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  3. Tiermedizin-Stunde #2 – Fragen an und Antworten von Tierarzt Dirk Schrader -> Kostenloser Zugang und weitere Infos

Machenschaften in der Tiermedizin

Dieses Thema im Forum "Gesundheit" wurde erstellt von Torsten, 29. April 2017.

  1. Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Aber Kompetenz ist doch nicht gleichbedeutend mit teuer.
    Um mal zu verdeutlichen, was Dr. Schrader mit Geldgier gemeint hat, bringe ich ein Beispiel:

    Ich hatte eine Hündin mit einem Chylothorax. Bei der Hündin sammelte sich immer wieder Flüssigkeit in der Brusthöhle, welche dann von außen die Lungen zusammengedrückt hat und massive Atemprobleme verursacht hat.

    Es war nicht einfach, die Ursache zu finden und in der Zeit musste ich mehrfach zum Notdienst, weil die Hündin fast keine Luft mehr bekam. Ich war in verschiedenen Tierkliniken und in Tierarztpraxen, weil die Zeiten, wo wir Hilfe brauchten, oft außerhalb der Sprechstunde waren.

    In der Tierklinik sagte man mir, die Hündin müßte über Nacht dort bleiben, in Narkose gelegt werden und dann die Flüssigkeit punktiert werden. Kosten waren um die 200 Euro.
    In einer anderen Klinik und einer Tierarztpraxis habe ich nicht viel weniger gezahlt.
    Dann war ich bei meiner Haustierärztin, die hat mal eben die Flüssigkeit während der Sprechstunde abgelassen.
    Das hat keine 10 Minuten gedauert und 11,46 Euro gekostet.
     
    Mischu gefällt das.
  2. Skjoni

    Skjoni Stammuser

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    Bubuka, das habe ich so auch nicht gesagt. Günstig ist auch nicht immer schlecht! Ich finde nur, dass man eben bereit sein sollte für Kompetenz auch zu zahlen. Man sollte seinen Tierarzt nicht nach dem Preis wählen. Und wenn sich ein Tierarzt bspw. zwei Stunden Zeit nimmt weil mein Hund furchtbare Angst hat sollte ich das auch würdigen, die Leute müssen ja auch ihr Brot kaufen können. Wenn ich moderne Geräte und Methoden will, muss ich auch damit rechnen, dass die die finanziellen Mittel dafür nicht mal eben aus der Portokasse zahlen.
     
  3. Mischu

    Mischu Newbie

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    Also ich hab sowohl als auch Erfahrungen diesbezüglich, auf der einen Seite haben wir hier eine Tierklinik die für unnötige Untersuchungen sehr bekannt ist ,deswegen auch entsprechend verrufen ist. Aber durch einfache Recherche war die schnell ausfindig zu machen und kann dadurch gemieden werden, welches ich immer noch tue.

    Etwas Eingenverantwortung bei der Wahl des Artztes trägt jeder von uns ja auch noch mit.

    Auf der anderen Seite musste ich mit meinem Hund im Welpenalter eine sehr komplizierte und kostspielige Operation auf uns nehmen und aufgrund von unerwarteten Komplikationen kam noch ein zweite Notoperation hinzu, die Lebensrettend war. (nicht bei o. g. Tierklinik)

    Der Betrag der Rechnung stieg und stieg, alles zusammen mit beiden OP´s und Folgeuntersuchungen'/Behandlungen bis hin zur Genesung waren es über 3200 € Gesamtsumme. Ich hatte zwar knapp die über Hälfte des Betrages zürück gelegt aber durch besagte Komplikationen stieg es eben darüber hinaus an und ein aufgeben habe weder ich noch Arzt eingesehen.

    Hier muss ich sagen hat er mich sehr gut beraten und verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt und mir die Erfolgsaussichten erklärt damit ich eine Entscheidung treffen kann, Geld war mit erst einmal egal...

    Der Arzt war allerdings sehr menschlich, da mit eventuellen Notfällen nach der 2. OP zu rechnen war hat mir dieser sogar seine Handynummer gegeben, falls es wiedermal hart auf hart kommt, während ich ihn weiter pflege. Er hat mir zu verstehen gegeben, das ich mich nciht davor schäuen soll ihm mitten in der Nacht aus dem Bett zu holen, wenn cih das gefühl habe es ist kritisch.

    Auch als dieser mitbekommen hat, das ich mein Auto verkaufen wollte, um den Restbetrag her zu bekommen, hat mir dieser nicht nur ein großzügigen Nachlass gewährt, sondern eine Zinsfreie Ratenzahlung mit einer Rate die ich mir problemlos leisten konnte. Zugegeben, er kannte die Umstände wie den Hund bekommen habe und in was für einen jämmerlichen Zustand sich dieser befand war durchaus schockierend.

    Ich hatte hier allerdings nicht das Gefühl das ihm das Geld wichtig war, das war die ganze zeit nebensächlich. Ihm ging es tatsächlich um die Genesung des Tieres. Auch Verbandszeug und co. hat er mir gestellt währen der häuslichen Pflege.

    Das muss ich noch los werden, es gehört aber öffentlich gesagt:
    UND EIN GANZ GROSSES LOB AN MIENE FREUNDE UND ELTERN, die haben für mich und Mischu unaufgefordert ein Schichtsystem eringeführt, so das der Hund die erste Zeit unter Beobachtung sein konnte und das ununterbrochen und mich vor vollendete Tatsachen damit gestellt;-) Dazu noch gesammelt und mit dem Schichtsystem dafür gesorgt, das auch ich etwas zur ruhe kommen konnte, Arbeiten und schlafen musste ich ja auch noch irgendwie. Es war ein harter Kampf und harte Zeit, die sich gelohnt hat.
     
  4. Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Das hört sich schon wieder so an, als ob Kompetenz, moderne Geräte und Methoden teuer sein müssen.;)
    Ich suche einen Tierarzt in erster Linie danach aus, ob er etwas kann und eine moderne Praxiseinrichtung hat - also moderne Geräte für die Diagnostik. Trotzdem kann ich dabei schauen, ob er teuer ist oder im normalen Rahmen.
    Ich kenne sehr gute Tierärzte und Tierkliniken, die trotzdem nur den einfachen Satz der GOT nehmen.
     
  5. Leinentraeger

    Leinentraeger Stammuser

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    Viele Tierärzte suchen wohl erstmal nach den unwahrscheinlichen Erklärungen für Symptome, um sich dann langsam vorzuarbeiten und möglichst viel Geld aus der Behandlung herauszuholen. Motto: Wir behandeln jetzt erstmal auf X mit Medikament Y und wenn es nicht besser wird, sehen wir uns nächste Woche wieder. Dann machen wir ein Röntgenbild, da finden wir garantiert irgendwas. Darauf behandeln wir dann. Und wenn es das nicht ist, machen wir noch einen Ultraschall, ein CT, ein MRT, ein EKG und ein paar neurologische Tests. Ein Blutbild kann auch nicht schaden. Ha! Da haben wirs. Ein Vitaminwert ist etwas niedrig. Da haben wir gleich ein paar Mittelchen. Das ist es auch nicht? Hmhm, komisch, komisch. Dann haben wir hier noch ein paar wunderbare Futterzusätze und homöopathische Pülverchen, Akupunktur und Hypnotherapie sowie chinesische Räucherstäbchen mit platinveredeltem Griff, von einer Schamanin handgeweiht und bei Vollmond energetisiert. Das macht dann insgesamt 5000 Euro und dem Hund geht es immernoch nicht besser.
    Und natürlich Futterverkauf: Bei besonderem Fütterungsbedarf haben wir teures Spezialfutter. Wer das nicht will, bekommt eine Ernährungsberatung mit magerem Informationsgehalt und fetter Rechnung.
    Ein gutes Buch über tierärztliche Ernährungsberatung ist besser angelegtes Geld als Beratung vor Ort in der Tierarztpraxis.
     
  6. Benutzer585

    Benutzer585 Gast

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    @Leinenträger, aha also geht man jetzt nicht mehr zum TA oder Homopathen weil man alles bessser weiß ?
    Ein Buch sagt Dir auch nicht was mit Deinem Wuffen los ist.:rolleyes:
     
  7. Leinentraeger

    Leinentraeger Stammuser

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    Man soll schon zum TA gehen. Das Problem ist, dass man als Laie nicht beurteilen kann, wann man abgezockt wird. Ich fahre immer besser, wenn ich mich vorher ein wenig über die Symptome informiere und ggf. den Arzt darauf anspreche, sobald ich den Eindruck habe, die Diagnostik geht in die völlig falsche Richtung.
    Wenn ich da nur auf Ärzte vertrauen würde, wäre ich vielleicht sonst gar nicht mehr am Leben.
     
  8. Benutzer585

    Benutzer585 Gast

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    Ich habs schon mal geschrieben, ich lebe, weil ich den Ärzten vertraut habe.
    Man sollte sich echt Gedanken machen wenn man zu Ärzten kein Vertrauen hat, schließlich hat er immer noch mehr Ahnung als ein Mensch der diesen Beruf nie gelernt hat.
    Oft ist es so das Menschen rummurksen und dann soll ein Arzt noch die richtige Diagnose stellen können wenn sich das Anfangsbild einer Krankheit verändert hat, durch selbstmedikation ect.
    @Leinenträger, wie informierst Du Dich, übers Internet oder über Foren ?
     
  9. marita

    marita Stammuser

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    Mein Sohn ist heute noch am Leben, weil ich 2 Ärzten nicht vertraut habe, sondern auf mein Bauchgefühl gehört habe.
    Arzt Nr.1 war der damalige Hausarzt, der stur auf Grippe behandelte und uns mit Paracetamol abspeiste, auch als ich ihm sagte, dass er offensichtlich falsch liegt.
    Arzt Nr.2 war 2 Tage später, an einem Sonntag, der diensthabende Stationsarzt in der Notaufnahme. Auch der wollte uns heimschicken, nachdem die herkömmlichen Untersuchungen nichts ergaben.
    Ich habe mich hingesetzt und mich geweigert zu gehen, habe den diensthabenden Oberarzt verlangt.
    Der kam und, da hatte ich richtig Glück, war ein begnadeter Arzt, dem wirklich was an seinem Beruf lag.
    Er warf nur einen Blick auf meinen Sohn, Befunde waren ihm egal und sagte, das wäre deutlich, dass da was im Argen liegt.
    2 Wochen später bekamen wir auf der Kinderonkologie in Homburg die Diagnose Leukämie, und zwar eine sehr seltene Form, die sich nicht so im Blutbild zeigt wie die herkömmliche Leukämie.
    Die Ärzte dort waren alle mit Leib und Seele bei der Sache und das war die beste Station, die ich je kennenlernen durfte.
    Der Oberarzt dort sagte mir, dass diese Form sehr aggressiv sei und mein Sohn ohne Behandlung in 4-6 Wochen versterben würde.
    Damals war er 10 Jahre alt.

    Und ja, ich war noch ein einziges Mal bei diesem Hausarzt und habe ihm die Hölle heiß gemacht.
    Beim Stationsarzt hat das der Oberarzt übernommen.

    Und ich kenne noch viele weitere Erlebnisse mit Ärzten und Tierärzten.
    Von daher, man kann sich gar nicht genug informieren und sollte jeden Arzt löchern, wenn man ein "komisches" Gefühl hat.
    Es gibt ohne Zweifel sehr gute Ärzte, aber auch viele, die es nicht wert sind, sich Arzt zu nennen, egal ob in der Human- oder Veterinärmedizin.
     
    Leinentraeger gefällt das.
  10. Crime

    Crime Stammuser

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    Jack/Schnauzer † 01.07.2015
    Ich hatte vor Jahren eine Gürtelrose und 3! Ärzte haben es als einen harmlosen Hautausschlag abgetan. Das war im ersten Jahr meiner Ausbildung ist also knapp 13 Jahre her und bis heute schmerzt die Stelle an einigen Tagen (besonders an nasskalten) höllisch. Und selbst wenn sie nicht schmerzt spür ich sie immer, jeden Tag, 24h.
    Ich war damit übrigens täglich arbeiten, hatte täglich Kontakt mit meiner Schwester die im Kindergarten arbeitet und war einkaufen und alles unbehandelt.

    Das ich an einem genetischen Defekt leide den JEDER Arzt sofort sehen müsste gar nicht zu sprechen. Gute Ärzte erkennen das wohl schon beim Säugling bzw. spätestens ab 12-14 Jahren. Den ersten Gedanken in die Richtung hatte mein Physiotherapeut vor 2 Jahren, dann kam mein Hausarzt drauf, bei dem ich über 10 Jahre lang regelmäßig in Behandlung war der mich also regelmäßig gesehen hat und den ich mehrfach gefragt hab ob das alles normal ist (unabhängig aber tatsächlich auf denselben genetischen Defekt der es zum Glück ja nicht ist) dann mein Hautarzt bei dem ich zwar nur einige wenige Male war aber auch mehr als einmal (auf einen Defekt der es ganz sicher auch nicht ist aber die Richtung stimmte) und die Diagnose dazu habe ICH gestellt. Naja gut genauer gesagt war es Google und jetzt weigern sich die Ärzte mich zu behandlen ohne das ich vorher sämtliche Tests mit mir machen lasse die es alle nur bestätigen werden.

    Ich kann gar nicht sagen bei wievielen verschiedenen Ärzten ich in den letzten 18 Jahren war. Es würde mich nicht wundern wenn es zwischen 50 und 100 wären und nicht einer kam mal auf die naheliegendste Idee oder hat überhaupt mal was gesagt.
     
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