Tipps: "Wie erkennt man einen seriösen Züchter?"

Tiffany

Stammuser
Schön, daß Du Dich wegschmeißt.

Dem Hund bleibt diese Funktion leider vorenthalten, da er auf das Goodwill seiner Besitzer angewiesen ist.
Und zwar auf Gedeih und Verderb.


Für den Hund übrigens ist es zwar angebracht und schön, wenn sich der Besitzer häufiger am Tag artgerecht um diesen kümmert. Sollte dieses aber mal aus irgendwelchen Gründen nicht so möglich sein, wie man das optimalerweise anstrebt, bringt es dem Hund auf jeden Fall mehr, sich auf einem entsprechend großen Grundstück, gern auch zu zweit, selbst verwirklichen zu können.

Denn auch Hunde, so wie alle anderen Tiere/Haustiere auch, haben da ganz eigene Ansichten, die nicht immer mit denen des Menschen konform gehen!
 

Merida

Stammuser
Erster Hund
Gronendael (4)
Zweiter Hund
Groenendael (2)
Dritter Hund
Malinois-Husky (1)
Wir hielten unseren ersten Belgier ganz lange in einer mega kleinen Wohnung. Er lebt übrigens noch und scheint sehr glücklich zu sein - so wie damals, als wir noch im 3.ten Stock gelebt haben, ebenso... :D Also manche Pauschalaussagen, find' ich schon krass...
 

Tiffany

Stammuser
GsD erkennt man seriöse Züchter u. a. daran, daß sie große, bewegungsfreudige Hunde NICHT in eine solche Haltung, wie von merida und meinem Vorschreiber als "artgerecht und glücklich" beschrieben, vermitteln.

Ein GUTER (im Sinne von nachhaltig, tierlieb, artgerecht usw.) Züchter großer Hunde tut dies keinesfalls.

Alle anderen, die es doch tun - sind halt keine .....
 

Merida

Stammuser
Erster Hund
Gronendael (4)
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Groenendael (2)
Dritter Hund
Malinois-Husky (1)
So ein absoluter Unsinn! Als wenn ich - ich kann nun nur von mir bzw.meiner Familie sprechen - den ganzen Tag mit dem Hund zuhause gesessen hätte... (Achtung, Ironie...).

Unsere Hunde, bis auf die Mixi, kommen von absolut seriösen Züchtern mit Papieren und allem Tamtam, mit vorherigen gegenseitigen Besuchen. Wir haben immer noch Kontakt...

Ein riesen Grundstück und ein großes Haus (was wir nun haben), macht noch keinen guten Hundehalter aus und es hat sich vor allem rein gar nichts an der Situation für unsere nun drei Hunde geändert. Die sind eh am liebsten da, wo wir auch sind... ;)

Sorry, aber selten so einen pauschalisierten, undifferenzierten Mist gelesen. Tut mir echt leid, wenn ich da mit meinen Worten übers Ziel hinausschieße.

Wahrscheinlich wissen solche Leute die SO pauschalisieren auch nicht, dass z.B Belgier im Haus gern einfach ruhen und nichts tun.

Ein Haus oder Garten oooder Wohnung gleich mit unseriös oder seriös gleichzusetzen... Puuuh, da fehlen mir weitere Worte. Wobei: Wenn das halt deine Ansicht ist, ist das so. Ich bin froh, dass viele das wie ich und meine "unseriösen" Züchter sehen...

Ich verbleibe mit amüsierten und verwunderten Grüßen! :)

Schönen Sonntag.
 
Zuletzt bearbeitet:

Manfred007

Stammuser
Erster Hund
Arek 7J.
Es gibt deutlich mehr aktive kleinere Hunderasse als aktive größere Hunderassen.

Darum verstehe ich nicht ganz, wieso es für dich OK ist kleine Hunde in ner Wohnung zu halten, Große aber nicht.
Deine Argumente haben nichts mit Größe zu tun - auch kleine Hunde brauchen "frische Luft, Anreize, Wachjob, Bewegung, Artgenossen ... usw."

Ich denke, deine Pauschalaussagen sind etwas unüberlegt.
Zum Teil hast du zwar Recht, dass es für Hunde schöner ist ein großes Grundstück zu haben wenn die Auslastung mal zu kurz kommt.
Andereseit verleiten Garten+Grundstück auch stark dazu, mit dem Hund kaum noch was zu unternehmen.

Ich zumindest erlebe es im Umfeld häufiger, dass ein Grundstücks-Hund halt zum Pullern in den Garten gelassen wird, ansonsten aber nur 1-2x die Woche (mehr oder weniger) ausgiebige Spaziergänge machen kann.
Wohingegen Wohnungshunde ja mind. 3x am Tag (wenn auch kleinere) Sapziergänge machen müssen.

Selbst bei einer Mini-Pinklerunde um den Block hat mein Wohnungshund mehr Anreize, als der Hund der mal eben in den Garten gelassen wird.

Natürlich gibt es Hunde die in der Wohnung nicht gut gehalten werden.
Genauso gibt es Hunde die auf nem riesen Grundstück nicht gut gehalten werden.
Jedoch sind Haus+Grundstück kein Garant für artgerechtes Hundeleben, genau wie Wohnung nicht austomatisch "schlechtes Hundeleben" bedeutet.

Es kommt IMMER aufs Individuum an.

Ich bin nicht überzeugt, dass wirklich Riesen-Rassen (Neufundländer, großse Mastiffs, ...) in kleinen Wohnungen so gut aufgehoben sind.
Auch wenn draußen die Action ist und drinnen geruht wird - auch Hund will sich drinnen (gerade in der Junghundphase) mal bewegen ohne gleich irgendwo anzustoßen. Gerade bei Mehrhundehaltung - 3 Neufis in nder 50m² Bude finde ich unschön.

Allerdings kommt es auch da immer aufs "Wie" an.
Wir wohnen in der 70m² Wohnung - und da wir recht minimalistisch eingestellt sind, haben wir, wie ich finde, wenig Kram und viel Platz. Ich finde schon dass ein großer Hund sich hier auch mal spielerisch gut bewegen kann wenn er mal lust hat (auch wenn die hauptsächliche Action eher Draußen statt findet).
Und das ist es eben - wenn draußen der Auslauf und die Anreize stimmen (und da bin ich in der Stadt echt gesegnet - 3 Parks, 2 Wälder, Strand - alles in der Nähe) ist eine gute Haltung trotz fehlendem Grundstück auch gewährleistet bei den meisten großen Rassen.
Der Vorteil an großzügigen Stadtparks ist auch, dass sie wildärmer sind. Jagdlich ambitionierte Hunde kann ich vielleicht im Park sicherer von der Leine lassen, als im Feld hinterm Haus.

Zum Wachen:
Bewachen kann der Hund auch meine Wohnung, dazu braucht er kein Grundstück.
Ob er nun im Garten liegt und wachsam ist oder im wohnzimmer, ist den meisten Hunden relativ wurscht.

Von Grundstücksbesitzern+Hund höre ich auch öfter die Aussage "Das macht nix wenn er 10h alleine ist, er kann ja pullern und laufen und sich beschäftigen, gar kein Problem".
Dass der Hund als hochoziales Rudeltier trotzdem 10h alleine ist, vergessen dabei die Meisten. Grrundstück und Haus ersetzen eben nicht den wichtigen sozialen Umgang mit dem Tier. Und da ist meine Erfahrung einfach, dass sich Wohnungs-Hundehalter öfter ums "alleine sein" Gedanken machen als die Haus-Hunde-Besitzer.

Wie geasgt - Pauschalaussagen sind immer zweifelhaft und bei diesem Thema gibt es nicht nur schwarz+weiß.
Es hat hauptsächlich was mit dem Umgang des Tieres zu tun und nicht mit den Wohnverhältnissen.
Natürlich gibt es auch Rassen, wo die Wohnverhältnisse (aufgrund der Rasse) eine wichtige Rolle spielen.

Eine reizoffene Rasse wie den BorderCollie in Berlin-Mitte zu halten (vor allem ohne Auto und stets auf überfüllte Busse+Bahnen angewiesen zu sein) ist, finde ich ungünstig.
Ich denke auch, dass ein Herdenschutzhund Rassebeingt schon ein "größeres Territorium" braucht und sich einfach lieber draußen als drinnen aufhält. (Habe ich zumindest von vielen HSH-Besitzern gehört) - und das kann Otto-Normal-Hundehalter mit ner Wohnung eben nicht bieten.

Auch "Haus mit Grundstück" ist nicht gleich "Haus mit Grundstück".
Tatsächlich habe ich in meiner Plattenbausiedlung MEHR Grünfläche in unmittelbarer Nähe als viele mir bekannte Einfamilienhaus-Siedlungen.

Ich sage NICHT dass ein Hund in einer Stadtwohnung besser aufgehoben ist als in einem Haus mit Grundstück.
Jedoch finde ich es anmaßend zu behaupten, dass eine große Hunderasse im Haus+Grundstück IMMER besser gehalten werden kann als in einer Wohnung.
 

Hermelin

Stammuser
Erster Hund
Hermes / Whippet (6)
Zweiter Hund
En-Lil / Whippet (1)
Zumal ich viele Hunde kennenlernen durfte, denen der eigene Garten auch Stress gemacht hat, weil sie ständig das Gefühl hatten, aufpassen und kontrollieren zu müssen.
Das wird nur leider von vielen HH nicht erkannt.
 

DarkWuff

Newbie
Erster Hund
Tibbers / ZP (2)
Zweiter Hund
Phineas / ZP (8 Mo)
Ich hab hier zwei kleine Hunde liegen. Wir haben eine große Wohnung mit Garten. Das ist schön, aber! Der Garten ersetzt oder bietet mir rein gar nichts außer die Möglichkeit sie nachts/spätabends/frühmorgens rauszulassen ohne mich dabei in volle Montur werfen zu müssen. Wenn ich denen sag die sollen sich mal mehrere Tage allein im Garten beschäftigen weil ich krank bin, dann Husten die mir was. Der Garten ist toll zum faul in der Sonne liegen, der ist auch mal toll um mit Frauchen Ball zu spielen oder Tricks zu üben, aber bitte, das kann ich theoretisch auf jeder anderen Wiese oder im Park, sogar im Wald auch, nur ist es dann eben nicht mein Grundstück und ich muss sie eventuell teilen. Ob das ein Nachteil ist?

Ich finde auch, dass ein großes Haus mit Garten ganz schnell dazu verleitet zu sagen, "Hund 10h alleine lassen ist kein Problem", "Hund hat ja nen Garten zum Toben, da brauch ich nicht so viel laufen gehen und Beschäftigung hat er auch"... Ich kenne leider inzwischen 4 solcher Fälle, von einem hatte ich schon mal in einem anderen Thread geschrieben: ein Husky, der nur vor dem Haus lebt und der vielleicht einmal die Woche für eine Stunde etwas anderes sieht und bei dem das Vetamt sagt "Platz ist vorhanden, Hütte hat er auch, gut gepflegt, gut genährt, reicht!" Ich halte genau DAS für keine artgerechte Haltung!
Genauso der Berner hier, ein Hofhund, der regelmäßig Hundehalter begleitet und eben auch belästigt. Der hat zwar nen ganzen Hof mit Grundstück, mit dem beschäftigt sich aber auch nie jemand, also sucht der junge Hund Spaß und Abenteuer woanders. Kommt ja immer zurück, also kümmert das auch niemanden! Halte ich auch keinesfalls für eine gute Hundehaltung...

Ich erkenne einen Sinn bei richtigen HSH oder bei richtigen Wachhunden, die dafür gezüchtet wurden Haus und Hof zu bewachen/beschützen, womöglich noch mit Vieh, aber für den Ottonormal Gebrauchshund schwachsinnig. Meine Jungs wären sicherlich ohne Garten ebenso glücklich. Und klar sollte sich ein Hund in einem Haus oder einer Wohnung bewegen können, aber ob nun 200qm oder 100qm dürfte den meisten ausgelasteten und beschäftigten Hunden wohl wirklich egal sein.

Wir wohnen hier sehr ländlich, dennoch kenne ich fast genauso viele Hunde die in einer Etagenwohnung leben wie Hunde, die in Haus mit Garten leben. Ich sehe bei beidem vor und Nachteile, so wie bei allem im Leben. Das einzige Argument, das bei mir ziehen würde, wäre so schwerer Hund, das ich ihn keinesfalls tragen kann und 10 Stock bezüglich Alter und/oder evtl. Krankheit, aber ich finde kein Argument, das gegen eine normalgroße Erdgeschosswohnung oder einen tragbaren Hund im 10.Stock sprechen sollte.

Übrigens: der vierjährige Dobermann einer sehr guten Freundin geht alleine gar nicht raus in den schönen großen Garten vor dem Haus. Findet der sau doof, so alleine!
 

RosAli

Stammuser
Erster Hund
Rosie/Yorkie-Pinscher-Mix
Zweiter Hund
Ali/AmStaff
Übrigens: der vierjährige Dobermann einer sehr guten Freundin geht alleine gar nicht raus in den schönen großen Garten vor dem Haus. Findet der sau doof, so alleine!
Kenn ich. Wir hatten 10 Jahre Haus und großen Garten. Viel Wiese, alte Bäume, sehr schön.

Die Hunde lagen im Sommer gern mal draußen auf der Wiese. Solange wir mit draußen waren oder zumindest die Hintertür offen war. Tür zu - und es dauerte nicht lange, da wollten die Hunde rein.
Schlechtes Wetter, Winter, kein Hund im Garten. Nicht freiwillig.

Garten war praktisch, wenn nachts mal schnell einer mußte. Oder um mit den Hunden zu spielen und dafür nicht alles mögliche auf die Gassirunde mitschleppen zu müssen.

Jetzt wohnen wir ja wieder in der Stadt und ich habe nicht den Eindruck, dass meine Hunde den Garten vermissen.

Und das gilt wohl für die meisten "Durchschnittshunde".

Wobei ich trotzdem meine, das es Hundetypen gibt, die einfach Lebensraum und Bewegungsfreiheit brauchen. Die ganzen großen Lagerhunde-Typen, die dafür gezüchtet wurden Haus, Hof, Menschen und Vieh zu bewachen, die werden in einer Etagenwohnung nicht wirklich glücklich.
Und mal ehrlich, klar wird so ein Hund auch in einer Etagenwohnung wachen. Aber dort hat man ja auch Nachbarn, wenn der Hund seinen Wachtrieb auslebt....stößt allgemein nicht auf Gegenliebe sowas.
Versucht der Halter dann am Hund rumzuerziehen, ihm das abzugewöhnen, ist das auch nicht rassegerecht.
 

Bullerina

Stammuser
Erster Hund
Casha, OEB (3)
Zweiter Hund
Hermann, MiniPin (3)
Ich verstehe gerade die Grundlage dieser Diskussion nicht 🙄 Muss an mir liegen.

@lina27 schreibt, dass auch grössere Hunde ihrer Einschätzung nach gut in einer Stadtwohnung leben können. Und da hat sie meiner Meinung nach Recht.
Sie schreibt nicht vom 50kg + Riesen, der auf 25qm zufrieden ist, obwohl er sich nicht umdrehen kann ohne die Inneneinrichtung umzugestalten. Größere Hunde halt.

Ich persönlich sehe übrigens Herdenschützer auch nicht in einer Wohnsiedlung, selbst wenn ein Garten vorhanden ist. Auch das mag wieder an mir liegen. 😉

Wir haben hier Garten. Nicht übermäßig groß, aber auch nicht klein.
Casha genügt das schon mal. Ein wenig in der Sonne fläzen, (noch weniger) die Grenzen patroullieren, wieder in der Sonne fläzen... fertig. Wobei das "mal" sich auf einen Tag bezieht, wenn es bei uns gar nicht anders geht mit der Hundebespaßung.
Hermann genügt das NICHT!
Der ist nach so einem Tag (wo dann noch nichtmal Kopfarbeit gefordert wird) sowas von unter Strom, da kriegt man echt Angst. Ich kann berichten, dass ein Zwergpinscher, der einen Tag absolut ungefordert war, am nächsten Tag beim Gassi absolute Ähnlichkeit mit einem Squash-Ball hat. Vermutlich war ein MiniPin das Vorbild für diesen Sport. 🤪

Okay.. wenn ich so drüber nachdenke, stimme ich zu:
ein kleiner Hund wie Hermann kann auch in einer kleinen Stadtwohnung ohne eigenen Garten gehalten werden. Weil es für ihn keinen Unterschied macht, ob er nen Garten hat oder nicht... draußen geparkt ist einfach nur doof und bringt zur artgerechten Beschäftigung sowas von gar nix, dass man mit so einem Hund auch im Wohnklo existieren kann.

Casha (mittelgroß) kann auch in einer Stadtwohnung gehalten werden. Denn alleine im Garten fällt ihr im Zweifel nur so Blödsinn wie "ich wache mal hier, scheint ja meine Aufgabe zu sein" ein. Was zur Folge hat, dass ihr auch sonst noch weitere lustige Aufgabengebiete einfallen, die ich sicher nicht an meinem Hund sehen möchte 😉

Im Mietshaus gegenüber wurde auf 70qm ein Rottirüde gehalten. Ist das schon ein "größerer" Hund, den man da nicht halten darf und der Züchter ist ne Nulpe, weil er den Hund in solche Haltung abgibt?
Gut, okay. Blödes Beispiel. Der Hund zerlegte die Wohnung. Was daran lag, dass der nie gelernt hatte, alleine zu bleiben, Herrchen aber trotzdem den lieben Tag über weg war... Da hätte auch ein Gartenzugang nix gerissen.
 

Shnarph

Stammuser
Erster Hund
Kritzel(7) & Keks(5)
Zweiter Hund
Paul(1,5)
Dritter Hund
Schorsch ♱ / Sepp ♱
Vierter Hund
Henry ♱ / Fritz ♱
Na das ist ja genau das richtige Thema für mich.🙄 Aus eigener Erfahrung kann ich von verschiedenen Haltungsformen berichten:

  • Bei meinem Vater hatten wir ein großes Haus mit großem Garten (+4000qm), der zum Teil mit einem "Wäldchen" gesäumt und sehr natürlich gehalten ist. Gelebt haben dort nacheinander ein Bobtail und ein Irish Wolfhound, sie hatten quasi 24/7 Zugang zu dem Grundstück - von kurzen Kontrollgängen abgesehen waren sie von selber immer im direkten Umfeld der Menschen. Sie waren immer bei allen Gängen dabei, sprich uns zum Kindergarten/in die Schule bringen und abholen, usw. und zusätzlich noch Gassi. Garten alleine hätte die nie glücklich gemacht.
  • Nach der Trennung sind wir in eine große 5-Zimmer-Wohnung gezogen, der Ire blieb - aus gut gemeinten Platzgründen - bei meinem Vater. Nur kam dann eben genau das Dilemma, der Hund war den ganzen Tag alleine, weil er hat ja den großen Garten. Wenn wir ihn zwischendurch bei uns hatten, war er richtig zufrieden, obwohl er "nur" zum Gassi nach außen kam, denn er hatte seine Menschen um sich. Leider hat mein Vater ihn nicht an uns abgeben wollen.
  • 2002 zogen zwei HSH-Mischlinge, Briard x Kuvasz, bei uns in der Wohnung ein, nach ein paar Jahren Umzug in eine Wohnung im 1. Stock mit Dachterrasse in der Innenstadt, ruhige Seitengasse. Als sie alt genug waren, waren wir täglich immer mindestens 3 Stunden mit ihnen unterwegs, meistens deutlich länger. An den Wochenenden ging es immer in den Garten, der außerhalb liegt, aber trotz der 3000qm war ihnen nur Garten zu langweilig und sie sind dann u.U. auch mal in den Nachbarsgärten stromern gegangen, wenn sie ihre gewohnten Runden nicht bekommen haben. Im Garten lagen sie, von kurzen Kontrollgängen und mal spielen abgesehen, rum und haben gedöst/geschlafen.
  • Meine beiden leben in einem Appartment mit mir, Keks kommt aus dem Tierschutz und wurde mir trotzdem vermittelt, weil die PS weiß, dass ich viel und abwechslungsreich mit ihnen unterwegs bin und mich mit meinen Hunden beschäftige. Wir sind oft mit im Garten, auch mal für eine Woche oder länger, aber gleiches Spiel wie bei den anderen Hunden - kurze Kontrollgänge von ein paar Minuten, zwischendurch ein paar Minuten miteinander fetzen und ansonsten halten sie sich permanent in meiner Nähe auf, ruhen und warten auf ihre Runden.
  • Paul ist seit knapp 2,5 Monaten hier, sie sind überwiegend im Garten, zwischendurch in der Wohnung (Innenstadt, s.o.). Auch hier dasselbe - kurze Kontrollgänge, spielen und ansonsten in der Nähe der Menschen. Mit seinen 1,5 Jahren merkt man noch mehr, dass er ohne seine +/- 3 Stunden Gassi täglich unzufrieden ist. Selbst wenn ich mit meinen beiden noch da bin, ändert sich da nichts, außer dass häufiger eine Runde gefetzt wird.
Verschiedene Rassen/Mischungen, verschiedene Charaktere und ursprüngliche Aufgaben - aber allen ist und war es egal, ob sie einen Garten haben oder hatten, denn der wird durch die ständig gleichen Umweltreize schnell "langweilig".

Edit: aus dem eigenen und dem nachbarschaftlichen Umfeld wird meine Meinung dazu immer wieder bestätigt. Die Gartensitzer sind durchweg alle Kläffer, die bei jedem Blatt, das in 100 Meter Entfernung zu Boden rieselt, abgehen (leider nicht nur überspitzt ausgedrückt). Die Hunde, die trotzdem täglich ausreichend Auslauf und Abwechslung bekommen, sind Zuhause wesentlich entspannter und ruhiger, egal ob Garten oder nicht.
 

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