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Tipps zum Clickertraining / zeigen und benennen gesucht

Dieses Thema im Forum "Hundeverhalten & Erziehung" wurde erstellt von Helena95, 13. Mai 2018.

  1. Helena95

    Helena95 Stammuser

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    Guten abend !

    Ich fange gerade an mit meinen rüden den clicker zu konditionieren. Und brauche da noch etwas Rat. Wie gehe ich am besten vor, wenn er drauf einkonditioniert wurde, wie sollte es dann idealerweise weitergehen? Einfach beim Gassi gehen immer clickern wenn er was gut macht? Oder sollte ich anders vorgehen?

    Und dann habe ich noch eine Frage zum zeigen und benennen. Ich denke das wäre eine gutes training fuer meinen Hund. Mir wurde auch hier von jemanden eine tolle Seite empfohlen, wo das gut erklärt wird. Leider verstehe ich die Umsetzung dennoch nicht so gut.... Wie fange ich da am besten an und gehe weiter fort? Kann das jemand vielleicht gut verstaendlivh erklaeren?
    Einfach clickern sobald mein Hund einen Menschen /Hund etc sieht? Ich habe extrem angst dass ich einen falschen Zeitpunkt wähle beim clickern und in seine Nervosität reinklickere. Wie kann ich das vermeiden?

    und noch eine Frage, weil ich dafür nicht einen extra Thread machen möchte. Eigentlich geht es bezüglich dem bellen auf Menschen vorwärts. Mein Hund bellt nur mehr sehr selten Menschen an. Früher fast jeden Tag. Was aber blieb ist sein verhalten, dass er bei manchen Menschen vorwärts pretscht. Also zwar nicht bellt, aber eben hinlaeuft...es wirkt allerdings nicht unbedingt freundlich. Da seine Körperhaltung angespannt wirkt. Ich unterbreche das dann immer mit dem "schau" Kommando. Worauf er auch reagiert, aber dennoch immer wieder damit anfängt.. Wie sollte ich das verhalten interpretieren und wie sollte ich mich da selber verhalten?
    Lieben dank!
     
  2. Amica

    Amica Stammuser

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    Hallo Helena95,

    Das kommt ja ganz darauf an, wofür du den Clicker einsetzen möchtest. Ich persönlich arbeite sehr, sehr viel mit dem Clicker. Das heißt, meine Hunde bekommen nur selten eine Belohnung, ohne vorher Click/Markerwort gehört zu haben. Ich finde das gut, weil man dem Hund mittels Click eben sehr präzise sagen kann, was genau er denn nun gut gemacht hat.
    Ein Beispiel: Ich sage meinem Hund "Sitz" und er setzt sich direkt hin, weil er dieses Signal schon lange kennt und beherrscht. Ich möchte aber im Idealfall, dass er sich auf mein "Sitz"-Signal hin auch auf mich konzentriert. Also clicke ich noch nicht, sondern warte noch. Wenige Sekunden später schaut mein Hund mich an, nach dem Motto Ich hab mich doch hingesetzt, wo bleibt mein Keks?, und genau in diesem Moment clicke ich dann. Denn damit sage ich dem Hund, dass es mir gerade genau auf dieses Detail ankommt - sitzen und mich anschauen.
    Ein anderes Beispiel: Ich möchte mit meinem Hund "Sitz Bleib" üben; die Grundidee kennt er schon und ich bin nun dabei, den Schwierigkeitsgrad zu steigern. Mein Hund kennt es schon, dass ich mich einige Meter von ihm entferne und dann stehenbleibe, und er weiß, dass er dann trotzdem sitzen bleiben soll. Heute übe ich zum ersten Mal, dass ich weggehe, und einige Meter entfernt einen Hampelmann mache. Diese Situation ist schwieriger für meinen Hund, weil ich nicht nur statisch herumstehe, sondern sehr aktiv bin, und er trotzdem sitzen bleiben soll. Schafft er das, clicke ich genau in dem Moment, wo er sitzen bleibt, während ich den Hampelmann mache. Und sage ihm damit: Das war jetzt besonders toll! Dass du das geschafft hast, obwohl du diese neue Übung noch gar nicht kanntest!
    Die sehr präzise Bestätigung, die mit dem Clicker möglich ist, ist also in fast alles Trainingssituationen von Vorteil, weshalb ich inzwischen fast immer mti Clicker arbeite.

    Wie es auch in dem Link beschrieben wird, würde ich mit einem neutralen Gegenstand anfangen. Eine Pylone, ein Gartentisch, ein umgedrehter Wäschekorb.... was auch immer. Du stellst den Gegenstand einfach irgendwo hin, holst deinen Hund (am besten an der Leine) und gehst mit ihm entspannt in Richtung des Gegenstandes. Sobald er den Gegenstand anschaut, clickst du. Das Leckerchen kannst du vor dem Hund auf den Boden fallen lassen oder auch ein kleines Stück in die Richtung werfen, aus der ihr gekommen seit. Das hat den Vorteil, dass sich der Hund von dem Gegenstand abwenden muss. Wenn du Glück hast, frisst er das Leckerli und schaut danach zufällig wieder zum Gegenstand - zack, nächster Click, nächster Keks!
    Während du mit dem Gegenstand übst, ist es überhaupt nicht schlimm, wenn du zu einem falschen Zeitpunkt clickst. Im schlimmsten Fall kapiert dein Hund nicht, worum es geht. Das wird er aber nicht schlimm finden, denn es fliegen ja Kekse, und das ist schon mal prima, auch wenn man nicht ganz genau versteht, wofür man die gerade bekommt.;) Deshalb ist das Training mit einem Gegenstand sehr gut geeignet, damit du dein Timing trainieren kannst. Du wirst immer reaktionsschneller und präziser werden und irgendwann wird dein Hund begriffen haben, was er tun soll. Das merkst du daran, dass er sehr zielstrebig den Gegenstand anschauen wird. Sobald er den Keks dafür geschluckt hat, wird er sofort wieder zum Gegenstand schauen. Dann hat er das System begriffen. Wenn es soweit ist, nimmst du dir einen neuen Gegenstand und übst das Ganze daran noch einmal. Wenn du deinem Hund bei zwei, drei Gegenständen das System Schau das Ding an und du bekommst einen Keks begreiflich gemacht hast, bist du reif dafür, das Spiel an "heikleren" Reizen zu üben.:)
    Um zu vermeiden, dass man in die Aufregung/Nervosität des Hundes hineinclickt und diese bestätigt, gibt es nur eine Möglichkeit: schnell genug clicken. Wenn dein Hund sich z. B. über fremde Menschen aufregt, wird er sich umso mehr aufregen, je länger er sie anschaut. Das heißt, du clickst am Anfang sofort(!), sobald er einen fremden Menschen anschaut, denn dann ist seine Erregung noch vergleichsweise gering. Wichtig ist auch, zu Beginn den Abstand zu dem nervenaufreibenden Reiz so groß zu wählen, dass der Hund nicht sofort "auch 180" ist. Je größer der Abstand, desto leichter fällt es dem Hund, ruhig zu bleiben.

    Wie du dieses Verhalten interpretieren musst, finde ich, rein aus einer schriftlichen Beschreibung, schwierig zu beurteilen. Ich würde vermuten, dass dein Hund fremden Personen gegenüber unsicher ist, aber wissen kann ich es nicht. Ich würde auch hier (wenn ihr so weit seid), das "Zeigen und Benennen" ausprobieren. Eine andere Möglichkeit ist, das "Schau" mit dem Clicker zu bestärken. Wenn dein Hund also fremde Menschen sieht und sich auf dein "Schau"-Signal zu dir umdreht, gibt's Click und Leckerchen. Es ist egal, wenn er sich danach wieder zu den Fremden umdreht. Dann sagst du eben wieder "Schau" und er kann sich erneut Click und Keks verdienen. Wenn du Glück hast, macht er ein Spiel draus: Menschen anschauen - Frauchen anschauen - Keks abstauben.;)
    Außerdem würde ich darauf achten, dass du immer zwischen deinem Hund und den fremden Menschen bist. Kommen dir also Leute entgegen, nimmst du deinen Hund ggf. auf deine andere Seite, sodass du zwischen ihm und den Fremden bist. Sollte dein Hund aus Unsicherheit bellen, gibt ihm dies die Sicherheit, dass jeder fremde Mensch, der ihm etwas tun will, erst einmal an dir vorbei muss.

    Liebe Grüße und viel Erfolg
    wünscht Amica
     
    Wautzi gefällt das.
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