Viele Überlegungen vor dem Familienzuwachs

Moin!
Der dritte Anlauf, irgendwie wird der Text immer zu lang...
Wir möchten uns, wenn wir in unser Häuschen am Dorfrand (Wald/Feld/Weide als Nachbarn) gezogen sind, einen Hund dazu holen.
Mein Traumhund wäre eine deutsche Dogge! Die Idee hat sich aber erstmal erledigt, die peitschenartige Rute auf Gesichtshöhe unserer Kleinsten (dann 2), das muss nicht sein...
Den Leonberger hab ich vom gehörten, erlesenen und nach einem Telefonat mit einer Züchterin auch in die engere Wahl genommen. - Natürlich würde ich vorher noch mehr Praxis sammeln wollen. Sie bot an, das wir öfter mal kommen könnten.

Nun habe ich gestern einen sehr interessanten, nachdenklich machenden Artikel gelesen. "Muss es ein Welpe sein?"
Einen ausgewachsenen Hund der voll am Rad dreht, wäre keine Option, da Kinder ein- und ausgehen, auch ohne zu klingeln...
Also, unser Haus ist, wenn wir da sind, immer auf, wer klingelt ist fremd oder der Postbote... Allein das stelle ich mir mit einem HSH oder Wachhund schon schwierig vor... - Wenn ich ein Wachtier haben wollen würde, hätte ich Gänse 😉😁
Anschlagen ist natürlich erlaubt und auch erwünscht!
Ausgesprochener Jagdtrieb wäre für unsere Wohnsituation blöd, ich bin nicht für 2m hohe Zäune....
Eher sanfte oder tolpatschige Riesen, mit tiefer Stimme und Verstand...
Ich schreibe in dem Fall "ich", weil es mein Hund wird, die Arbeit und Erziehung liegt zu 99% bei mir...
Es muss übrigens kein perfekter Rassehund sein, Nachwuchs wird es bei uns definitiv nicht geben, egal ob Rüde oder Hündin wird "entmannt".
Ich kann mich nur nicht mit nem Chihuahua oder Jackrussel anfreunden...
Wie habt ihr das gehandhabt, gerade bei dem erste Hund in der eigenen Familie?
Tierschutzhund, Rassehund vom Züchter? Diese beiden Möglichkeiten ziehe ich für uns noch in Erwägung...

Diese Sachkundeprüfung muss ich auch noch ablegen, meine Mutter hat zwar schon ewig Hunde, ich lebe dort aber auch schön über 15 Jahre nicht mehr 😇

So, geschafft, der Text ist nicht so ewig... 👍😁
Schönen Abend noch!
Vanessa
 
Erster Hund
Rosie/Yorkie-Pinscher-Mix
Zweiter Hund
Ali/AmStaff
Hallo und schön, das Du Dir vor der Hundeanschaffung Gedanken machst. 😉

Kurz zu ein paar Deiner Fragen.

Du willst einen Hund mit wenig/ohne Wachtrieb. Da solltest Du dich von dem Gedanken an molossoide Rassen eher verabschieden. Die passen als Erwachsene fast alle ordentlich auf. Und auch Doggen und Leonberger sind Molosser.

Wobei man die schon an Besucher gewöhnen kann. Wenn man dabei ist und dem Hund signalisiert "alles okay, der darf rein". Ein "offenes Haus", wo viele einfach mal so kommen und gehen - könnte sich eher schwierig gestalten.
Wobei das Prinzip "offenes Haus" in meinen Augen Hundehaltung eh etwas schwierig macht.
Erstens sind doch relativ viele Hunde territorial veranlagt und zweitens sind unternehmungslustige oder gelangweilte Hunde auch recht schnell mal weg, sollte einer die Tür nicht zu machen oder nicht aufpassen.

Welpe oder erwachsener Hund?

Geht beides.

Klar, einen Welpen kannst Du Dir formen, wie Du es dir vorstellst. Du kannst aber auch viel falsch machen.
Und jeder Hund ist ein Individuum, entwickelt manchmal Charaktereigenschaften, die sich beim Kauf eines Welpen nicht immer vorher absehen lassen.

Erwachsene Hunde sind "fertig" in der charakterlichen Entwicklung. Die kann man einschätzen. Und oft genug haben sie auch schon eine gewisse Grunderziehung.
Tierheim, Rasse-Notorgas oder von privat, eigentlich egal. Du kannst überall passende und wunderbare Hunde finden.

"entmannt" - das solltest Du dir gründlich überlegen. Unerwünschten Nachwuchs kann man verhindern, indem man einfach auf seinen Hund aufpaßt.
Kastration ist kein Kinderspiel und kann u. U. auch schwerwiegende Nebenwirkungen haben. Bspw. Inkontinenz, Fellveränderungen, charakterliche Veränderungen, häufiges Auftreten von bestimtmen Tumorarten.
Lies Dich mal in das Thema ein.

Ich persönlich hatte schon Hunde von Welpe an in meiner Familie mit 3 Kindern. Das war öfter mal ganz schön stressig und anstrengend. Ich hatte auch erwachsene Hunde aus dem Tierheim, die sich ohne Komplikationen in die Familie eingeordnet haben und längst nicht so anstrengend waren, wie die Erziehung eines Welpen.

Zu jüngeren Kindern würde ich keinen Riesenhund nehmen und auch keinen ausgesprochenen Zwerg. Ein Hund mittlerer Größe, von eher ruhigem Temperament paßt m.M. nach am besten in eine Familie.
 
Guten Morgen!
Ich habe deinen Text jetzt eine ½ Stunde auf mich wirken lassen...
Ich habe es schon fast geahnt, dass meine Offenheit eingeschränkt wird, aber wohl nicht nur des Hundes wegen, welches Kind läuft bei einem anschlagenden Hund schon gerne dran vorbei?
Anschlagen ist ja durchaus erwünscht, nur nicht das Dauerkläffen in höchsten Tönen...
Immerhin wohnen wir sehr Einbrecher-freundlich und die sollen Wuff wenigstens mal gehört haben, bevor sie kommen und sich ärgern, das nichts Gescheites da ist 😎😉😂
Ein hoher Jadgtrieb wäre noch viel schlimmer, Beute ist furchtbar viel vorhanden und ich mag echt keine hohen Zäune 🙄
Von der offenen Tür kann ich mich verabschieden, aber an einen hohen Zaun kann ich mich nicht gewöhnen 😱😂

Kompromisse sind ja kein Problem, aber ich mag gerade dieses "offene" Leben!
Wie machen das die Bauern, dass die Hunde auf dem Hof bleiben und nichts jagen?
Gut, das ist wohl der "Wachhund"-Charakter, aber sowas in "Willkommen Fremder!", wie die meisten Hofhunde ja sind, wäre super 😂

Das mit dem Kastrieren wusste ich nicht, kannte es nur anders herum... Gerade bei Hündinnen mit Scheinschwangerschaften, das das wohl öfter großen Ärger macht... Rüden, die ständig abhauen... - Gefährliches Halbwissen wahrscheinlich 😖

Und mit Welpe oder ausgewachsenem Hund, das war auch meine Überlegung, dass es vllt gar nicht so übel wäre einen erwachsenen aufzunehmen... In den Tierheimen selber, ich habe gestern mal online geschaut, sind gefühlt nur noch "Listenhunde", hier in Niedersachsen zwar nicht das Problem, aber auch die "08/15" Tiere sind alle verhaltensauffällig und gehen nicht zu Kindern...

Was die Rasse angeht, werde ich noch einmal viel lesen und schauen, welche laut "Beschreibung" passt...
Da bin ich echt hin- und hergerissen, wobei ich kein Problem mit einem mittelgroßen Hund habe und mir, wenn die Kids größer sind, evtl meinen Traum zu erfüllen.
Er soll nur passen 😊 Vllt könnt ihr mir ja auch etwas helfen?

Sportlich bin ich nicht, eher der gemütliche "Schlenderer" mit großem Schritt.
Hier ist es natürlich laut und wuselig, aber wir haben einen tollen, durch eine Art Gitter mit Torbogen abgetrennten Bereich unter der Treppe, dort wäre dann der Rückzugsort für den Hund, so meine romantische Vorstellung 😂
Das meist alles anders kommt, als man plant ist ja vollkommen normal 😊

Ich danke dir erstmal für deine Mühe,mir so ausführlich zu Antworten!
Ich werde jetzt erstmal wieder lesen, lesen und lesen... 😇

Liebe Grüße, Vanessa
 
Erster Hund
Arek 7J.
Hi,

man braucht keine hohen Zäune wenn man den Hund einfach nicht unbeaufsichtigt draußen rumlaufen lässt ;)

Rasse hin oder her - mehr oder weniger Jagdtrieb, mehr oder weniger Wachtrieb kann jeder Hund entwickeln.
Wenn es soweit ist, muss man einfach auch bereit sein konsequent und sinnvoll zu erziehen/trainieren (also Zeit in die "Ausbildung" zu stecken) oder sein Leben an die Bedürfnisse und Eigenschaften des Hundes anzupassen.
Das sollte dir einfach bewusst sein und dazu solltet ihr (auch dein Partner) vor der Hundeanschaffung bereit sein. ;)

Ich weiß nicht genau wie das "Hoftreu" (am Hof bleiben) aber freundlich zu Fremden die aufs Grundstück wollen, aussieht. (Bin ein Stadtmensch und finde rumstroberne Hunde ohne Aufsicht des Halters ziemlich suboptimal).
"Typische" Hofhunde wären für mich Sennenhunde (Wobei ich vom Appenzeller Abstand nehmen würde) und Spitze.
Vielleicht wäre das ein Hinweis, in welche richtung ihr recharchieren könntet.

Hilfreich finde ich es auch, wenn man auf eine Hundeausstellung/Hundemesse geht. da sieht man viele Rassen vor Ort (macht sich immer besser als nur auf Bildern im Internet/Büchern zu sehen) und kann sich mit Züchtern und Haltern austauschen.
Man kann seine Vorstellungen benennen und fragen, ob die jeweilige Rasse in solch ein Leben passt.
So kann man auch auf die Traumrasse kommen, die man vorher gar nicht im Blick hatte.

Das Kastrationsthema sehe ich wie RosAli, nicht von vornherein kastrieren - einfach aufpassen. Das ist nicht schwer.
Und wenn der Liebestolle Rüde stiften geht, darf er eben nicht unbeaufsichtigt raus ;)
Eine Hündin während der Stehtage einfach an der Leine zu lassen, ist für euch vielleicht die einfachere Option. Das sind nur ein paar Tage/wenige Wochen im Jahr, und ansonsten - mit der richtigen Hündin - ließen sich deine Vorstellungen vom offenen Leben mit Hund bestimmt gut umsetzen.

Das Hunde aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden gibt es auch und ist natürlich unumgänglich - aber das ist meist eher die Ausnahme und teilweise auch zu oft noch einfach ein Vorwand.

Welpe oder erwachsener Hund ist eigentlich relativ irrelevant.
Beides finde ich gute Optionen, bei beiden MUSS man genau recharchieren und mit Sinn und Verstand an die Auswahl gehen.
Die Suche nach einem vernünftigen Züchter kann genauso kompliziert sein, wie die Suche nach einem passenden Second-Hand-Hund.
Schwarze Schafe (Als Züchter oder Tierschützer) gibt es leider überall.
Wovon ich die strikt abrate, ist ein Hund nur vom Bild im Internet zu nehmen - das wäre mir wegen des Kleinkindes in der Familie einfach zu heiß.
Mein Hund kommt aus dem Auslandstierschutz, nur vom Bild ausgesucht. Ich hatte großes Glück und einen tollen, super Alltagstauglichen, soureränen Hund bekommen - so gut hätte ich als Anfänger keinen Welpen großziehen und sozialisieren können vermutlich. Ich hatte auch Glück mit einem tollen Tierschutzverein den ich mir ausgesucht habe, der hat mich stets gut begleitet und mit Rat und Tat zur seite gestanden.
Aber nochmal würde ich es nicht machen - weil ich jetzt erst weiß, wie sehr es meinen Alltag einschränken würde wenn Arek eben nicht so toll wäre, wie er ist.
Früher war ich flexibler (ohne Kinder usw.) Heute sieht das Anders aus.

Rückzugsort unter der Treppe im Flur ...
- Meinst du mit Rückzugsort, dass der Hund sich da selbständig hin zurückziehen kann wenn ihm alles zuviel wird?
- Oder meinst du das als festen Schlafplatz Nachts, wenn er alleine ist, wenn er (wegen Besuch oder so) nicht in den Familienbereich soll?
Zweites finde ich etwas ungünstig. Hunde sind hochsoziale Rudeltiere die in der Regel so viel wie möglich Familienanschluss wollen.
Ich finde es immer schade wenn Hunde nachts "isoliert" werden.
Im Haus meiner Schwägerin musste der Hund Nachts auch alleine unten schlafen, tagsüber war er dort gute 10h alleine - Nachts 7h alleine, tagsüber 10h - der Hund war mehr alleine isoliert (fernab der Familienräume) als mit der Familie zusammen zu sein. Fand ich nicht schön.
Ein Hund muss ja nicht im Bett schlafen - aber jeder Hund den ich kenne, der die Wahl hat, hält sich lieber dicht bei der Familie auf, als alleine im Flur zu hocken.

Bei uns ist das Schlafzimmer kinderfreie Zone (außer Schlaf im Babybett), und Rückzugsort für den Hund - so haben wir alle Ruhe (Hund ist entspannt und wuselt mir nicht auch noch dazwischen ^^) aber ist trotzdem nicht "ausgegrenzt".
Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng - da muss man seine eigenen Erfahrungen machen (und mit Sensiblen Blick auf seinen Hund schauen) - bei uns gibts halt auch keine andere Möglichkeit ;)

Viel Spass bei der weiteren Recherche!
 
Hallo Manfred!
Über die Kastration hab ich gerade viel gelesen, da scheint mein Wissen echt von Vorvorgestern zu sein.
Man darf ja ohne medizinische Notwendigkeit auch nicht mehr kastrieren, somit ok! Das wusste ich nicht! 😊
Aber die Spätfolgen der Kastration waren mir bei Menschen bewusst, warum man da nicht auf den Hund umdenkt?! - Gute Frage...!

Rückzugsort für den Hund, nicht Zwinger für den Halter! Wie gesagt, das ist ein Torbogen, ohne Tür drin... Und durch die Stäbe an einer Seite kann er auch weiter beobachten.
Meine "romantische" Vorstellung, dass der Hund sich zurückziehen kann und die Kinder dort einfach nichts zu suchen haben... - War meine Idee, ob das Tier es so annimmt, bleibt ja die nächste Sache 😇😂

Ich finde, das ein Hund gerade bei Besuch dabei sein darf,bzw nicht ausgeschlossen werden sollte.

Viel Arbeit erwarte ich bei jedem Tier... Das Kaninchen, wo tgl frisches Futter, Stall, etc dran sind und auch gute 20 Jahre werden können, andere Kleinziere genauso... Selbst meine Fischis und Garnelen, Krebse machen recht viel Arbeit.

Ich mag unsere Hofhunde hier im Dorf, sogar ein kleiner Jack Russel ist dabei, der jeden Morgen von den Schulkindern bespaßt wird.

Das Schöne ist, wir haben alle Zeit der Welt, ich würde tatsächlich auch einen Hund aus dem Ausland nehmen, aber nur nach einer recht langen "Kennenlernzeit" auf einer Pflegestelle... Ansonsten wäre mir das mit unseren Mädels zu gefährlich... Aber, so würde ich es mir bei einem ausgewachsenen Hund eh wünschen.
Ich denke, ich werde mal im Tierheim nachfragen, oder auf einem Gnadenhof in der Nähe, ob es möglich ist, bei einem evtl passenden Weggefährten erstmal als "Pate" zu fungieren... Tägliches hinfahren, mit den Tieren unter der erfahrenen Aufsicht arbeiten und vllt dort schon die Sachkundeprüfung ablegen...
Wäre für uns und die Pflegestelle ja auch besser, wenn man sich kennen lernt und ich noch dazu lernen kann.

Mein Mann und meine Kinder helfen wo es geht, aber ich bin hauptsächlich Zuhause mit der Kleinen und in der Woche fällt halt alles in meinen Aufgabenbereich... Wenn ich wieder arbeite, haben die halbtags den Hund am Wochenende alleine. Einbezogen werden natürlich alle!
Aber, ich würde meiner 7-jährigen keinen Hund in die Hand drücken und sagen, geh spazieren, sie schafft es körperlich nicht...
Und mein großer Junior hat zwar mit fast 1,80m einiges gegenzusetzen, ist aber viel zu naiv, da hätte ich auch kein gutes Gefühl.

Alleine draußen hat der Hund nichts verloren, auch wenn wir das letzte Haus im Dorf sind...
Mich würde, vllt hab ich es im Post auch falsch ausgedrückt, ich versuch es jetzt mal besser - interessieren, ob es wie bei Kindern diese "magische Kette" gibt.
Wir wohnen jetzt auf einem nicht umzäunten Hof, die Kinder lernen von kleinauf an, dass sie nur bis zum "Baum" alleine dürfen, das klappt bisher super, mit der nötigen Erziehung... Einzig bei meinem Mann ist unsere Mittlere einmal zur Nachbarin ein Eis abholen gewesen... Er ist aber auch nicht der Konsequenteste und unsere Mittlere sehr selbständig und selbstbewusst von kleinauf an... Da muss man schon etwas dagegen halten 😉
Deshalb genieße ich das Dorfleben auch so mit Kindern, ich muss zwar überall hin fahren, hier gibt es echt nichts! Aber, ich kann sie je nach Alter auch an der längeren Leine lassen und weiß trotzdem immer, was sie anstellen 😎😇
 
Für Eure "Zwecke" werfe ich mal den Eurasier in den Raum :)

Robuster, gesunder Hund, gut mittelgroß, extra darauf gezüchtet, als Begleit- und Familienhund zu fungieren, ohne allzu sehr den Wachhund herauszukehren.


Auch ich hab mich sehr sehr lange damit beschäftigt, welchen Hund welcher Rasse und welchen Geschlechtes man am besten in unsere spezifische Situation integrieren könnte - und zwar so, daß es möglichst wenig Anfangs- und Dauerprobleme gibt. (Tiere auf dem Grundstück, vor allem jede Menge Katzen (nicht nur "eigene"), nebenan und drumherum Gänse, Pferde/Ponies - darunter auch Fohlen, Lamas, Alpakas, Esel, natürlich auf jedem Hof Hunde & Katzen - so richtig Landleben halt.


Worauf meine Wahl fiel, kann man ja im Avatar sehen ;)
Man KANN einen solchen Hund an ein offenes, wuseliges Haus gewöhnen.
Was man dauerhaft höchstwahrscheinlich NICHT kann, ist ohne hohen Zaun zu leben.
GsD gibt es günstige und nahezu unsichtbare Zäune, die respektiert werden - und sofern sie keine Stange obenauf haben, sind sie auch bei 1,50 m nicht wirklich überspringbar.
Alternative wäre eine Freilaufeinrichtung - langes Drahtseil fest verspannt, daran eine Laufleine.
Aber nicht wirklich eine Dauerlösung, sondern eher mal für den Übergang gedacht *find


Viel - sehr viel und vor allem konsequente, dauerhafte, also täglich, stündliche Arbeit wird es für Dich sowieso. Egal ob Welpe, Junghund oder bereits erwachsener Hund.
 
Erster Hund
Rosie/Yorkie-Pinscher-Mix
Zweiter Hund
Ali/AmStaff
Wie machen das die Bauern, dass die Hunde auf dem Hof bleiben und nichts jagen?
Gut, das ist wohl der "Wachhund"-Charakter, aber sowas in "Willkommen Fremder!", wie die meisten Hofhunde ja sind, wäre super 😂
Wir haben über 10 Jahre in einem kleinen Dorf gewohnt.

Meine Erfahrung: die Hunde auf zaunlosen Grundstücken bleiben keineswegs immer dort, wo sie eigentlich hingehören. Nur den Haltern ist es egal.
Die Hunde waren entweder nett und schlossen sich gern mal anderen freundlichen Leuten (mit oder ohne Hund) einfach an. Oder waren weniger nett und haben schon mal fremde Hühner gejagt oder vorbeigehende Passanten verbellt oder (besonders ätzend) Streit mit anderen Hunden angefangen.
Diese Hunde sind nie wirklich weggelaufen, die wußten wo sie hingehören und sind auch immer wieder zurück gegangen. Aber was sie zwischenzeitlich gemacht haben...
 
Tiffany, der Eurasier ist mir zu viel "Spitz", so fürchterlich aufgeplustert, wie das Kuschelkissen meiner Tochter...
Ich hoffe, ihr versteht, wie ich das meine?!
Der Leo ist auch haarig, aber nicht so plüschig... 😎

Deine getroffene Entscheidung kann ich voll und ganz nachvollziehen 😇😂👍

Bei uns streunert tatsächlich nicht einer der Hofhunde und alle sind freundlich... - Vllt sind die Biester auch einfach weggesperrt 😂 Ich denke, es könnte tatsächlich daran liegen, dass sie nicht mehr zum Schutz von Haus und Hof "gebraucht" werden und die Familienhunde mitlaufen...
Wobei der Jack Russel echt ne coole Sau ist, Hühner, Kühe, alles läuft da rum und der ist tiefenentspannt, ich kenn JR nur klein und irre 😂

Ich denke, ich werde mich hier wirklich mit den Tierheimen und dem Gnadenhof hier kurzschließen, mal gucken, was die sagen.
In Bremen muss man schon zum Gassigehen mit TH-Hunden die Prüfung machen, finde ich persönlich auch richtig!


Jetzt muss ich zu Oma und Opa
 
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
Zweiter Hund
BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Aber die Spätfolgen der Kastration waren mir bei Menschen bewusst, warum man da nicht auf den Hund umdenkt?! - Gute Frage...!
Allein für diesen Satz hätte ich dich am liebsten grad umarmt. 🤗
Es geht ja nicht nur um die körperlichen Nebenwirkungen einer kastration. Man muss sich nur mal im Internet umsehen was es bei Menschen psychisch auslöst.

Du willst die Dogge nicht wegen der Rute auf Gesichtshöhe des Kindes. Leonberger sind aber nicht kleiner und haben ebenfalls eine Rute. Ich weiß es nicht aber ich würde mich sehr wundern wenn bei 2jährigem Kind + Dogge schlussendlich die Rute das Problem wäre. Was nicht heißt das ich von der Dogge abrate. Im Gegenteil. Meine Meinung zu Rassen ist nämlich das die Rasse eine eher untergeordnete Rolle spielt solange sie vom Typ her passt. Klar als Marathonläufer passt kein Mops und als "Stubenhocker" brauchst du keinen Border-Collie. Steht man auf groß und kräftig gebaut nimmt man keinen Zwergpinscher und anders herum.

Schlussendlich wirst du die Situation Kleinkind und Hund sowieso die nächsten ca. 10 Jahre sehr intensiv überwachen müssen. Egal wie groß der Hund ist.
Hier setzt auch die Frage Welpe vs. adult Hund. Ein Welpe bedarf, je nachdem von woher der erwachsene Hund kommt, schlicht einem deutlich höheren Arbeitsaufwand. Zusätzlich zum Kind sollte das vorher überlegt sein. Ansonsten meine Meinung ist auch das ziemlich egal.

Zur Situation mit dem Leben auf einem ungesicherten Grundstück. Was soll ich sagen ich bin quasi im Schwarzwald groß geworden. Dort lebt auf fast jedem Hof ein oder mehrere freilaufende Hunde. Mein Verhältnis hierzu ist entsprechend deutlich entspannter als das vieler anderer. An deiner Stelle würd ich mich bei diesen Rassen mal umsehen.
Es passt charakterlich einfach am ehesten dazu was du dir vorstellst. Diese Rassen sollen keinen Jagdtrieb haben und standordtreu sein. Sie sollten selbstverständlich zwingend Wachtrieb haben aber nicht über jeden Fremden herfallen welcher den Hof betritt. Natürlich unterschieden sich hier die Rassen untereinander sowie die Individuen innerhalb einer Rasse teils massiv. Und dann kommt on top noch die Sozialisation beim Züchter und später bei den Haltern.

Wieso generell vom Appenzeller abgeraten wird versteh ich auch nicht.

"Typische" Hofhunde wären für mich Sennenhunde (Wobei ich vom Appenzeller Abstand nehmen würde) und Spitze.
Erst letztens mit einer Hundehalterin unterhalten die auch überlegt hatte Richtung Sennenhund. Ging aber Richtung Entlebucher weil "Appenzeller wären so schwierig, laut, nicht erziehbar und sonstige Vorurteile".
Der Entlebucher war ihr dann aber ebenfalls zu kläffig deshalb wurde es ein Dalmatiner (was ja auch nicht verkehrt ist).
Der Appenzeller ist ein Wachhund. Jeder kennt die Geschichte vom Peter und dem Wolf. Man stelle sich einen Wachhund vor der dauernd grundlos bellt....
Der landete ganz schlicht schneller im Kochtopf als wie er ein drittes Mal unnötig gebellt hat.

Insbesondere überrascht mich dieses abraten wenn dann zum Spitz geraten wird. Eine Rasse die sehr zur Ressourcenverteidigung neigt (richtig toll mit Kindern im Haushalt), die zum stark zum melden neigt (was sie ebenfalls nicht sollte aber hier wurde züchterisch schon viel früher nicht ausreichend genug drauf geachtet vermutlich weil der Spitz viel früher rein gezüchtet und in Haltungen kam wo solche Eigenschaften nicht mehr entsprechend selektiert wurden). Zudem Spitze im direkten Vergleich mit den Sennenhunden viel schneller erregt sind und auch viel "zimperlicher" (wobei es hier sicher extremere Rassen gibt).

Ich versuche gerade intensiv über den Appenzeller nicht zu sehr ins schwärmen zu geraten deshalb empfehl ich dir dich einfach mal generell die Sennen- und weitere Hofwachhunde anzuschauen bsp. Hovawart, Österreichischer Pinscher (evtl. sogar den deutschen Pinscher) ,die Sennen wie gesagt. Hier wohnt auch ein sehr hübscher Bernhardiner, nicht im Ansatz so bullig-schwer wie der bekannte Beethoven sondern sportlich "schlank". Mit Vorbehalt aber auch nicht völlig fehl am Platz vom geschilderten her eben die Spitze oder vielleicht auch die Schnauzer. Auch der Schnauzer sollte über wenig bis keinen Jagdtrieb verfügen im Vergleich tendiert er aber vermutlich eher als die anderen Rassen dazu im Falle des Falles bei einem vermuteten Eindringling nach vorne zu gehen.
 
Allein für diesen Satz hätte ich dich am liebsten grad umarmt. 🤗
🥰 Ja, ich brauche es nicht mal googlen... Hab ja Menschen mit ähnlichen Krankheitsbildern auf der Arbeit... Manchmal reicht der Anstoß und man denkt auch mal um die Ecke 🙄😎


Du willst die Dogge nicht wegen der Rute auf Gesichtshöhe des Kindes.
Mit der Rute bei der Dogge... "Behaarte" Ruten tun anscheinend nicht so weh, wie die Peitschen der Doggen. - Zumindest ist das die Empfindung meiner älteren Tochter 😂

Ja, Spitz ist auch nicht meins...
Ich hab die noch nicht als entspannten Hund mit Kindern erlebt, vllt deshalb?

Ich werde jetzt mal die Sennen googeln, Bernersennen, wie auch Bernhardiner gefallen mir sehr.
Wie halt auch der Leo...
Der Appenzeller sagt mir nur als Käse was 😂😎🙄
Aber erstmal brauchen meine Kinder ihren Auslauf 😉
Ich antworte heute Abend nochmal ausführlich.
Dankeschön!😁
 



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