frei einteilen.

Ausserdem habe ich es satt, dass hier jeder reinmarschiert, wie er Lust hat - als ich letztes Jahr hinterm Haus plötzlich dem Dachdecker gegenüberstand, kam wieder ein ernsthafter Wunsch nach einem Begleiter mit scharfen Zähnen auf (nee, ich will nicht, dass mein Hund Leute beisst - oder auch nur verbellt, ich hasse Beller - aber ich denke, wenn sich erst mal rumspricht, dass hier ein grosser Hund lebt, hat sich das Problem von selbst erledigt.) Ich hab' also auf den Tierheim-Seiten geschaut, wer alles auf Adoption wartet, aber die Auswahl an grossen Hündinnen ist nicht gross.

Es muss eine Hündin sein, weil ich schon einen (kastrierten) Kater habe, der spritzt, um sein Territorium zu markieren. Wettpinkeln brauche ich nicht... Gross muss sein, weil ich mich nicht gerne runterbeuge zum streicheln - mir waren die Berner Hündinnen schon zu klein. Auf der Hundeausstellung in Angers (eine der Besucher-unfreundlichsten, die ich je gesehen habe - es gab nicht mal Kataloge zu kaufen!) hab' ich mit einigen Leuten geredet - Barsoi-Züchtern und anderen. Wobei mir die Herdenschutzhunde aber eigentlich zu massig sind (wenn so ein Hund sich bei mir umdreht, fegt der Schwanz den Couchtisch ab) - ausserdem heisst es von den Montagne de Pyrenées (das sind die grossen weissen), dass sie in der Ebene aggressiv werden, wenn sie keine "Arbeit" haben (genau genommen hat mich schon vor Jahren ein Besitzer gewarnt, dass die auch in den Bergen aggressiv sind und man sich ihnen tunlichst nicht nähern soll - aber da ist es ihr Job...) und ich weiss nicht, ob die von der anderen Bergseite so viel anders sind (die Portugiesen sind aber wunderschön...). Dogo Argentino ist ein Jagdhund, ausserdem mir zu weiss, zu kurzhaarig und zu klein. Dogue de Bordeaux hätte den Vorteil weniger Bewegung zu brauchen und schön abschreckend zu wirken (obwohl berühmt friedlich), aber auch kurzhaarig - und sabbernd. Mastiff und Bullmastiff auch kurzhaarig, massig, und dazu noch stur - und ich brauche keinen 50 kg-Hund der auf dem Spaziergang plötzlich in Streik tritt weil es zu heiss ist und mich das Auto holen lässt... (hat mir eine Besitzerin erzählt)

Nach allem, was ich gelesen habe, sollen Windhunde sehr angenehme Hausgenossen sein - ein paar mal richtig rennen, und den Rest der Zeit auf dem Sofa (eigentlich habe ich ja seit letzem Frühjahr ein Hundebett in der Wohnzimmerecke, aber ich kann auch noch mal umräumen - ich habe meinen Fernsehsessel sowieso satt - und ein Ledersofa aufstellen. Gibt's gebraucht ganz billig...) Rennen kann er auf meiner Wiese - ich denke, dass auch ein Hund nicht so schnell durch E-Drahtzaun mit Dornenhecke dahinter geht. Wenn er dabei ein Kaninchen erwischt, ist das nicht tragisch... (natürlich auch in Frankreich verboten, aber...) Wie ich das mit meinen Hühnern und Schafen regle, werde ich sehen - erstere wahrscheinlich einsperren. Ausserdem habe ich in 30 km Entfernung einen Coursing-Platz, in 90 km Entfernung eine Hunderennbahn, und in 16 und 25 km Hundeclubs mit Agility, in ersterem wohl auch das komplette Schutzhundeprogramm, aber die Leute gefielen mir weniger. Und (fast) alle Windhunde, die ich bis jetzt gesehen habe, haben mir auch gut gefallen (einzige Ausnahme war ein sehr ängstliches Whippet - und der Barsoi-Championrüde, der eine Knieaktion hatte wie ein Hackney): in Nantes gibt es ein Fahrradgeschäft mit Whippet auf dem Sofa - das hat mit keiner Wimper gezuckt als ich reinkam.

Also Windhund, aber welchen? Irish Wolfhound ist meiner Meinung nach zu gross gezüchtet (im Coursing-Club ist einer, der läuft aber nicht) - schade eigentlich, es wäre ein Züchter praktisch nebenan. Scottish Deerhound gefiele mir besser, ist aber noch viel seltener, und kein Züchter in erreichbarer Nähe. Afghanen sind tolle Hunde, aber so viel Zeit wollte ich für Fellpflege dann doch nicht aufwänden... Saluki gefielen mir immer sehr gut, aber erstens hat sich das im Lauf eines Renntages erledigt (es sind sehr viele Salukis hier im Club) - inzwischen finde ich, dass sie sehr deprimiert schauen. Ausserdem habe ich von Besitzern gehört, dass man die Hündinnen sterilisieren lassen sollte, weil sie vor und nach der Läufigkeit deprimiert sind und dazwischen Scheinschwangerschaften haben - aber nach der Sterilisation wachsen die Haare wie beim Afghanen... Greyhound und Galgo sind mir zu kurzhaarig, ausserdem sind die letzteren, die auch in Frankreich als gerettete Hunde vermarktet werden, ja mit ernsthafter Jagderfahrung - muss ich dann doch nicht haben. Wenn ich in England/Irland/USA lebte, würde ich vielleicht einen Greyhound von der Rennbahn holen - einfach weil die Auswahl da so riesengross ist, dass eigentlich auch erwachsen der "ideale" Hund für mich dabei sein sollte - aber hier gibt's relativ wenige Greyhounds (gezüchtet oder "gerettet").

Mit der Barsoizucht liegt zwar einiges im Argen (hier in der Gegend sahnen auf den Ausstellungen zwei Zuchten ab - Hermitage d'Eole, die lassen ihre Hunde nicht mehr richtig rennen, weil das "das Herz kaputtmacht", und Grand Fresnoy, die haben in Rennes den trippelnden Rüden vorgestellt. Und in Angers ihren Champion für den Junior-Handler-Wettbewerb an ein fremdes Kind ausgeliehen, und das Kind hat den Hund dann weitergereicht an ein anderes, und die Besitzer waren stolz darauf, wie brav der Hund mit jedem Fremden mitgeht. Für mich ist aber noch ein weiter Schritt von "der Hund ist an Menschen gewohnt und hat keine Angst vor Leuten, die er nicht kennt" und "der Hund geht mit jedem mit, der die Leine in der Hand hält". Letzteres will ich nicht!) aber die Hunde gefallen mir immer noch. Und es gibt eine Züchterin in 120 km Entfernung, deren Einstellung und Hunde mir gut gefallen (sie hat mich nach E-Mail-Kontakt eingeladen), da habe ich mich für einen Welpen angemeldet. Er ist nur leider noch nicht mal im Bauch :( (die Hündin ist überfällig mit der Läufigkeit). Im Notfall gäb's aber noch eine "Leistungszucht" nicht allzuweit weg...

Hat das jemand bis zum Ende gelesen? Noch Fragen offen?
 

foxymaus

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Ja, habe ich. Ist der Beitrag und Deine Einstellung zum Hund eigentlich ernst gemeint😳🙄? Wenn ja, solltest Du doch lieber auf einen Hund verzichten. Mehr sage ich nicht dazu.
 

Bananenhamster

Stammuser
@foxymaus warum denn?
OK, ob der Kater u ein Rüde sich jetzt ein Wettpinkeln liefern würden glaube ich eher nicht aber letztlich auch egal. Andere wollen keinen Rüden weil die Hoden stören.
Das die windigen im Haus angenehm ruhig sind, gerne Sofahunde und dafür aber draussen die Gelegenheit haben wollen sich auszuleben habe ich auch schon oft gehört. Der Wille dies zutun ist ja scheinbar da, sonst hätte man sich nicht nach Coursingbahn usw erkundigt.
Ob man einen großen Hund oder eine Miniversion haben möchte ist ja auch jedem überlassen.
Ich mag kompakte Hunde. Für mich Zuhause nicht kleiner als 35 cm aber vermutlich auch nicht größer als 60 cm.
Größer gibt's bei mir erst wenn ich bei meinem Lebensgefährten wohne, dann soll mal ein Gordon Setter einziehen.
Die TE mag halt richtig große Hunde. Ist ja nicht verkehrt.
Der Hund soll nicht als Wachhund im Zwinger und nur im Hof leben, sondern sie nimmt den netten Nebeneffekt : Es latscht nicht jeder hier rein wenn er weiß dass da ein großer Hund lebt, als kleines zusätzliches Schmankerl.
Usw.
Falls ich nicht etwas überlesen oder eklatant falsch verstanden habe sehe ich da erstmal nichts schlimmes.
Bei mir sind es die Setter und die großen Spaniel, denen mein Herz gehört, bei ihr offenbar die großen Windigen.
 

Tiffany

Stammuser
JawollJa - alles gelesen und verstanden.

Aber was soll man nun dazu sagen?
Deine Entscheidung ist ja bereits gefallen ;)


Also dann viel Glück mit dem zukünftigen Riesen-Windhund 👍
Möge sich der Welpi so entwickeln, daß es mit der Familie und den Lebensumständen zusammenpaßt.
 

Wautzi

Stammuser
Erster Hund
BalouDackelMix8.3.11
Zweiter Hund
Mogli, JRT,21.10.12
Dritter Hund
HermanPodiMix16.6.14
Ich habe deinen Text bis zum Ende gelesen und du hast auf jeden Fall gut recherchiert und viele andere sehr große Hunderassen ausgeschlossen. Ich kann auch verstehen, dass du sehr große Hunderassen magst.

Ich glaube aber, dass allein die Größe eines Hundes keine ungebetenen Handwerker abschrecken wird. Der Barsoi gilt als still und sanftmütig. Das hört sich für mich danach an als würde er dem Handwerker den Weg zum Haus zeigen. Und dann spricht sich irgendwann rum, dass bei dir zwar ein großer Hund lebt, der aber total nett ist.😉 Nur mal so als Anregung...

Wenn ich nach einem Hund suchen würde, der ungebetene Besucher abschreckt und sehr groß ist dann würde mir nicht der Barsoi einfallen sondern der Hovawart. Aber der bellt auch mal und die Rasse ist wohl charakterlich auch nicht ganz einfach.
 

Kade1301

Newbie
Tiffany, du brauchst gar nichts dazu zu sagen - ich hab' die Geschichte hier nur ausgebreitet, weil mich Hermelin im Vorstellungsthread ausdrücklich darum gebeten hatte.

Falls aber jemand hier persönliche Erfahrungen mit Barsois - oder anderen Windhunden - hat, sagt mir bitte, ob ich mit meinen Erwartungen und wünschen weit daneben liege!

foxymaus, mich würde auch interessieren warum du findest, warum ich keinen Hund haben sollte????

Bananenhamster - ich weiss natürlich auch nicht, ob Velcro und der Barsoirüde im Endeffekt wirklich ihre Markierungen übereinandersetzen würden - aber es ist ein Risiko, das ich einfach nicht eingehen will - vor allem, wo es sich so leicht vermeiden lässt. Denn wenn sie's doch tun - was mach' ich dann??? Ausser putzen, und das ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung. Mal abgesehen davon, dass die Züchterin, von der ich einen Welpen will meint, dass Barsoirüden für Erstlingshalter nicht zu empfehlen sind...

Wautzi, wenn die Leute sich nicht abschrecken lassen, macht's auch nichts - obwohl ich denke, Barsois sind hier so selten, dass sie gar keinen Ruf haben - also auch nicht als still und sanftmütig gelten. Mal abgesehen davon - ich gehe in keinen Hof, in dem ein grosser Hund frei rumläuft, wenn der Besitzer nicht präsent ist - egal wie nett der Hund angeblich sein soll. Weil für mich jeder Hund das Recht hat, sein Territorium zu bewachen...
 

Bananenhamster

Stammuser
@Kade1301 ich wollte dich mit meiner Antwort bzgl Kater/Rüde nicht anmachen. Sondern eigentlich im Gegenteil herausstellen das es eine genauso akzeptable Begründung ist wie sie andere auch vorbringen wenn sie zb sagen das sie keinen Rüden wollen wegen des Gebaumels oder weil die Köpfe zu wuchtig, massig sind oder sonst was.
Ich bin gespannt wie das wird mit dir und deinem Barsoi. Ich glaube für mich sind die windigen nicht die richtigen Rassen. Wir passen nicht zusammen.
Auf Fotos wirken Barsoi, auf mich, immer so komisch......mmh....strubbelig? Ist irgendwie nicht ganz das richtige Wort. Vielleicht eher uneinheitlich was das Fell angeht. Da so lang, da kurz, hier so wellig, da ganz glatt, usw.
Aber ich habe auch noch nie einen Barsoi in echt gesehen. Wusste auch lange nicht das die Rasse aus Russland stammt. Hatte sie immer in die Ecke Afghanen verortet.
Ich bin gespannt auf den kleinen Größen Welpen.
 

TinaH

Stammuser
Erster Hund
Neo/PdAE (2009)
Zweiter Hund
Willow/PdAE (2011)
Dritter Hund
Smilla/´PdAE (2015)
Puuuh, viel Input einiges durchdacht, anderes kommt mir sehr blauäugig vor.
Was davon, schreibe ich mal in Kurzfassung, vielleicht lässt dich das ja noch etwas mehr in die Tiefe gehen und wirft einen anderen Blickwinkel auf einige Dinge.

1. Ich bezweifele dass Hunde und Katzen sich ein Wettpinkeln liefern.

2. Wenn man auf einem Resthof mit Hühnern und Schafen lebt, gehe ich mal davon aus, dass man tierlieb ist. Das sollte Hasen aber mit einschliessen. Wenn man eine Rasse hat die gern jagt sollte es selbstverständlich sein, nicht so lax mit dem Thema umzugehen. Meine Schwiegereltern haben schon immer Jagdhunde gehabt und sie immer so ausgebildet, dass Jagd und Privat getrennt gehändelt werden konnte. Ich weiß nicht, inwieweit das mit Windhunden machbar ist, aber da kann man sich ja mit "Rasseexperten" austauschen - Rennbahn ist Arbeit / Freizeit ist Freizeit.

3. Zu kurzes Fell, zu langes Fell, zu laut, zu klein, zu massig...... man sollte sich nicht so stark auf das Aussehen versteifen, weil dann die inneren Werte zu kurz kommen könnten. Ich wollte z.B. immer einen großen Hund (nicht, weil ich zu faul bin mich zu bücken, sondern weil mir Irish Wolfhound und Doggen sehr gefallen). Letztendlich bin ich aufgrund des passenden Charakters bei einer mittelgroßen Rasse gelandet und plötzlich ist die Größe völlig einerlei. Denn die Rasse hat alles an Eigenschaften, die für mich perfekt sind. Und wenn ich keinen Bock auf bücken habe, kuscheln wir eben auf dem Sofa oder ich lasse sie auf meinen Arm springen. ;)
D.h., man sollte auch Abstriche machen können, egal ob bei Farbe, Bellfreudigkeit oder wo man eben Abstriche machen kann.

4. Die Größe eines Hundes schreckt keine unwillkommenen Gäste ab, wenn der Hund ein total menschenlieber, freundlicher Hund ist. Bekannte hatten einen riesigen schwarzen Hund (groß und dazu schwarz soll ja angeblich der Schrecken aller Menschen sein), der allerdings so dermassen lammfromm war, dass er mit fremden Menschen mitgelaufen ist. Die Besitzer hatten das nicht einmal bemerkt. Erst als der alte Mann irgendwann bei ihnen klingelte und sagte, dass der Hund so toll wäre, denn er würde ihn jeden Tag an eine Schnur binden und mit zum Spaziergang nehmen.
An meine traut sich dagegen keiner ran, obwohl sie nur zwischen 45 und 50 cm groß sind.

5. Mir ist das zu viel "habe gehört"....besser wäre es, wirklich mit Leuten zu reden, die die betreffenden Rassen richtig gut kennen, z.B. Züchter.
Diese Sterilisationsgeschichte beim Saluki z.B. finde ich mehr als fragwürdig. Jede Hündin macht während der Läufigkeit eine Hormonumstellung durch, das ist nicht rasseabhängig. Manche Mädels sind dann einfach ruhiger und schlafen mehr (das macht auf Menschen den Eindruck, der Hund wäre deprimiert, weil er sich einfach anders verhält als sonst), manche werden zickig, anderen merkt man gar nichts an (wie meinen z.B.). Auch Scheinschwangerschaften sind in der Regel nicht unnormal, bei einigen merkt man sie gar nicht, andere zeigen deutlichere Anzeichen und manchmal (aber bei weitem nicht immer) ist es wirklich heftig, so dass eine Kastration besser ist, wenn sich das durch jede Läufigkeit zieht. Allerdings kenne ich persönlich mehrere Hundert Hündinnen und nur wirklich einen Fall, bei dem das so extrem war.

Ich würde, anstatt auf Tipps einzelner zu hören, die dann doch oft nur wenige Exemplare einer Rasse kennen, Züchter besuchen und mir die Rasse live vor Ort anschauen, verbunden mit einem Spaziergang.
Ausstellungen sind super, wenn man verschiedene Rassen angucken will, den Charakter sieht man aber tatsächlich erst im privaten Umfeld.
Eine meiner Hündinnen z.B. findet fremde Menschen definitiv nicht zum Mitgehen und Besucher können hier nicht einfach reinlatschen (sie ist nicht aggressiv, zeigt aber, dass ein Fremder da ist und hält ein Auge auf ihn). Aber auf Ausstellungen war sie immer die totale Rampensau, hat sich von jedem betatschen lassen und es total genossen.

Wenn die Hündin noch nicht tragend ist - umso besser. Fahr vorher hin, lern sie beim Spaziergang kennen, frag die Züchter aus und schau dann, ob die Rasse passend ist. Ist erst mal die Wampe da fährt die Hündin irgendwann ihre Leistung niedriger und das verfälscht das Bild der Rasse. Sind schon Welpen da hat man nur einen Blick für die Zwerge und kein Auge mehr dafür, wie die Rasse denn überhaupt als Erwachsene sind.
 

Kade1301

Newbie
Bananenhamster, keine Angst, ich hab' mich von dir nicht angemacht gefühlt. Wollte aber klarstellen, dass ich mir eben schon Gedanken mache...

Das Barsoi-Fell soll uneinheitlich sein, und ich habe gerade gelesen ( http://www.barsois-zu-elben-äiken.de/zucht/standard/standard.html ), dass es dafür praktische Gründe gibt: Lange Haare an den Beinen und an der Brust, damit der Fuchs, bzw. Wolf (wobei es unterschiedliche Meinungen gibt, inwieweit der Barsoi überhaupt zur Wolfsjagd eingesetzt wurde), wenn er sich wehrt, ein Maul voller Fell bekommt und der Hund unverletzt bleibt. Und überall sonst ein (relativ) kurzes, pflegeleichtes Fell, in dem sich keine Zweige und Kletten ansammeln (und unter dem der Hund im Sommer auch nicht überhitzt). Wobei Hündinnen meistens weniger langes Fell haben als Rüden und manche ihre Haare nach der Läufigkeit ziemlich komplett abwerfen. Ich hab' mir das European Borzoi Jahrbuch 2018 gekauft - da sind Fotos von Hunden mit allen Fellvarianten drin (das Heft besteht fast aussschliesslich aus Fotos von Ausstellungen - und Anzeigen von Züchtern. Für mich trotzdem - oder gerade deswegen - interessant).

Ist schon klar dass Windhunde nicht für jeden sind - ich könnte dafûr keinen Border Collie haben ;) Und Deutschen Schäfer wollte ich auch keinen...
 

foxymaus

Stammuser
Eigentlich wollte ich nichts mehr dazu sagen.
Auch meine NR.1 war der Barsoi und Schuld war auch mein erstes Hundebuch (über 50 Jahre her). Er ist auch heute noch ganz vorn. Aber es passen weder die Wohnverhältnisse noch der Wohnort (Großstadt). Mitlerweile paßt auch mein Alter für so einen großen Hund nicht mehr.
Was mich stöhrt, sind ganz einfach diese Aussagen:

"Kade1301, post: 1066788, member: 20288"]

Ausserdem habe ich es satt, dass hier jeder reinmarschiert, wie er Lust hat - als ich letztes Jahr hinterm Haus plötzlich dem Dachdecker gegenüberstand, kam wieder ein ernsthafter Wunsch nach einem Begleiter mit scharfen Zähnen auf (nee, ich will nicht, dass mein Hund Leute beisst - oder auch nur verbellt, ich hasse Beller - aber ich denke, wenn sich erst mal rumspricht, dass hier ein grosser Hund lebt, hat sich das Problem von selbst erledigt.)
Scharfe Zähne soll er haben, aber beißen oder bellen soll er nicht? Nur etwas darstellen? Spricht sich aber auch rum.

. Gross muss sein, weil ich mich nicht gerne runterbeuge zum streicheln - mir waren die Berner Hündinnen schon zu klein.
Na ja. Gut.
. Wobei mir die Herdenschutzhunde aber eigentlich zu massig sind (wenn so ein Hund sich bei mir umdreht, fegt der Schwanz den Couchtisch ab)
Und beim Barsoi nicht? Hat der keine Rute?

- ausserdem heisst es von den Montagne de Pyrenées (das sind die grossen weissen), dass sie in der Ebene aggressiv werden, wenn sie keine "Arbeit" haben (genau genommen hat mich schon vor Jahren ein Besitzer gewarnt, dass die auch in den Bergen aggressiv sind und man sich ihnen tunlichst nicht nähern soll - aber da ist es ihr Job...) und ich weiss nicht, ob die von der anderen Bergseite so viel anders sind (die Portugiesen sind aber wunderschön...).
Kann doch aber bei allen Arbeitsrassen (und nicht nur bei denen) passieren, wenn sie nicht ausgelastet (gefordert und gefördert) werden. Es sind nun mal keine Sofahündchen.
Dogo Argentino ist ein Jagdhund, ausserdem mir zu weiss, zu kurzhaarig und zu klein.
Dogue de Bordeaux hätte den Vorteil weniger Bewegung zu brauchen und schön abschreckend zu wirken (obwohl berühmt friedlich), aber auch kurzhaarig - und sabbernd.
Mastiff und Bullmastiff auch kurzhaarig, massig, und dazu noch stur - und ich brauche keinen 50 kg-Hund der auf dem Spaziergang plötzlich in Streik tritt weil es zu heiss ist und mich das Auto holen lässt... (hat mir eine Besitzerin erzählt)
Kurz und gut.
Er soll also scharfe Zähne haben, nicht beißen, nicht bellen, er soll repräsentieren oder etwas darstellen, was er nicht ist, groß muß er sein, damit man sich nicht runter beugen muß, die Rute darf den Tisch nicht abräumen (kann dass nicht bei allen größeren Hunden passieren?),sabbern darf er nicht, wenig Bewegung und abschreckend wäre gut (und dann einen Barsoi?)
Nach allem, was ich gelesen habe, sollen Windhunde sehr angenehme Hausgenossen sein - ein paar mal richtig rennen, und den Rest der Zeit auf dem Sofa (eigentlich habe ich ja seit letzem Frühjahr ein Hundebett in der Wohnzimmerecke, aber ich kann auch noch mal umräumen - ich habe meinen Fernsehsessel sowieso satt - und ein Ledersofa aufstellen. Gibt's gebraucht ganz billig...)
Ob der Hund dann auch zum Sofa passen wird?

Rennen kann er auf meiner Wiese - ich denke, dass auch ein Hund nicht so schnell durch E-Drahtzaun mit Dornenhecke dahinter geht.
Die Wiese wird wohl kaum reichen, egal wie groß sie ist.
Wenn er dabei ein Kaninchen erwischt, ist das nicht tragisch...
Nein, nur für das Kaninchen.
Ausserdem habe ich in 30 km Entfernung einen Coursing-Platz, in 90 km Entfernung eine Hunderennbahn, und in 16 und 25 km Hundeclubs mit Agility, in ersterem wohl auch das komplette Schutzhundeprogramm, aber die Leute gefielen mir weniger.
Die Hundesportarten dürften m.M.n. doch ziemlich ungeeignet für einen Barsoi sein, außer die Rennbahn natürlich.
in Nantes gibt es ein Fahrradgeschäft mit Whippet auf dem Sofa - das hat mit keiner Wimper gezuckt als ich reinkam.
Also Windhund, aber welchen? Irish Wolfhound ist meiner Meinung nach zu gross gezüchtet (im Coursing-Club ist einer, der läuft aber nicht) - schade eigentlich, es wäre ein Züchter praktisch nebenan. Scottish Deerhound gefiele mir besser, ist aber noch viel seltener, und kein Züchter in erreichbarer Nähe. Afghanen sind tolle Hunde, aber so viel Zeit wollte ich für Fellpflege dann doch nicht aufwänden... Saluki gefielen mir immer sehr gut, aber erstens hat sich das im Lauf eines Renntages erledigt (es sind sehr viele Salukis hier im Club) - inzwischen finde ich, dass sie sehr deprimiert schauen. Ausserdem habe ich von Besitzern gehört, dass man die Hündinnen sterilisieren lassen sollte, weil sie vor und nach der Läufigkeit deprimiert sind und dazwischen Scheinschwangerschaften haben - aber nach der Sterilisation wachsen die Haare wie beim Afghanen... Greyhound und Galgo sind mir zu kurzhaarig, ausserdem sind die letzteren, die auch in Frankreich als gerettete Hunde vermarktet werden, ja mit ernsthafter Jagderfahrung - muss ich dann doch nicht haben. Wenn ich in England/Irland/USA lebte, würde ich vielleicht einen Greyhound von der Rennbahn holen - einfach weil die Auswahl da so riesengross ist, dass eigentlich auch erwachsen der "ideale" Hund für mich dabei sein sollte - aber hier gibt's relativ wenige Greyhounds (gezüchtet oder "gerettet").
Na gut. Jedem sein Himmelreich. Aber, einen Windhund ohne Jagdtrieb habe ich noch nie kennen gelernt. Was für den Besitzer dann viel, viel Arbeit bedeutet. Rennbahn und kein Jagdtrieb schließen sich ja dann auch aus. So viele Wiederspüche und Ungereimtheiten, da habe ich doch das Gefühl... 🤔
 

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