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Tipps: "Wie erkennt man einen seriösen Züchter?"

Dieses Thema im Forum "Augen auf beim Welpenkauf !" wurde erstellt von TinaH, 8. März 2012.

  1. TinaH

    TinaH Stammuser

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    In anbetracht der Tatsache, dass doch immer wieder Menschen auf der Suche nach einem Rassehund auf unseriöse Züchter und Hundehändler hereinfallen (auch jüngst wieder), habe ich mich mal dran gesetzt und Punkte gesammelt, an denen man seriöse Züchter erkennen kann.
    Ich finde es halt sehr traurig, dass gute Züchter durch das Handeln von unseriösen Menschen immer wieder in Verruf gebracht werden.
    Vielleicht hilft das ja dem Einen oder Anderen, der noch auf der Suche nach einem Rassehund ist.
    Ich freue mich natürlich über Ergänzungen (bin ja schliesslich auch nur ein Mensch).

    Ein seriöser Züchter:
    - hat nicht zu jeder Zeit Welpen zur Verfügung (viele Züchter haben Wartelisten und planen erst einen Wurf, wenn sie geeignete Käufer gefunden haben)
    - gibt niemals sofort einen Welpen mit
    - verspricht/verkauft keine Welpen am Telefon oder per E-Mail
    - möchte den Käufer vorher genau kennenlernen und lädt nach Hause ein. Gern auch schon vor der Geburt, um die Zuchtstätte vorzustellen. Die Aufzucht findet im unmittelbaren Wohnbereich statt und es besteht enge Verbundenheit von Züchter und Hunden.
    - kann Papiere und Gesundheitszeugnisse für jeden seiner Zuchthunde vorzeigen
    - gibt seine Welpen frühestens ab der 8. Woche ab
    - erfragt ausführlich die Lebensumstände des Käufers um herauszufinden, ob dies und die Wünsche und Bedürfnisse zu der Rasse passen
    - verkauft nur gesunde und gepfkegte Welpen
    - berät den Käufer ausführlich über die Eigenschaften und Bedürfnisse der Rasse
    - berät über die Ernährungsbedürfnisse der Welpen
    - beantwortet alle Fragen des Käufers nach bestem Wissen und Gewissen
    - gibt die welpen nur gut sozialisiert, entwurmt, geimpft und mit Ahnentafel ab
    - steht dem Käufer ein Hundekeben lang als Berater zur Verfügung
    - möchte gern im Kontakt bleiben und freut sich über Bilder und Berichte "seines" Welpens


    Ein unseriöser Züchter:
    - hält seine Hunde im Zwinger
    - bietet ständig, das ganze Jahr über, Welpen an
    - hat oft mehrere Welpen verschiedener Rassen zu verkaufen (auch, wenn es manchmal schwer ist, dies heraus zu finden)
    - verkauft Welpen oft ca. 1/3 unter dem üblichen Preis
    - bietet Welpen billiger an, wenn der Käufer auf die dazugehörigen Papiere verzichtet
    - verkauft Welpen, die er nicht selbst gezüchtet hat
    - verkauft auch kranke Welpen
    - zieht die Welpen oft ohne Sozialkontakte zu Menschen und ohne Anreize zum Spielen/ohne Spielmöglichkeiten auf
    - verkauft Welpen unter 8 Wochen
    - kauft billig ganze Würfe auf und verkauft sie weiter
    - hält die Ahnentafeln für unwichtig und Ausstellungen unsinnig (meist steckt etwas anderes dahinter und es ist fraglich, ob seine Hunde überhaupt eine VDH/FCI Zuchtzulassung bekommen würden)
    - verkauft Welpen wie im Kaufhaus (Geschlecht, Alter, Farbe, Abholdatum kann man sich immer selbst aussuchen, ohne mit Kompromissen rechnen zu müssen)

    Mißtrauisch sollte man hier schon werden, wenn auch nur einer dieser Punkte auf einen Verkäufer/Züchter zutrifft (meine Meinung).

    Meine Definition :
    Ein guter Züchter ist vor allem an der Einstellung zu seinen Hunden zu erkennen und an seinem Bemühen einer natürlichen Aufzucht. Er hat seine Rasse im Blick, die er gesund halten will und helfen sie zu verbessern, aber auch jeden seiner einzelnen Hunde.
    Ein guter Züchter steht stolz zu seine "alten", nicht mehr zur Zucht genutzten Hunde und würde sie nicht abschieben.
    Ein guter Züchter ist transparent und verschleiert nichts.

    So, das war mir jetzt sehr wichtig, da es ja auch Menschen gibt, die einen Rassehund möchten.
    Wie schon gesagt, über Ergänzungen würde ich mich natürlich sehr freuen.


    Und natürlich grad entdeckt, dass das wohl in der falschen Sparte steht.
    Wenn das wohl verschoben werden könnte?
     
    Zuletzt bearbeitet: 8. März 2012
    trucker1967 gefällt das.
  2. Fladdermuus

    Fladdermuus Stammuser

    Beiträge:
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    Dortmund
    Ergänzung:

    - Wie verhalten sich die Hunde gegenüber Besuchern und eigener Familie?
    - Würden SIE dort selber gerne Hund sein?
    - Dreckig sollte es nicht sein, aber eine ZU saubere Wohnung mit Designermöbeln lässt den schluss zu das die Hunde dort NORMALERWEISE nicht wohnen sondern nur rein dürfen wenn "Besuch kommt".
    Hunde, insbesondere Welpen hinterlassen Spuren an Tapeten, Stuhlbeinen, Teppichen.
    - Führt der "Züchter" aggressive Verkaufsgespräche? Suggeriert das der Welpe quasi schon weg wäre und man soll sich SOFORT entscheiden?
    - Wird Kontakt unter den Welpenkäufern befürwortet oder abgeblockt? Welpentreffen?

    Das die Ahnentafel der Mutter nicht im Original vorliegt ist normal (die wird mit der Wurfmeldung zum Zuchtbuchamt geschickt). Wenn die Ahnentafeln der Welpen bei Abgabe noch nicht vorliegen sollte dies im Kaufvertrag vermerkt sein.
    Wenn der Verein eine Züchterliste hat sollte der Züchter dort auch gelistet sein. Ansonsten: Beim Verein nachfragen kostet nichts.
     
  3. Benutzer389

    Benutzer389 Gast

    Beiträge:
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    Ein wichtiges Kriterium für einen guten Züchter:

    Er passt nicht eine Rasse den Käufern an, sondern sucht passende Käufer für die Rasse.

    Ein guter Züchter lehnt auch mal Interessenten ab, beachtet den Ursprung der Rasse und führt diese auch in Gebrauchs- oder Leistungsprüfungen. Ich beispielsweise würde keinen Glatthaar Foxterrier von einem Züchter kaufen, dessen Hunde keine Gebrauchsprüfungen haben.

    Es gibt natürlich noch viele weitere Merkmale.
     
  4. MoSiGa

    MoSiGa Newbie

    Beiträge:
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    Hallo,

    gibt es auch Tipps, wie man "Züchter", die im Internet inserieren schon fast ausschließen kann?
    Ich suche und gucke viel im Internet und da kamen mir schon einige Anzeigen komisch vor.

    - Bilder von Welpen, die ausschließlich im Stroh liegen (Hinweis darauf, dass sie nicht im Haus und Familienanschluss aufwachsen dürfen)
    - Auf keinem Bild ist die Mutter zu sehen
    - die Texte sind äussert kurz gehalten (so würde ich vielleicht eine gebrauchte Spülmaschine anbieten)

    Das waren jetzt Ideen, aber gibt es noch Tipps von den Profis, wie man evtl. schon lange Fahrtstrecken vermeiden kann?

    LG MoSiGa
     
  5. Fladdermuus

    Fladdermuus Stammuser

    Beiträge:
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    Wenn ich Welpen inseriere habe ich oft nur eine beschränkte Anzahl von Bildern zur Verfügung.
    Wer Bilder der Eltern sehen will kann dies auf den entsprechnden HP´s gerne tun.

    Auch sollte eine Züchter auf Wunsch Bilder per Mail zusenden.

    Was die Länge der Texte angeht so kenne ich GUTE Züchter die mit der Anzeige lediglich bekanntmachen wollen das Welpen abzugeben sind und die näheren Infos am Telefon oder persönlich besprochen werden können.
    Und ich kenne Händleranzeigen die SEHR ausführlich sind.
    Vorsichtig wäre ich immer wenn es "kitschig" wird.
    So: " Ich bin die süße kleine Gabi. Alle meine Geschwister sind schon ausgezogen. Nur mich will niemand adoptiere. Dabei bin ich doch eigentlich sehr niedlich, oder? Ich will doch nur eine liebe Familie für mich alleine"
    Seriöse Züchter werben auch nicht mit falschen Versprechungen: IDEALE Familienhunde, Freiatmend (sind ALLE Welpen - egal welcher Rasse), ZUVERLÄSSIG stubenrein (mit 8 Wochen?)
     
  6. Benutzer460

    Benutzer460 Gast

    Beiträge:
    1.471
    Man sollte einen Züchter auch alles fragen können. Von Futter das die Eltern kriegen, was die Welpen fressen, ob die Hunde schon Leine/Halsband kennen...
    Auch sollte er einem seine Hilfe anbieten und Kontakt halten wollen, manche Züchter wollen regelmäßig Bilder der Welpen sehen. Manche Züchter bieten auch eine Urlaubsbetreuung an....
     
  7. T S
    TinaH

    TinaH Stammuser

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    So, jetzt hab ich mal alles zusammen getragen, was nicht so einfach war. Ich selbst kenne nämlich keinen Züchter, der inseriert. Die, die ich kenne, schreiben zeitig auf ihre HP, wann ein Wurf geplant ist und haben ihre Welpenbewerber meist schon vor der Geburt.
    Bei Anzeigen ist das nicht ganz so einfach, aber am sichersten ist man bei Vereinszeitschriften und Fachzeitschriften.
    Wichtig sind Informationen, die anzeigen, dass hier Menschen inserieren, die sich auskennen.
    Folgende Punkte können dies vermitteln:
    - Die genaue Rasseangabe/Mischlingsangabe (z.B. nicht Spitz-Welpen, sondern Deutsche Großspitz-Welpen; nicht Labrador-Mischling, sondern Labrador-Husky Mischling)
    - Angaben über Alter und Abgabetermin (z.B. momentan 5 Wochen alte Husky-Welpen ab 6.9. abzugeben)
    - Angabe des Geschlechterverhältnisses (5/2 Beagle-Welpen = 5 Rüden und 2 Hündinnen)
    - Angaben zur Gesundheit der Eltern (z.B. 4/3 Beagle-Welpen aus HD und PRA freien Eltern)
    - Angabe eines Zwingernamens (z.B. Perro-Welpen "von der großen Freiheit"; als Züchter hat man normalerweise einen Zwingernamen)
    - Angabe mit oder ohne Papiere (z.B. mit VDH/FCI Papieren)
    - Beschreibung der Haarart oder Farbe
    - Besondere Infos über die Eltern (z.B. Ausdauerprüfung, Schutzhundeprüfung, besondere Anmerkungen zum Stammbaum,...)
    - Infos über die Betreuung von Zuchtwart und/oder Tierarzt (z.B. bei Abgabe mehrfach entwurmt, geimpft, Microchip, Wurf wird vom Zuchtwart abgenommen)
    - Angabe des Zuchtziels (z.B. züchten auf Gesundheit und Wesen, Leistungszucht,..)
    - Hervorheben von besonderen Aufzuchtfaktoren (z.B. Welpen-Abenteuerspielplatz, liebevolle Familienbetreuung mit bester Prägung mit Hilfe von Großeltern, Kindern,...)
    - Wünsche werden genannt:
    gerne an Familien mit Kindern, Katzen = der Welpe ist einiges gewöhnt und gut geprägt
    an Rassekenner = Liebhaber der Rasse werden gesucht
    ambitionierte Hundesportler gesucht = bitte später mit den Welpen arbeiten
    in beste Hände abzugeben = ziemlich schwammig
    - Kontaktaufnahme (z.B. Mutterhündin (und Wurf) können nach Termin gern besucht werden,...)

    Das sind natürlich nur grobe Richtlinien, reinfallen kann man immer und Papiere (Ahnentafel, Kopien der Gesundheitszeugnisse) sollte man sich IMMER zeigen lassen. Aber so kann man evtl schon einmal Inserate "aussieben". Sorgen würde ich persönlich mir immer dann machen, wenn ein Züchter Fragen ausweicht, man ihm alles aus der Nase ziehen muss, man das Gefühl hat er kennt sich nicht mit der Rasse aus, nicht nach FCI-Regeln gezüchtet wurde.

    Anzeigen, die folgende Infos haben, würde ich gleich streichen:
    - Welpen werden ihnen an die Haustür gebracht/Wir kommen Ihnen auf halbem Weg entgegen (sehr verdächtig)
    - Malteser-, Pudel-, Beagle-, und Foxterrier-Welpen mit Stammbäumen zu verkaufen (da sag ich nur: Massenzüchter oder Hundehändler)
    - Echte Labrador-Welpen, besonders preiswert ("Sonderangebote" sind ein Grund zurück zu schrecken. Da kann was nicht stimmen. Nicht jeder kann/möchte sich einen Rassehund leisten, aber dann doch liebetr noch sparen oder einen süßen Mischling nehmen, und nicht hier "blauäugig" zugreifen)
     
  8. Terriertier

    Terriertier Newbie

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    Was noch wichtig ist: Wie verhalten sich die Mutterhündin und die Welpen zueinander.

    Und: Jeder gute Züchter kann einem haarklein erklären, warum er genau diese Verpaarung angestrebt hat und was seine Ziele für seine Zuchtrasse sind.

    Er kneift auch nicht bei Fragen anch den gesundheitlichen Problemen der Rasse und auch nicht bei speziellen Halteranforderungen.
     
  9. Toopi

    Toopi Newbie

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    Zeit für jeden einzelnen Welpeninteressenten ist auch wichtig. Ein Gespräch sollte nicht auf eine halbe Stunde beschränkt sein und dann steht schon der nächste Interessent in der Tür.

    Und der Welpe sollte auch länger beim Züchter bleiben können, nicht immer paßt der Abgabetermin zu den persönlichen Umständen der Welpeninteressenten.

    Und... Ich schicke Interessenten, auch wenn ich ein gutes Gefühl habe und sie meinen sich schon entschieden zu haben, immer erstmal wieder nach hause - zwei, drei Nächte drüber schlafen. Ist für beide Seiten gut, falls doch Zweifel aufkommen.
     
  10. T S
    TinaH

    TinaH Stammuser

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    Mir fällt noch ein:

    - Wird einem die Mutter nicht gezeigt, FINGER WEG
    Ein guter Züchter hat seine Mutterhündin zu Hause, wenn Welpenbewerber angemeldet sind.
    Ich würde keine fadenscheinige Ausrede (z.B. Sohn ist grad spazieren,...) gelten lassen. Eine Mutterhündin erkennt man am hängenden Gesäuge.
     
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