Ulv Philipper - Stop Training!

Angua

Stammuser
Erster Hund
Mina 8.12.1996 - 2.5.2009
Zweiter Hund
Tiffany FT/BC 29.8.2008
@Bubuka
Mich stört das er als alleinig Wissender mit bahnbrechenden Erkentnissen dargestellt wird. Wertschätzung, Vertrauen usw. sind im Umgang mit Hunden Selbstverständlichkeit da ist nun wirklich nichts unglaublich Neues dran.

Das bekomme ich auch bei anderen Trainern die offener mit ihrer Arbeit umgehen!
 
Zuletzt bearbeitet:

Hermelin

Stammuser
Erster Hund
Hermes / Whippet (6)
Zweiter Hund
En-Lil / Whippet (1)
Immerhin wissen wir nun, was das geschmähte "klassische Hundetraining" ist: ein rein auf Gehorsam basierender Umgang mit dem Hund. Ich bin nicht sicher ob es den mal gab, aber wer sein Konzept gegen ein solches Vorgehen stellt, hat mindestens 20 Jahre Kynologie (und 40 Jahre Verhaltensbiologie) verschlafen.
Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, es ist tatsächlich nach wie vor sehr verbreitet, dass man den Gehorsam als Grundlage ansieht.
Z.B. jagender Hund. Der Ansatz ist immer: "Wie bekomme ich meinen Hund am Wild abrufbar?"

Wir haben unserem Hund erklärt "Nein, wir rennen keinem Wild hinterher. Das gehört sich nicht, dass tut man einfach nicht" Ergebnis: selbst wenn der Hund das Wild vor uns sieht, weiß er, wie er sich richtig verhält. Wir müssen ihm nicht erst ein Kommando geben.

Erfahrungsgemäß erklärt man das 30 Leuten und vielleicht einer hält das überhaupt für möglich.
Es ist so in den Köpfen verankert, dass man ständig Kommandos geben muss um den Hund heil durch den Tag zu bringen... dabei werden die meisten Hunde permanent in ihrer Intelligenz und Kooperationsbereitschaft unterschätzt. ..
 

Bubuka

Stammuser
@Bubuka
Mich stört das er als alleinig Wissender mit bahnbrechenden Erkentnissen dargestellt wird. Wertschätzung, Vertrauen usw. sind im Umgang mit Hunden Selbstverständlichkeit da ist nun wirklich nichts unglaublich Neues dran.

Das bekomme ich auch bei anderen Trainern die offener mit ihrer Arbeit umgehen!

Wie gesagt, ich kenne den Philipper nicht.
Aber die "Weisheit", dass Wertschätzung und Vertrauen eigentlich selbstverständlich sein sollten, ist nicht sehr verbreitet - zumindest nicht in der Umsetzung. Von daher finde ich die Erkenntnis bahnbrechend, dass Wertschätzung und Vertrauen ganz neue Wege im Umgang mit Hunden eröffnen.

In der Theorie wird von Bindungs- und Vertrauensaufbau geredet. Aber was bedeutet das im täglichen Leben? Welche Hundeschule legt wirklich Wert auf die Umsetzung dieses Wissens?

Wieviele Hundehalter haben wirklich eine Bindung zu ihrem Hund?
Man geht immer davon aus, dass der Hund dem Menschen vertrauen soll. Aber wo ist das Vertrauen in den Hund? Das finde ich in Foren sehr selten.
Wenn ich z. B. schreibe, dass die Schleppleine ein mangelndes Vertrauen in den Hund zeigt, dann machen sich alle darüber lustig.
Vertrauen haben heißt auch, dem Hund etwas zutrauen. Wenn man fürchtet, keinen Einfluss auf den Hund zu haben, dann verhält sich der Hund auch so.

Wer vertraut darauf, dass ein Welpe sich genau richtig verhält, wenn er Welpenverhalten zeigt?
Es geht doch fast ausschließlich darum, wie man Welpenverhalten kontrolliert und abgewöhnt.

Im realen Leben ist die Hundehaltung von Vertrauen, Achtung, Respekt und Wertschätzung weit entfernt.

- - - Aktualisiert - - -

Es ist so in den Köpfen verankert, dass man ständig Kommandos geben muss um den Hund heil durch den Tag zu bringen... dabei werden die meisten Hunde permanent in ihrer Intelligenz und Kooperationsbereitschaft unterschätzt. ..
Ganz meine Meinung. :zustimmung:
 

Angua

Stammuser
Erster Hund
Mina 8.12.1996 - 2.5.2009
Zweiter Hund
Tiffany FT/BC 29.8.2008
In der Theorie wird von Bindungs- und Vertrauensaufbau geredet. Aber was bedeutet das im täglichen Leben? Welche Hundeschule legt wirklich Wert auf die Umsetzung dieses Wissens?
Da gebe ich dir Recht in vielen Schulen wird viel Technik vermittelt und das Verständnis des Wesens Hund wird vernachlässigt, nur weiß ich das es die anderen Schulen gibt man muss nur die Augen aufmachen!

Wieviele Hundehalter haben wirklich eine Bindung zu ihrem Hund?
Man geht immer davon aus, dass der Hund dem Menschen vertrauen soll. Aber wo ist das Vertrauen in den Hund? Das finde ich in Foren sehr selten.
Wenn ich z. B. schreibe, dass die Schleppleine ein mangelndes Vertrauen in den Hund zeigt, dann machen sich alle darüber lustig.
Vertrauen haben heißt auch, dem Hund etwas zutrauen. Wenn man fürchtet, keinen Einfluss auf den Hund zu haben, dann verhält sich der Hund auch so.
Manchmal muss Vertrauen sich entwickeln, ich bin auch kein Freund der Schleppleine sorgt sie aber zeitweise für einen ruhig und besonnen reagierenden Halter macht sie doch erstmal Sinn!
Wer vertraut darauf, dass ein Welpe sich genau richtig verhält, wenn er Welpenverhalten zeigt?
Es geht doch fast ausschließlich darum, wie man Welpenverhalten kontrolliert und abgewöhnt.
Hier erweitere ich Welpenverhalten noch um Hundeverhalten!

Im realen Leben ist die Hundehaltung von Vertrauen, Achtung, Respekt und Wertschätzung weit entfernt.
:
Es ging mir ja in meinem Post um die Schule, hier muss ich dir Recht geben die meisten Hunde werden nur noch erzogen, konditiert, verbogen usw. damit sie mehr angepasste Kuscheltiere sind als eigenständige Persönlichkeiten!
 

Yacco

Gast
Leider, leider scheint vieles wahr zu sein.
Was für den Einen das " Ei des Kolumbus" sprich bahnbrechend ist, ist für einen Anderen einfach und selbstverständlich.
Menschen die einen Guru dazu brauchen, kann man eh nicht davon abhalten.
Gottlob haben wir hier einTierschutzgesetz.
Möchte aber nicht wissen, was vielerorts im Verborgenem geschieht.
Schleppleine, war für mich ein vollkommenes Novum.
Ich habe Vertrauen zu MEINEM Hund!!!
Ich habe KEIN Vertrauen zu anderen (weil unfähigen) HH, zu Radfahrern ( die meinen die Welt gehört ihnen)
zu Jägern (die ja auch weitgehend an Weisungen
gebunden sind) usw.

Deshalb bleibt Yacco in Problem Gebieten an der Schlepp.
Möchte nämlich einen heilen Hund mit nach Hause bringen.
:denken3:
 

Skadi

Stammuser
Erster Hund
Skadi-Boxer *07/15
Zweiter Hund
Aris-Boxemix *03/09
Dritter Hund
Akela/Atreyu Ragdoll
Vierter Hund
Vaiana Mainecoon
Was noch? Mitarbeiter. Was sollen die? Möglichst viel arbeiten bei möglichst wenig Gehalt.

Wie geht das? Man muss ihnen Vertrauen vermitteln und Wärme.

Wie macht man das? Indem man sie so schnell über den Tisch zieht, dass die dabei entstehende Reibungshitze als tolles Betriebsklima empfunden wird.
Ach Dieter, mal wieder einfach nur genial! :happy2:
 

Bubuka

Stammuser
Da gebe ich dir Recht in vielen Schulen wird viel Technik vermittelt und das Verständnis des Wesens Hund wird vernachlässigt, nur weiß ich das es die anderen Schulen gibt man muss nur die Augen aufmachen!

Manchmal muss Vertrauen sich entwickeln, ich bin auch kein Freund der Schleppleine sorgt sie aber zeitweise für einen ruhig und besonnen reagierenden Halter macht sie doch erstmal Sinn!

Hier erweitere ich Welpenverhalten noch um Hundeverhalten!

Es ging mir ja in meinem Post um die Schule, hier muss ich dir Recht geben die meisten Hunde werden nur noch erzogen, konditiert, verbogen usw. damit sie mehr angepasste Kuscheltiere sind als eigenständige Persönlichkeiten!

Das Vertrauen in den Hund und der natürliche Umgang mit dem Hund ist im Laufe der Jahrzehnte verloren gegangen.
Warum gibt es so viele Hundeschulen? Weil die Hunde schwieriger geworden sind?
Nach meiner Ansicht werden zu viele Hunde von Menschen gehalten, denen der "Hundeverstand" fehlt.

Wenn man die Kindererziehung und die Hundeerziehung in der heutigen Gesellschaft vergleicht, dann findet man sehr viele Parallelen.
Säuglinge und Kinder (und Hunde) werden nicht mehr instinktiv erzogen, sondern die Mütter (und Hundehalter) handeln verkopft und instinktfremd.

Das Ergebnis sind unsichere und verhaltensauffällige Kinder, die zu Erwachsenen mit Problemen werden.
Genauso ist der unverstandene Welpe der Problemhund von morgen.

Die Bedürfnisse der Säuglinge werden nicht mehr instinktiv befriedigt, den Kleinkindern wird kein Vertrauen entgegengebracht, sie werden manipuliert, kontrolliert und eingegrenzt.

Das deckt sich mit Deiner Aussage:

die meisten Hunde werden nur noch erzogen, konditiert, verbogen usw. damit sie mehr angepasste Kuscheltiere sind als eigenständige Persönlichkeiten!

Es gibt ein sehr schönes Buch von Jean Liedloff, „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“.
Sie hat fünf Expeditionen zu den Yequana-Indianern von Venezuela unternommen und beschreibt in ihrem Buch die Unterschiede der natürlichen instinktiven Aufzucht von Kindern im Vergleich zu der zivilisierten Welt.

Wenn Du mal diesen Auszug aus dem Buch mit der Welpenaufzucht vergleichst, findest Du Übereinstimmungen.
Ich habe nur das kopiert, was man auf Hunde übertragen kann:

Im Gegensatz dazu erlebt ein Baby, das modernen westlichen Geburts- und Kinderauf- zuchtspraktiken ausgesetzt ist …

-daß es zuhause allein und isoliert schläft, oft nachdem es sich in den Schlaf geweint hat
Welpen werden in Boxen gesteckt, Körperkontakt wird verweigert.

-das Füttern nach starrem Zeitplan, wobei seine natürlichen Trink- und Saugimpulse oft ignoriert oder unterdrückt werden.
Welpen werden nach starren Plänen in den Alltag gepresst.

-daß es von normalen Erwachsenentätigkeiten getrennt und ausgeschlossen ist, daß es ständig stundenlang ins Kinderzimmer, ein Kinderbett oder einen Laufstall verbannt wird, wo es nur unzureichend durch Spielzeug oder andere leblose Objekte angeregt wird
Welpen sollen sich auf den Tagesplan des Menschen einstellen, sollen sich mit ihrem Spielzeug beschäftigen. Wenn sie den Menschen bei der Hausarbeit stören, weil sie ein lustiges Spiel daraus machen, werden sie weggesperrt. Den Welpen einfach im Alltag mitlaufen lassen, scheint heute nicht mehr möglich.


-daß Betreuungspersonen es oft ignorieren, entmutigen, kleinhalten wollen oder sogar bestrafen, wenn es weint oder andersseine Bedürfnisse mitteilt; oder aber daß sie mit übertriebener Sorge und Ängstlichkeit reagieren und es zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit werden lassen
Welpen werden in ihren Bedürfnissen ignoriert, sie dürfen sich nicht welpentypisch verhalten, sollen ruhig sein, nicht mit den Zähnen spielen, nichts ins Maul nehmen, möglichst zu geplanten Stunden Tricks und Kommandos lernen. Erkundungsverhalten wird oft unterdrückt, weil es "gefährlich" ist, Spielen und Toben schadet angeblich den Knochen des Welpen.

-daß es die Erwartungen seiner Betreuer spürt (und sich danach richtet), es sei nicht fähig, sich selbst zu schützen, es sei von Geburt an antisozial und könne angemessenes Verhalten nicht ohne strenge Kontrollen, Drohungen und eine ganze Vielzahl von manipulativen Erziehungstechniken erlernen, die den hervorragend entwickelten natürlichen Prozess seines Lernens untergraben.

Welpen wird selbstmörderisches Verhalten unterstellt, Erkundungsverhalten wird ständig kontrolliert und eingeschränkt, jedes Blatt in der Schnauze wird dem Welpen entrissen, jedes Jagen eines Vogels unterbunden, damit der Welpe keinen Jagdtrieb entwickelt usw.

http://continuum-concept.de/texte/wie-das-continuum-concept-zu-verstehen-ist.html
 

Yacco

Gast
Das Vertrauen in den Hund und der natürliche Umgang mit dem Hund ist im Laufe der Jahrzehnte verloren gegangen.
Warum gibt es so viele Hundeschulen? Weil die Hunde schwieriger geworden sind?
Nach meiner Ansicht werden zu viele Hunde von Menschen gehalten, denen der "Hundeverstand" fehlt.
ml]
:zustimmung::zustimmung:
Woher sollen die den auch haben?
 

Wirbelwind

Stammuser
Erster Hund
Grizu Shih Tzu * 10.04.2015
Zweiter Hund
Freki Shih Tzu * 02.06.2016
Wenn der "Guru" das umsetzen würde was er selbst in seinen Selbstverliebten Predigten Stundenlang rumseiert würde ich ich das auch als absolut gelungen ansehen.
Fakt ist aber das Herr P. durch aversive Methoden die komplette Umwelt des Hundes erstmal negativ konditoniert so das dem Hund nur eine einzige Möglichkeit bleibt: Seinem "Herrn" an der Pelle zu kleben da dies der einzig sichere Ort ist!
Was das mit Vertrauen zu tun erschließt sich mir einfach nicht, da kann noch so viel drumrumgesabbelt werden...

Ich kann mich da Bububka nur anschließen:
Das Vertrauen in den Hund und der natürliche Umgang mit dem Hund ist im Laufe der Jahrzehnte verloren gegangen.
Warum gibt es so viele Hundeschulen? Weil die Hunde schwieriger geworden sind?
Nach meiner Ansicht werden zu viele Hunde von Menschen gehalten, denen der "Hundeverstand" fehlt.

Es wird verbogen und rumtrainiert das die Schwarte kracht ohne den Hund mitzunehmen und einzubeziehen.
Plan X wird reingedrückt, dann hat er Stubenrein zu sein, dann Stunden allein sein, Sitz und Platz hat ja wohl die Muttermilch mitgegeben, so hat Hund zu sein und fertig...
 

Hermelin

Stammuser
Erster Hund
Hermes / Whippet (6)
Zweiter Hund
En-Lil / Whippet (1)
Wenn der "Guru" das umsetzen würde was er selbst in seinen Selbstverliebten Predigten Stundenlang rumseiert würde ich ich das auch als absolut gelungen ansehen.
Fakt ist aber das Herr P. durch aversive Methoden die komplette Umwelt des Hundes erstmal negativ konditoniert so das dem Hund nur eine einzige Möglichkeit bleibt: Seinem "Herrn" an der Pelle zu kleben da dies der einzig sichere Ort ist!
Ist das Fakt? Oder nur wieder Spekulation?
 

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