Revierverteidigung im Büro

Hi,

ich habe eine kleine Frage bei der ich ein paar Tipps brauche.

Mein Hund (Dackel 1 Jahr und 3 Monate) ist mein ständiger Begleiter, auch auf der Arbeit im Büro. Es ist auch soweit alles super, die Kollegen verstehen sich mit dem Hunde, der Hund mit den Kollegen, auch der Pizzabote zur Mittagszeit und komischer Weise auch die meisten Postbosten (auch wechselnde) sind okay.

Wir haben hier keinen regen Verkehr mit Kunden oder Kollegen aus anderen Firmen, jedoch kommt auch bei uns mal ein Manager oder Projektleiter oder irgendwer zu uns. Und da kommt das Problem das der Hund dann manchmal Revierverhalten zeigt und den Kunden/Kollegen der durch die Tür kommt anbellt. Auch wenn ich nicht glaube das sie beißen würde, es sieht schon manchmal ein bisschen aggressiv aus (aufgestellte Haare, etc.). Eigentlich stört mich das bellen am meisten, dass geht halt im Büro nicht (gerade gegenüber Kunden). Sie lässt sich dann auch nicht abrufen.


Ich weiß leider nicht wie man sich dabei richtig verhält. Aktuell nehme ich sie dann immer, bringe sie in meinen Raum und schicke sie auf ihre Decke. Da bleibt sie dann auch liegen, ist nicht so das sie dann wieder nach vorne (Foyer) rennt. Aber sie läuft normalerweise hier frei rum und soll das auch weiterhin dürfen, nur keine Fremden anbellen wenn diese die Firma betreten wenn der Hund gerade im Foyer entlang läuft.

Was kann man machen?


Gruß Hannes
 

Bullerina

Stammuser
Erster Hund
Casha, OEB (4)
Zweiter Hund
Hermann, MiniPin (3)
Hm.. es wird Dir nicht gefallen, aber ich würde ihr ihre Streifzüge untersagen. Also: kein Foyer mehr.

Aus ihrer Sicht geht sie Patrouille, denn Dich lässt sie ja offensichtlich alleine zurück. Sie fühlt sich verantwortlich für "ihr Revier". Ich würde ihr das Büro zugestehen und sie darf Dich begleiten, wenn Du das Büro verlässt. Aber Alleingänge führen zu einer Verantwortlichkeit ihrerseits, die Du nicht möchtest.
 
Naja, Patrouille ist es glaube ich nicht. Sie geht 1-2 mal am Tag eine Runde wenn ihr langweilig ist. Aber es ist kein Dauerzustand, meistens schläft sie sowieso. Und was mich ja am meisten wundert ist das sie es ja nicht bei jedem Fremden macht. Man hört auch das klingeln wenn jemand rein will, sie weiß auch genau das wenn es klingelt jemand Fremdes kommt, steht aber nie von sich aus auf und geht gucken wer oder was da gerade kommt.

Wenn ich sie auf ihre Decke geschickt habe und der/die "Fremde" dann direkt zu mir ins Büro kommt, oder sie sich nochmal auf dem Flur/Foyer treffen ist es dann auch ruhig. Nur der initiale Kontakt ist manchmal schwierig.

Gibts eventuell noch andere Tipps?
 

Hermelin

Stammuser
Erster Hund
Hermes / Whippet (6)
Zweiter Hund
En-Lil / Whippet (1)
nein, ich würde mich da Bullerina in der Tat in ihrer Einschätzung anschließen.
 

Crime

Stammuser
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
Zweiter Hund
BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Es sollte baulich schon so sein das der Erstkontakt nicht zwischen Hund und fremder Person statt findet. Nie. Am besten gar noch ohne Aufsicht. Auch nicht bei den 1-2 Runden täglich.
Ansonsten ist das Alter durchaus eine Phase wo es ganz natürlich zu einer Angstphase kommen kann. Solche Phasen sollte man nicht zu leicht nehmen, sie gehen zwar von alleine weg aber was sich dabei generalisiert an Verhalten davon hat man dann länger was.

Aktuell liest es sich für mich so das sie glaubt euch bescheid sagen zu müssen das jemand kommt/da ist was aus Hundesicht auch völlig logisch ist. Ihr das zu verbieten macht für den Hund weniger Sinn als ihr zu verbieten sich da alleine überhaupt aufzuhalten.
 
Auch das kann ich mir nicht vorstellen bzw. ist für mich unlogisch.
Wenn das stimmen würde dann müsste sie ja bei jedem Fremden anschlagen, oder? Macht sie aber nicht.

Was nicht bedeuten soll das ihr nicht Recht habt. Es wäre wahrscheinlich wirklich einfacher sie neben mir im Körbchen liegen zu lassen anstatt sie hier frei durch die Räume tingeln zu lassen, aber da bin ich ehrlich, dass will ich nicht.

Dann muss ich halt einfach besser aufpassen.
 

Bullerina

Stammuser
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Casha, OEB (4)
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Hermann, MiniPin (3)
Nochmal, vielleicht krieg ich es ja besser erklärt:

Wenn sie bei Dir ist, hat sie keinen Grund zu melden, Du siehst ja offensichtlich, dass da jemand kommt. Gleiches, wenn jemand klingelt und "Du Dich drum kümmerst".

Dreht sie ihre Runde (weil Du ja das Wort Patrouille nicht zu mögen scheinst 😉 ) und es kommt ein Fremder tut sie als guter Hund das, was man als guter Hund eben so macht: Alarm schlagen.
Kommst Du dann, holst sie ab und schickst sie auf ihre Decke, übernimmst Du die Zuständigkeit für diesen Fremden, geht sie nichts mehr an, sie kann entspannt liegen bleiben.

Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, was Du so schlimm (oder nicht erstrebenswert) findest, wenn Deine Hündin sich im Büro im Körbchen oder eben direkt bei Dir aufhalten soll. Im Gegenteil vermittelst Du ihr so Sicherheit weil Du da bist und die Dinge regelst.

Hildegard ist noch sehr jung, das, was sich jetzt als "Problemchen" darstellt kann sich die nächsten Monate zu einem Problem auswachsen. Einfach, weil Du ihr diese "Aufgabe" weiterhin zugestehst. Eventuell (muss nicht, ist aber wirklich gut möglich) beginnt sie dann auch in Deinem Büro zu melden, wenn jemand klingelt oder das Foyer betritt...
Ich würde jetzt ansetzen, damit ihr noch eine lange, gemeinsame Arbeitswelt vor euch habt.

Just my two pence.
 

Crime

Stammuser
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
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BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Es kann natürlich zusätzlich sein das sie nur auf einen bestimmten Personentyp reagiert (bzw. eben nicht reagiert je nachdem).

Beispielweise reagieren viele Hunde eher auf Männer als auf Frauen.
Oder auf sehr große und/oder kräftige Personen.
Solchen mit tiefen oder lauten Stimmen oder mit schweren Schritten (u.a. deshalb sind Handwerker häufig auch häufig recht unbeliebt bei Hunden)
usw.

Ansonsten 1:1 wie @Bullerina schreibt handelt es sich bei Hildegard um ein Lehrbuchbeispiel eines Hundes der die Aufgabe "aufpassen" nur ausübt bis er sie abgeben kann.
 
Vielleicht hab ich mich auch nicht richtig erklärt, denn sie macht es auch wenn ich mir ihr im Foyer stehe. Ferner ist das Foyer/Empfang auch immer besetzt, es ist immer einer da sie ist nirgends allein.
Vielleicht ist es wirklich der Personentyp. Wenn ich so drüber nachdenke sind es wirklich immer Männer.

Ich will ihr das patrouillieren einfach nicht verbieten weil ich dann denke ihr würde was fehlen. Sie freut sich ja auch wenn sie durch die Büros tingelt und das Bäuchlein gestreichelt bekommt, hier und da einer mal ein bisschen mit ihr spielt oder sie auf Schoss X/Y darf um ein bisschen zu schmusen. Da kann ich dann ja nicht immer mitgehen, ich muss ja zwischendurch auch mal arbeiten :)
Daher fand ich es immer gut das sie das alleine macht, aber ist schon durchaus richtig das sie dann ggf. "die Führung" übernimmt . Ich kenne die Verhaltensweisen ja, ist ja nicht so das ich noch nie ein Buch über Hunde gelesen hätte, aber ich dachte ist in meinem Beispiel vielleicht anders, denke da denke ich vielleicht gerade zu "menschlich".
 

Wirbelwind

Stammuser
Erster Hund
Grizu Shih Tzu * 10.04.2015
Zweiter Hund
Freki Shih Tzu * 02.06.2016
Hinten links unter dem rechten Pfotenballen ist ein kleiner Knopf, da drauf drücken und sie bellt nicht mehr 🙄
Ne, ernsthaft, so schafft man Probleme die es nicht haben müsste!
Egal warum sie das tut, glaubst du es wird besser wenn dus lässt wie es ist?
Ich hätte beim ersten Mal schon die Konsequenz gezogen sie am Platz zu halten, das geht so einfach nicht!
 

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