Stubenreinheit

Hallo liebes Forum,

letzten Freitag durfte ich meinen Sheltie Welpen abholen und hab mich natürlich riesig gefreut, zu dem Zeitpunkt war sie genau 8 Wochen alt. Jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen. Ich weiß, sie ist erst 8 Wochen alt und jeder Hundebesitzer kennt wahrscheinlich das leidige Thema.

Ich gehe wirklich konsequent auch sei es nur für 10 Min alle 2 Stunden mit ihr raus, außerdem auch nach dem Essen, Schlafen und Spielen. Eigentlich müsste man meinen das würde reichen. Jedoch weit gefehlt. Kaum bin ich 2 min wieder oben wird in die Wohnung gemacht. Sie ist an sich ein eher ängstlicher Hund, klar sie selber kommt vom Land (wenn ich sage Land meine ich kaum gefühlt Zivilisation) und ich wohne in der Stadt, dabei kann ich mir scho vorstellen, dass die große Welt Angsteinflößend ist. Wenn wir rausgehen wird auch kaum geschnuppert oder dergleichen, sondern sich zwischen meinen Beinen versteckt.

An die Hundebox habe ich sie gewöhnt. Sprich nachts meldet sie sich wenn sie muss. Sie hält jetzt schon gute 6 Stunden ein in der Box. Heute morgen passierte das unfassbare. Um 6 Uhr sind wir schnell rausgegangen und da hat sie wirklich auf den Rasen gepinkelt und ein gutes Lob wurde natürlich nicht verwehrt. Jedoch musste ich den Tag über wieder feststellen, dass sie nur in die Wohnung gemacht hat.

Habt ihr vielleicht Tipps oder Tricks wie ich damit am besten umgehe? Ich höre von vielen Besitzern, dass die Stubenreinheit gar kein Problem war und nach kurzen 2 Wochen schon kaum mehr in die Wohnung gemacht wurde. Davon bin ich meilenweit entfernt. Oder ich hab einfach zu wenig Geduld gerade :D

Und wie kann ich ihr am Besten die Angst nehmen, die sie aufgrund ihres neuen Umfeldes hat? Nichtmal das Gassi gehen funktioniert so richtig, aber da machen wir schon gut Fortschritte. Das Geschirr hat sie prinzipiell abgelehnt, sodass ich es mit einem Halsband versucht habe. Sie versucht es auch schon kaum mehr abzumachen bzw. rumzukauen. Mit der Leine zu gehen hab ich in der Wohnung erstmal geübt. Funktioniert ganz ok, aber noch nicht perfekt. Kaum gehen wir draußen bewegt sie sich keinen Millimeter, egal was ich tue.

Hoffe ihr könnt mir vllt. ein wenig helfen.

LG
 
Hi,

ich empfinde den Leistungs-/Erwartungs-Druck schon beim Lesen als überfordernd.

Du hast mal ganz grob gesagt von Woche 8 bis 10 keine andere Aufgabe, als deinem Welpen zu helfen mit dem Trauma (und das ist eine junge Trennung von Mutter & Geschwistern immer) klarzukommen und ihm Sicherheit und Geborgenheit zu geben.

Halsband finde ich total daneben bei so einem jungen Welpen, würde unbedingt beim Geschirr bleiben. Du kannst es positiv aufbauen, indem du deinem Welpen das Geschirr immer in entspannten Situationen für ein paar Minuten anziehst, oder zum Füttern usw.

Zum Thema Stubenreinheit: dein Welpe macht draußen nicht, weil sie Angst hat und sich daher nicht lösen kann (sagt ja schon das Wort). Entspannt ist sie nur in der Wohnung und da lässt sie dann los. Wie du weitermachen kannst? Wie bisher. Drinnen die Malheure ignorieren und wegputzen, draussen immer zur gleichen (langweiligen) Wiese tragen und überschwänglich loben, wenn es dort mal klappt.

Nichtmal das Gassi gehen funktioniert so richtig
Natürlich nicht, dafür ist sie noch nicht reif. Geschirr und Leine wurden nicht aufgebaut, die Eindrücke der Stadt überfordern sie, die Bindung zu dir ist noch nicht ausreichend. Und on top verlassen viele Welpen mit 8 Wochen noch nicht gern das Zuhause. Du brauchst einfach Geduld & Empathie, trag sie zu einer netten Wiese, setz dich dort mit ihr hin, lass sie entscheiden ob sie bei dir bleiben oder schnuppern will etc. Mehr „Gassigehen“ braucht sie mit 8 Wochen noch nicht.
 
Hallo,
meinst du mit letzten Freitag wirklich Freitag, den 11.09?
Das sind ja grade mal 4 Tage!!
Dein Mäuschen steht sich noch total unter Kulturschock.
Zumal es so klingt als wäre sie von der hintersten Wallachei zu dir in die Stadt gezogen.
Da hilft nur Geduld und noch mehr Geldud.
Und nicht Spazierengehen, sondern Spazierenstehen.
Zum Pipi machen immer an dasselbe Stückchen Wiese und einfach warten bis die große Stadt und die weite Welt nicht mehr so beängstigend sind.
Und ansonsten hat dein Mäuschen genug damit zutun sich einzugewöhnen.
Einfach in ihrem Tempo die Gegend erkunden lassen. Und wenn ihr dann für 150m 30 min braucht, dann ist das so.
 
Erster Hund
BalouDackelMix8.3.11
Zweiter Hund
Mogli, JRT,21.10.12
Dritter Hund
HermanPodiMix16.6.14
Habt ihr vielleicht Tipps oder Tricks wie ich damit am besten umgehe? Ich höre von vielen Besitzern, dass die Stubenreinheit gar kein Problem war und nach kurzen 2 Wochen schon kaum mehr in die Wohnung gemacht wurde. Davon bin ich meilenweit entfernt. Oder ich hab einfach zu wenig Geduld gerade :D
Ganz ehrlich... Ja, du hast zu wenig Geduld. Es ist nie sinnvoll sich mit anderen Hundehaltern zu vergleichen. Das sorgt nur für Leistungsdruck, den du auf den Hund überträgst.

Du schreibst selber, dass dein Welpe unsicher ist und nur zwischen deinen Beinen sitzt. Sie traut sich nicht draußen ihren Welpengeruch zu hinterlassen. Wenn sie vom Züchter kein Geschirr kennt dann ist das erst mal ungewohnt. Daran wird sie sich aber gewöhnen wenn sie es öfters trägt.
 
Hallo,
jeder Welpe ist anders und man muß sich darauf einstellen .

An ein Geschirr ,oder das Halsband , muß sich jeder Welpe erst gewöhnen ,
vielleicht lässt Du dieses einfach auch mal für längere Zeit im Hause um .
Gewöhnung ist nur in einer Angst freien Umgebung möglich und ohne damit geführt zu werden .

Ich würde mit dem Welpen auch mal außerhalb, an einen ruhigen Ort fahren ,
dort hat der Welpe wahrscheinlich etwas weniger Probleme Angst- frei mit Dir herumzulaufen .
Eigendeich wird der Welpe Dir dann auch ohne Leine folgen , kleine Hunde in diesem Alter sind auf Schutz angewiesen,
Du bist sein Beschützer . Hab Vertrauen und las Deinen Hund ruhig frei laufen , oder versuche es erst mit einer langen Leine .
Dieses fördert die Bindung des Welpen zu Dir und kann wohl auch ein unverkauftes Lösen ermöglichen.
Ein regelmäßiges ,unbekümmertes herum tollen in einem reiz-armen Umfeld , kann bestimmt helfen, die Entwicklung zu fördern
und allgemein das Verhalten außerhalb des Hauses zu verbessern.

Die Gewöhnung an den Straßenverkehr , ist dann noch eine andere Sache , die der Welpe erst langsam lernen kann.

Hermann.
 
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