"Panikattacken" meines Hundes bei fremden Hunden (Cockerwut?) Alprazolam als Angstlöser?

NV-Hundehaftpflicht
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Liebe Hundefreunde,

ich habe bereits im Forum nach Rat gefragt.

Es ging darum, dass mein Hund beim Anblick unbekannter Hunde anfing zu bellen und rübergezogen hat. Das Problem ist in den letzten Wochen schlimmer geworden. Es ist nicht mehr nur ein "bellen", es ist eher ein "kreischen", sie wird in den Momenten zu eine Art Wolf, ich habe das Gefühl, dass sie in diesen Momenten Todesangst hat. Ich denke daher, dass es nicht Aggression ist, sondern Panik. Wirken tut es aber leider aggressiv. Ich schätze, es sind Panikattacken weil sie in diesem Momenten nicht sie selber ist.

Ich weiß im Moment nicht wirklich weiter. Mein Tierarzt hat ihr Alprazolam verschrieben, zum Angstlösen. Er sagt, da sollte man definitiv medikamentös rangehen, damit sich kein Angstgedächnis etablieren kann.

Dazu muss ich sagen, dass ihr Verhalten gegenüber Menschen absolut normal ist. Sie hat keine Angst, sie lässt sich immer streicheln, auch von Fremden, und ignoriert mittlerweile auch Fahrradfahrer, Jogger etc. Manchmal bellt sie auch Menschen an, aber das ist ganz selten, und dann meistens wenn sie "plötzlich" um die Ecke biegen oder wir sie im Treppenhaus treffen. Aber das ist viel, viel besser geworden.

Das Problem besteht zu 90 % nur bei Hunden (die sie nicht kennt).

Mir ist klar, dass ich nicht NUR medikamentös rangehen muss, sondern auch verhaltenstechnisch. Ich habe für nächste Woche einen Termin bei einem neuen Hundetrainer, ich bin gespannt.

Ansonsten wechsle ich im Moment die Straßenseite, wenn ich einen Hund sehe. Rastet sie aus, gehe ich wortlos mit ihr aus der Situation raus. Sieht sie einen Hund, rastet aber noch nicht aus, versuche ich sie über Leckerlis abzulenken. Das ist momentan meine Strategie.

Gibt es einen Rat, den ihr mit geben könntet?
Angstlösende Medikamente, die ihr empfehlen könntet?
Ich habe im Internet verstärkt über die "Cockerwut" gelesen, aber müsste sie dann nicht auf aggressiv gegenüber Leuten sein?

Auch wurde proteinarme Ernährung empfohlen, um solche Attacken entgegenzuwirken - sie müsste also Diätfutter erhalten statt Barf (aktuell). Wie seht ihr das?

Kann das wirklich helfen?!

P.S. Ich vermute, dass bei dem Auslauf, bei dem sie sonst immer dabei war, etwas schiefgelaufen ist. Früher hatte sie diese Probleme mit anderen Hunden nämlich nicht. Beweisen kann ich das natürlich nicht. Den Auslauf wechsele ich im Moment weil sie bei dem "alten" Auslauf teilweise von 9-22 Uhr unterwegs war - ich glaube, es war zu viel für sie - immer 10-15 Hunde um sie herum und das den ganzen Tag. Vielleicht spielt das auch eine Rolle.

LG
Ein verzweifelter Cockerspaniel85 :-(
 

lina27

Stammuser
Erster Hund
Rex / Chihuahua
Zweiter Hund
Jasmin/Yorkiemix
Hallo,

Tut mir leid, das zu lesen.

Mein erster Gedanke war ehrlich gedagt auch, dass es an dem Gassi-Serbice gelegen haben könnte. Von 9 bis 22 Uhr unterwegs ist ja schon 'ne Hausnummer... Auch die Anzahl an Hunden dürfte ja recht groß gewesen sein dort? Kannst du vllt nochmal das Gespräch suchen? Vllt ist ja doch noch etwas in Erfahrung zu bringen...

Wenn das Verhalten der Hündin so heftig istcwie geschildert, würde ich dir raten, da wirklich einen erfahrenen Trainer drauf gucken zu lassen bevor du selbst herumdoktorst!. Von Schmerz - und Schreckreizen aller Art würde ich auch dringend abraten...
 
Hallo,

Tut mir leid, das zu lesen.

Mein erster Gedanke war ehrlich gedagt auch, dass es an dem Gassi-Serbice gelegen haben könnte. Von 9 bis 22 Uhr unterwegs ist ja schon 'ne Hausnummer... Auch die Anzahl an Hunden dürfte ja recht groß gewesen sein dort? Kannst du vllt nochmal das Gespräch suchen? Vllt ist ja doch noch etwas in Erfahrung zu bringen...

Wenn das Verhalten der Hündin so heftig istcwie geschildert, würde ich dir raten, da wirklich einen erfahrenen Trainer drauf gucken zu lassen bevor du selbst herumdoktorst!. Von Schmerz - und Schreckreizen aller Art würde ich auch dringend abraten...
Danke dir, das ist lieb.

Naja, das lag daran, dass er privat ein Haus renovieren müsste, und die Hunde in der Zeit wohl im Garten gespielt haben...paar Mal hat sie dann dort auch übernachtet, weil er sie nicht zurückbringen konnte..mir war das alles dann auch sehr suspekt, daher habe ich das auch beendet. Ich hatte das Gespräch mal gesucht, mir wurde gesagt, dass nix passiert ist. Vor allem in den letzten Wochen der Betreuung waren es teilweise 12-15 Hunde.

Ja, ich bin gerade dabei einen guten Hundetrainer in Berlin zu suchen. Einen gewissen Lars Thiemann werde ich nächste Woche kontaktieren und hoffentlich kann er mir helfen.
 

Limbo

Stammuser
Erster Hund
Span. Strassenköterchen
Ich denke auch, das beim Service was passiert ist...wenn man nebenbei noch renoviert, kriegt man das doch gar nicht mit.

Die Stundenzahl ist schon erschreckend :eek:, ich stelle mir das grade vor und vergleiche, wenn mein Hund 1-2 Stunden im Rudel unterwegs ist, ist der sowas von kaputt...;)
 

Wautzi

Stammuser
Erster Hund
BalouDackelMix8.3.11
Zweiter Hund
Mogli, JRT,21.10.12
Dritter Hund
HermanPodiMix16.6.14
Ich glaube deine Hündin war damit überfordert, dass sie jeden Tag so lange unterwegs ist und von den vielen Hunden um sie herum. Danach wären meine Hunde auch aufgedreht.

Meine persönliche Meinung ohne euch zu kennen ist, dass ich mir nicht vorstellen kann das das Panikattacken sind sondern dass deine Hündin nach über 12 Stunden unterwegs sein keine Impulskontrolle mehr übrig hat und deshalb kreischt.

Ich hatte noch keinen Panikhund aber zumindest Angsthunde aus dem Ausland, die nichts kennengelernt haben wollen, nach dem was ich so in Foren lese, vom Angstauslöser flüchten.

Den Hundetrainer zu dem du möchtest kenne ich nicht. Ich würde auf jeden Fall darauf achten, dass er gewaltfrei arbeitet.
 
Ich denke auch, das beim Service was passiert ist...wenn man nebenbei noch renoviert, kriegt man das doch gar nicht mit.

Die Stundenzahl ist schon erschreckend :eek:, ich stelle mir das grade vor und vergleiche, wenn mein Hund 1-2 Stunden im Rudel unterwegs ist, ist der sowas von kaputt...;)
Ja, das befürchte ich auch. Ich habe jetzt einen neuen Gassiservice für sie gefunden, der geht "nur" für 3 h in den Wald und das 3x die Woche. Die übrigen 2x die Woche ist sie mit meinen Eltern und kann etwas "pausieren", während ich arbeite. Die Gruppen bei dem neuen Gassiservice sind maximal 6 Hunde, meistens eher 4-5.
 
Ich glaube deine Hündin war damit überfordert, dass sie jeden Tag so lange unterwegs ist und von den vielen Hunden um sie herum. Danach wären meine Hunde auch aufgedreht.

Meine persönliche Meinung ohne euch zu kennen ist, dass ich mir nicht vorstellen kann das das Panikattacken sind sondern dass deine Hündin nach über 12 Stunden unterwegs sein keine Impulskontrolle mehr übrig hat und deshalb kreischt.

Ich hatte noch keinen Panikhund aber zumindest Angsthunde aus dem Ausland, die nichts kennengelernt haben wollen, nach dem was ich so in Foren lese, vom Angstauslöser flüchten.

Den Hundetrainer zu dem du möchtest kenne ich nicht. Ich würde auf jeden Fall darauf achten, dass er gewaltfrei arbeitet.
Das mit der Impulskontrolle ist interessant, das würde schlüssig sein. Den eigentlich ist sie kein ängstlicher Hund sondern ein sehr selbstbewusster Hund. Und vor allem - sie zieht ja auch zum Hund HIN während sie so "kreischt".

Sie ist seit etwa 2 Wochen aus dem "alten" Gassiservice raus, ich hoffe, dass sie sich schnell erholt.

Menschen bellt sie halt - wenn - dann eher nachts oder abends an, auch hier wohl aus Unsicherheit.

Gibt es den Medikamente, die bei einer gestörten Impulskontrolle helfen könnten - also unterstützend? Den, wenn es nicht Angst ist, macht ein Angstlöser ja auch keinen Sinn oder. Bei meinem Tierarzt war sie auch sehr "nervös", früher war das selten der Fall. Daher hat er auch auf Unsicherheit/Angst getippt.

Und nochmal die Frage - würde es ggf. Sinn machen vom Barf wegzugehen und zu einer proteinarmen Ernährung überzugehen? Das wird in Foren bei möglicher "Cockerwut" öfters empfohlen.
 
Vieles spricht dafür, dass sich Deine Hündin bei dem Pfuscher völlig überdreht hat und mit den Nerven zu Fuss ist.
Das geht - künftig vernünftige Haltung vorausgesetzt - in der Regel von allein weg und das Tier kommt zur Ruhe.

Daher halte ich weder eine medikamentöse Behandlung noch eine Änderung der Fütterung für geboten, im Falle der Medikamente sogar für ausgesprochen schädlich.

Auch unter Betrachtung der vorherigen Threads denke ich langsam, dass sich Deine Hündin in einer steten Abwärtsspirale befindet, insgesamt suboptimal gehalten wird und Du nicht in der Lage bist, die notwendige Anlehnung und Sicherheit für das Tier zu vermitteln.
Und über die Zustände bei dem Gassiservice und Deine unklare Rolle dabei will ich garnicht tiefer nachdenken.

Du solltest überlegen, eine Entscheidung zum Wohle Deines Tieres zu treffen.
Dabei unterstelle ich Dir keineswegs irgendeine böse oder schlechte Absicht, aber
 

Lesko

Stammuser
Erster Hund
Andy/Mix ( 7 Jahre)
Ich habe mir deine Schilderung jetzt bestimmt 3x durchgelesen. Insgesamt klingt das alles ziemlich chaotisch. Du wirst sicher deine Gründe gehabt haben, warum sie so lange in der Betreuung bleiben mußte und du sie abends nicht abholen konntest. Das ist kein Vorwurf, ich kenne deine Lebensumstände ja nicht.
Nicht jeder Hund steckt das einfach so weg. Deine Hündin braucht meiner Meinung nach erstmal einen geregelten Tagesablauf. Feste Futter- und Gassi -Zeiten, etwas worauf sie sich verlassen kann. Sie muß erstmal zur Ruhe kommen. Nicht durch Medis, sonder einfach durch Berechenbarkeit.
Erst dann kannst du an den anderen Sachen arbeiten. Im Moment scheint steht sie so unter Stress, dass sie gar nicht aufnehmen kann, was du von ihr willst.
Vielleicht solltest du mal ganz für dich überlegen, ob du ihr das bieten kannst.
 
Eigentlich wollte ich mich raushalten,weil ich es wirklich leid bin...aber mittlerweile tut mir der Hund einfach nur noch so wahnsinnig leid,dass ich mich nicht mehr raus halten kann...ich habe in den vorherigen Threads immer versucht zu helfen,und Dir zu helfen...dann hast Du "richtig gestellt",dass Du das Tier ja nicht mir Medikamenten "ruhig stellen"willst(beim Thema Zyklene),es soll ja nur unterstützend sein,als letzte Lösung,etc. ...und nun lese ich wieder,dass der Hund mit einem Angstlöser gefüttert wird,und weil der augenscheinlich nichts hilft,wird nun ein Medikament gegen gestörte Impulskontrolle gesucht?
Sei mir nicht böse,aber es kommt wirklich so rüber,dass das einzige was Du willst,eine "Wunderpille"ist,dass Du Deine Probleme los bist...auf Kosten des hundes,denn für den hund ist gar nichts gelöst-der ist lediglich zugedröhnt,und muss die psychischen und körperlichen Schäden davon tragen,die solche Medikamente anrichten können.

Es gibt Fälle,in denen solche Medikamente angebracht,und nötig sind...aber Dein Hund gehört da noch lange nicht dazu...

Dieter hat es sehr treffend auf den Punkt gebracht...dem schliesse ich mich voll und ganz an...:


Vieles spricht dafür, dass sich Deine Hündin bei dem Pfuscher völlig überdreht hat und mit den Nerven zu Fuss ist.
Das geht - künftig vernünftige Haltung vorausgesetzt - in der Regel von allein weg und das Tier kommt zur Ruhe.

Daher halte ich weder eine medikamentöse Behandlung noch eine Änderung der Fütterung für geboten, im Falle der Medikamente sogar für ausgesprochen schädlich.

Auch unter Betrachtung der vorherigen Threads denke ich langsam, dass sich Deine Hündin in einer steten Abwärtsspirale befindet, insgesamt suboptimal gehalten wird und Du nicht in der Lage bist, die notwendige Anlehnung und Sicherheit für das Tier zu vermitteln.
Und über die Zustände bei dem Gassiservice und Deine unklare Rolle dabei will ich garnicht tiefer nachdenken.

Du solltest überlegen, eine Entscheidung zum Wohle Deines Tieres zu treffen.
Dabei unterstelle ich Dir keineswegs irgendeine böse oder schlechte Absicht, aber
Auch ich will Dir keine böse Absicht unterstellen,oder Dir unterstellen dass Du Deine Hündin nicht liebst,vielleicht willst Du ihr sogar gutes tun,für mich bist Du einfach mit der Gesamtsituation total überfordert... .
Wenn sich da nicht grundlegend etwas ändert(...und das kann es wohl nicht...wieder neuer gassie-Service,dann bei den Eltern,Du bist für sie nicht zuverlässig...nirgendwo kann der Hund Halt,Sicherheit,Ruhe,geschweigedenn Vertrauen finden...),wäre es wirklich das allerbeste,Du suchst ein schönes ,neues zuhause für Deine Hündin,bei hundeerfahrenen Menschen,die sich ihrer annehmen und aus ihr wieder einen mental gesunden,fröhlichen Hund machen.
Das hat nichts mit Versagen,verantwortungslos,abschieben oder sonstetwas zu tun,es ist das einzig vernünftige und allerbeste,was Du für Deine Hündin noch machen kannst...sie in der gegebenen Situation zu behalten,nur weil Du sie nicht verlieren willst,halte ich für sehr unfair dem Hund gegenüber,denn Deine Hündin ist Dir und der Situation einfach ausgeliefert und muss es ertragen,und wie Dieter schon schrieb,sie befindet sich in einer Abwärtsspirale...willst Du abwarten,bis sie völlig kaputt ist?

Sorry für meine deutlichen Worte Cockerspaniel,ich meine es alles andere als böse...aber das musste raus... .
 
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