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Lebensqualität?!

Dieses Thema im Forum "Veteranen" wurde erstellt von Chiwi, 12. März 2017.

  1. Benutzer581

    Benutzer581 Gast

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    Wenn du dich mal mit alten, schwer kranken und dementen Menschen befassen würdest, dann würdest du hören können, wie sie selbst über ihre Situation denken. Die meisten wollen einfach nicht mehr, müssen aber weiter machen.
    Deine Vergleiche mit bestimmten Zeiten, finde ich mehr als unter der Gürtellinie!
     
  2. foxymaus

    foxymaus Stammuser

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    Es geht hier doch um die Lebensqualität und dem erlösen des Tieres in extremen Fällen und nicht des Menschen.Bleibt doch bitte auf dem Teppich!Weshalb wird eigentlich, wenn es um Hund oder Katze geht immer sofort vermenschlicht? Alle behaupten immer, ich vermenschliche doch nicht!Dabei wird ständig und in allen Lebenslagen das Tier vermenschlicht.Mit dem Vergleich Tier/Mensch werdet Ihr hier niemanden helfen.Schade, dass das Thema hier wieder nur zerredet und unsachlich wird.
     
  3. Benutzer581

    Benutzer581 Gast

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    Das frag ich mich auch.
     
  4. Mestchen

    Mestchen Stammuser

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    Kiara, 13 J.
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    Caro, 7 J.
    Mir wurde mehrfach ans Herz gelegt, Caro doch einfach einzuschläfern. Sie hat körperliche Probleme, ist ein Allergiker, sie ist stark sehbehindert und wird auch irgendwann ganz blind sein. Auf die Umwelt wurde sie auch nie geprägt. Die Mehrheit von Hundehaltern wären mit einen solchen Hund überfordert. Ich war es zu anfang auch, aber wir sind inzwischen zu einen guten Team zusammen gewachsen. Hätte ich von den Problemen vorher gewusst, die Caro mit sich gebracht hat, hätte ich mich auch gegen sie entschieden.
    Nun ist aber das Kind im Brunnen gefallen und Caro hat wahrscheinlich großes Glück bei uns gelandet zu sein. Sie steckt voller Lebensfreude, genießt jeden Tag und ist eine kleine Frohnatur. :girllove: Dann bekommt sie halt monatlich Physio, ich muss genau gucken, was der Hund fressen darf und muss sie vor den Gefahren draußen beschützen. Wobei die Gefahren einfache Sachen sein können wie ein Loch im Boden, ein Graben vor ihr oder ein Pfeiler, gegen den sie gerade laufen möchte.

    Inzwischen loben mich die HH, die mir zum Einschläfern geraten haben und bewundern Caros Lebensfreude. Es war ein harter Weg und viele Tränen hat es gekostet, aber es hat sich gelohnt. :winken3:
     
  5. Wautzi

    Wautzi Stammuser

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    Jetzt bin ich aber ehrlich schockiert, dass dir jemand bei Caro zum Einschläfern geraten hat. Ich kenne sie ja und für mich hat sie sich nicht anders verhalten als Kiara und meine Hunde.

    Einer meiner Katzen wurde vor einem Jahr eingeschläfert. Sie war taub und blind und ich habe kein Fressen in sie reinbekommen obwohl ich sie per Hand gefüttert habe. Sie wollte auch nicht trinken und ist die ganze Zeit ruhelos im Kreis gelaufen. Die Tierärztinnen haben mir nach einer Woche fast täglichen Infusionen und Mitteln gegen eine eventuelle Übelkeit zum Einschläfern geraten aber auch ganz klar gesagt, dass sie Josy „nur“ weil sie taub und blind ist nicht einschläfern würden. Wenn sie angefangen hätte zu fressen und zu trinken hätte ich sie auch nicht einschläfern lassen. Sie war sowieso eine Hauskatze die nie draußen war.
     
  6. marita

    marita Stammuser

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    Kira, Mix, 15.02.11
    Wenn ich gezielt züchte, dann muss ich mir vorher darüber im Klaren sein, dass es mal Probleme geben kann und ich muss vorher wissen, dass ich dann auch mehr Zeit und Geld aufwenden muss. Ebenso muss ich genug Platz haben, um Welpen längere Zeit zu behalten, wenn sie mal nicht so schnell vermittelt werden.
    Sonst sollte man nicht züchten, für mich gehört es zu einer seriösen Zucht dazu, dass man sich auch mit Problemfällen "befasst", wenn es mal dazu kommt. Natürlich in gewissen Grenzen, wenn die Kleinen nichts bei sich behalten / aufnehmen können oder sichtbar leiden, dann würde ich auch einschläfern.

    Aber ganz ehrlich, dass mal ein blinder, tauber oder sonstwie behinderter Welpe dabei ist, das sollte einem Züchter bewusst sein.
    Schließlich zwingt einen niemand dazu zu züchten. Und dann gehört es, meiner Meinung nach, dazu, dass man sich adäquat um so ein behindertes Tier kümmert, es entweder behält oder sich Zeit lässt, ein passendes Zuhause zu finden.
    Ich kann mir doch nicht nur die Rosinen rauspicken und alles, was sich eh nicht gut verkaufen lässt einfach töten.

    Und gerade im hier beschriebenen Fall, wo es "nur" um Blindheit geht, finde ich das verwerflich.

    Und ich bin definitiv nicht mehr jugendlich.

    Wenn du alles töten wolltest, was allein nicht überlebt, dann bräuchten wir gewiss keine Tierheime mehr.
    Ich habe schon so viele (kranke) Katzenkitten aufgepäppelt, die wären allein verhungert.

    Meine Paula, heute knapp 4 Jahre alt, pumperlgesund und fit, ist ein Beispiel. Sie und ihre beiden Geschwister wurden von der Mutter verlassen, mit knapp 3 Wochen (die Mutter wurde später wieder gefunden, mit ihrem nächsten Wurf, zwei kleinen Katern; sie wurde kastriert und auch die beiden kleinen Kater wurden gerettet).

    Zum Glück wurden Paula und ihre Geschwister gefunden und die Finderin war so ehrlich, sich selbst einzugestehen, dass sie weder Zeit noch Wissen hat, um die Kleinen durchzubringen. Also kamen sie zu mir, ich habe sie mit der Flasche groß gezogen, alle drei wurden groß und kräftig, zwei habe ich vermittelt und Paula durfte hier bleiben.

    Die Natur hätte das sicher anders geregelt, aber Paula führt ein glückliches Leben, ist gesund und wohlauf. Ihre Geschwister ebenso.
    Und wäre Paula behindert gewesen, hätte ich sie trotzdem gepäppelt und behalten.
    Weil ich das gern tue und es für mich keine Last ist.

    Warum verallgemeinerst du hier? Es ist absolut in Ordnung, wenn du nur gesunde Tiere aufnehmen möchtest, das ist nicht besser oder schlechter als jemand, der sich wissentlich ein krankes Tier holt.

    Fast alle Katzen, die ich in den letzten 10 Jahren aufgenommen habe waren krank und mussten teils monatelang gepäppelt werden.
    Ich habe das fast immer vorher gewusst und sie trotzdem oder gerade deswegen genommen. Weil ich das Wissen und die Möglichkeit hatte, ihnen zu helfen.

    Als ich Kira direkt aus der Tötung adoptierte war mir vorher klar, dass sie vermutlich nicht gesund ist. Das war mir egal, ich war bereit, sie zu pflegen und ich erwarte generell nicht, dass meine Tiere 20 Jahre alt werden müssen, auch wenn ich das gern hätte.
    Es dauerte Monate bis Kira gesund war, es hat auch einiges an Geld verschlungen, aber es hat sich gelohnt und ich würde es genauso wieder machen.
    Und ich kenne viele, die so denken wie ich.

    Deshalb ist man nicht verrückt oder seltsam, man ist nicht besser oder schlechter als der "normale" Welpenkäufer.
    Es kann doch jeder so halten wie er möchte, niemand braucht gezwungenermaßen ein krankes Tier aufzunehmen.

    Es sei denn, ich züchte, dann bin ich schon in der Pflicht, auch mal mehr Geld und Zeit aufzuwenden, für ein Tier, das nicht pflegeleicht ist. Und ein Zuhause lässt sich meistens finden, es kann halt nur dauern.

    Brauchst du doch auch nicht.
    Aber du brauchst auch nicht so vehement zu verneinen, dass es Menschen gibt, die bewusst einen blinden Welpen aufnehmen und sowohl der Hund als auch sein Mensch können trotzdem ein erfülltes Leben haben.

    Nur weil du das aus verständlichen Gründen nicht möchtest, heißt das doch nicht, dass sich gar keiner finden ließe.
    Natürlich wird das länger dauern als bei den gesunden Welpen, aber das ist das Risiko, das Züchten mit sich bringt und das rechtfertigt, meiner Meinung nach, keinesfalls, deshalb blinde Welpen sofort einzuschläfern.

    Ich auch.
    Ich würde das für mich wollen und hoffe, die Gesetzgebung zieht irgendwann nach.

    Ich nehme an, dass Rumpelwicht dasselbe meinte wie ich, nämlich dass es wenigstens erlaubt sein sollte, Sterbehilfe zu leisten, wenn der Betroffene selbst das ausdrücklich artikulieren kann.

    Das freut mich für dich und ganz besonders für Caro, die das beste Zuhause gefunden hat, das sie finden konnte.:girllove:
    Manchmal, insbesondere wenn Tiere unseren Weg kreuzen, glaube ich ja schon an Fügung.
     
  7. T S
    Chiwi

    Chiwi Stammuser

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    Das spricht sich auch immer sehr leicht. Ein Züchter hat meist nicht nur ein oder 2 Hunde, 10 und mehr ist da wohl eher die Regel.
    Ein Rudel merkt sehr wohl wenn ein Hund "nicht stimmt". D.h man muß ihn u.U. separieren um ihn zu schützen. Wie soll man einen Welpen aufziehen, prägen denn man ständig im Auge bzw. das Rudel beobachten muß damit dem nix passiert? Vor allem wenn er dann auch länger bleibt da nicht ganz so einfach ein Zuhause für einen behinderten Hund gefunden wird?

    Natürlich muß man immer damit rechnen, aber man muß auch nicht alles auf biegen und brechen am Leben erhalten.
     
  8. Julia1

    Julia1 Stammuser

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    Du tust ja so, als wären blinde Welpen nicht lebensfähig. Wären jetzt lebenswichtige Organe verkrüppelt würde ich dir ja recht geben, aber wegen Blindheit? Also nein... das geht für mich absolut nicht in Ordnung. Und ich muss auch ehrlich sagen, Züchter mit 10+ Hunden habe ich noch so gut wie keine gesehen und ich habe schon mit mehreren Kontakt gehabt, bei denen waren so 2-4 eher Standard. Wie es bei deiner Rasse aussieht weiß ich aber nicht.
     
  9. marita

    marita Stammuser

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    Nein, auf Biegen und Brechen nicht, das ist klar.

    In dem Fall, den Ulla geschildert hat, sehe ich es so, dass so viel spezielle Pflege und Aufwand nötig ist, dass man auch als Züchter sagen kann, das bekomme ich nicht hin. Darüber hinaus ist in dem Fall auch nicht ganz klar, ob und wieviel Lebensqualität der Welpe zu erwarten hat.
    Daher kann eine Euthanasie gerechtfertigt sein.

    Aber bei einen "nur" blinden Welpen (oder auch einem tauben) sehe ich das anders. So ein Hund kann ein lebenswertes Leben haben und auch Freude an seinem Leben. Er kostet nicht viel mehr als gesunde Hunde, nur mehr Zeit. Darüber gibt es genügend Berichte.
    Und auch wenn es für den Züchter dann zeitweilig unbequem ist, hat er meiner Meinung nach die Pflicht, sich um diesen Welpen zu kümmern und ihn nicht einfach zu entsorgen, weil es für ihn zu anstrengend ist, die Hunde zu trennen.

    Da wird einem Tier einfach sein Leben vorenthalten, weil man selbst es nicht auf die Reihe bekommt, Zeit für dieses eine Tier aufzuwenden.
    Ein Tier, das man selbst und vorsätzlich produziert hat und das dann Makel aufweist, sich nicht so schnell an den Mann bringen lässt und zuviel Zeit kostet. Ein Züchter, der so denkt, sollte meiner Meinung nach die Finger von der Vermehrerei lassen.
     
  10. T S
    Chiwi

    Chiwi Stammuser

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    Das war nicht nur ein Welpe, das war der ganze Wurf, dies nur nebenbei.
    "Vermehrerei" ist da auch falsch, es war eine wohl überlegte Verpaarung, mit zuchtzugelassenen Hunden im VDH.

    Bei meiner Rasse kenne ich eigentlich keinen aktiven(!) Züchter unter 10 Hunden, eher mehr

    - - - Aktualisiert - - -

    Wobei meist nicht alles Zuchthunde sind, sondern eben auch Veteranen dabei sind
     
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