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Knabber- und Pipiprobleme mit Junghund

Dieses Thema im Forum "Welpen & Junghunde" wurde erstellt von Ayoka, 31. August 2017.

  1. Ayoka

    Ayoka Stammuser

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    Hallo,

    ich habe zur Zeit einen 6-monatigen Havaneser, nicht kastriert, bei mir in Betreuung.
    Er ist bereits 3x vor dem Urlaub bei mir gewesen, wo alles gut geklappt hat. Er hat zwar ständig Papier etc. zerfetzt, aber sonst hat er sich gut benommen, und das ist ja ein legitimes Junghundeverhalten.

    Seit er aber Tag und Nacht bei mir ist, wird es immer problematischer.
    Angefangen hat es damit, dass er ständig in die Wohnung macht. Anfangs lagen ca. 4h zwischen den Gassirunden, da hat er teilweise mehrmals täglich in die Wohnung gemacht (Urin und Kot). Primär in das Körbchen meiner Hündin, die trotz Waschen nicht mehr rein geht, teilweise aber auch einfach irgendwo auf dem Boden.
    Da gab es Situationen wie: ich wuschel ihn ein bisschen durch, dann steht er auf, geht paar Meter weiter, scheißt in die Küche. Also ohne Vorwarnung.

    Ich habe mittlerweile einen Bereich abgesteckt, in dem er Fressen und Schlafen kann. Morgens darf er den Bereich erst nach der morgendlichen Gassirunde verlassen und nach dem Fressen erst, wenn wir kurz danach draußen gewesen sind. (Er bekommt 3 Mahlzeiten täglich). Er hat kein einziges Mal in diesen Bereich oder in seine Schlafbox gemacht, also über Nacht kann er aushalten.
    Ich gehe seit ein paar Tagen alle 2-3h mit ihm raus, es ist weniger geworden, aber er verrichtet gelegentlich immer noch seine Geschäfte in der Wohnung, z.B. hat er heute früh (keine 2 Stunden nach dem Gassi gehen) in den Napf meiner Hündin gepinkelt.

    Die Besitzerin sagt ganz klar, sie ist bei weitem nicht so oft mit ihm raus gegangen. Bei ihr ist er im Grunde stubenrein, macht höchstens 1x die Woche noch rein.

    Ein weiteres Problem ist sein Knabberwahn. Er hat sich schon die vorherigen Tage daran gemacht, die Tapete abzuziehen und zu zerkauen und Papier, Plastik, usw. darf man auf keinen Fall rumliegen lassen, das schnappt er sich sofort, zerfetzt und zerkaut es. Er hat selbstverständlich Spielzeuge und Knabberstangen, Ochsenziemer, etc. zur Verfügung, aber allein heute früh hat er den Belag meines Vinylbodens abgezogen, die Ecke meines Holzkratzbaums abgenagt sowie einen Schrank angenagt.

    Das habe er bei seiner Besitzerin ebenfalls nie gemacht und der Zahnwechsel sei eigentlich auch schon vorbei.

    Langeweile dürfte es nicht sein, da er zuhause nur 1x die Woche zur Hundeschule ist und ansonsten bloß normal Gassi ist. Also es gab kein besonderes Programm. Hier kommt er öfters raus, hat mehr Kontakt zu Hunden, lernt neue Strecken kennen, usw.

    Jetzt fragen wir uns natürlich, was los ist und wie wir es ändern können. Der Kleine wird noch 1,5 Wochen bei mir sein (also nochmal so lange, wie er bereits hier ist). Es wäre schön, könnte die übrige Zeit entspannter werden.

    Kann es sein, dass er einfach zu jung für all die Veränderungen ist und schlichtweg überfordert ist- neue Umgebung, neue Leute, neue Tagesaktivitäten, usw.? Ist das pubertäres Verhalten; er scheint allmählich erwachsen zu werden, also auch bzgl Markierverhalten usw.? Will er Grenzen neu testen? Glaubt er, dass hier andere oder keine Regeln gelten? Sollte ich mal zum Tierarzt gehen und schauen, ob da irgendetwas gesundheitliches im Argen liegt? An sich wirkt er absolut fit und munter, er macht auch keinen unzufriedenen Eindruck oder so.
    Was kann ich tun? Er ist jetzt nun mal hier und wir müssen das Beste draus machen. Aber ich bin mir nicht sicher, wie genau das klappen könnte. Habt ihr Tipps?
     
  2. Crime

    Crime Stammuser

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    Gesundheitlich ist über Distanz schwierig bis unmöglich was zu empfehlen. Allerdings wenn er über Nacht sauber bleibt und in seinem zugewiesenen Bereich auch klingt das auch nicht sehr wahrscheinlich.

    Ich denke eher wie du vermutest an Überforderung in der Situation. Gibt ja diese Fremdelphasen vielleicht steckte er da grad noch mitten drin und dann dieser gewaltige Umbruch. Vom Alter her könnte das hinkommen. Deshalb kommt er in seinem abgesperrten Bereich vielleicht auch besser klar. Es ist schlicht für ihn übersichtlicher.

    Vielleicht kannst du das neue etwas reduzieren testweise. Nur noch Kontakt mit bekannten Hunden und bekannte Strecken laufen.
     
  3. T S
    Ayoka

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    Ja, ich hab auch das Gefühl, dass es primär am falschen Zeitpunkt liegt. Das macht die Sache bloß nicht einfacher :(
    So blöd, dass wir das vorher nicht gewusst haben.

    Klar könnte ich "ruhigere" Spaziergänge mit ihm machen, aber das hätte zur Folge, dass er viel mehr allein zuhause bleiben muss. Ich verdiene mein Geld mit dem Ausführen von Hunden, also muss ich mit denen auch weiterhin gehen, mit oder ohne den Kleinen... Und ihn solange allein zu lassen scheint mir erst recht keine Alternative zu sein.
     
  4. Amica

    Amica Stammuser

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    Ich habe auch direkt an Überforderung bzw. Stress gedacht. Beides, sowohl das in-die-Wohnung-Machen als auch das Knabbern können auf ein Stressproblem hindeuten.
    Als unsere Ronja ganz jung war, wollten meine Eltern z.B. erst, dass sie nachts alleine im Wohnzimmer schläft. Das Ergebnis war, dass sie jede Nacht ins Wohnzimmer gekotet hat. Kaum legte sich jemand die Nacht über im Wohnzimmer aufs Sofa, konnte sie problemlos die ganze Nacht einhalten - sie hat es aus Stress beim Alleinsein gemacht.
    Was das Zerkauen angeht: Das zeigen ja viele (junge) Hunde dann, wenn sie allein sein müssen - und zwar, weil ihnen das Alleinsein Stress bereitet. Kauen beruhigt und baut Stress ab.

    Deswegen würde ich auch bei deinem jungen Sitterhund zuallererst an Stress denken. Deine Situation ist natürlich etwas schwierig, denn dadurch, dass dein Zuhause eine fremde Umgebung für ihn darstellt, wirst du ihm den Stress ja nicht gänzlich nehmen können. Aber ich würde dasselbe vorschlagen wie Crime: Möglichst viel Stress rausnehmen. Weniger Action, weniger Fremdhundekontakt, mehr Ruhe.

    Liebe Grüße und viel Erfolg
    wünscht Amica

    Edit: Sorry, Ayoka, ich habe deinen letzten Beitrag erst nach dem Abschicken meines Beitrags gelesen. Das ist natürlich eine schwierige Situation... Ich denke gerade noch darüber nach, was man vielleicht machen könnte...
     
  5. Wautzi

    Wautzi Stammuser

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    Ist es okay für den Hund wenn du ihn unterwegs eine Weile trägst? Kennt er es also auf dem Arm zu sein und hat keinen Stress damit? Und kannst du das neben dem Beaufsichtigen der anderen Hunde leisten?
    Dann wäre der Hund nicht allein aber raus aus der Unruhe die die anderen Hunde eventuell verbreiten.

    Vielleicht kannst du dir auch etwas zum transportieren ausleihen oder irgendwo steht etwas geeignetes rum?

    Das wäre meine Idee dazu nach meinen Erfahrungen mit Balou. Der hatte letztens Angst vor einer Kuh die aus irgendwelchen Gründen geschrien hat und wollte umdrehen und weglaufen. Ich habe ihn ein paar Minuten getragen und dann lief er wieder gut mit.

    Ansonsten schließe ich mich meinen Vorschreibern an und würde auch Stress als Grund für das Verhalten vermuten.
     
  6. DieterI

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    So denke ich auch. Vielleicht kannst Du mit ruhiger "Arbeit" - etwa Leckerli in der Wohnung verstecken und ihn diese suchen lassen - Stress rausnehmen.
     
  7. Crime

    Crime Stammuser

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    Hmm, heißt natürlich die neuen Hunde sind auch alle bei dir zuhause?

    Draussen sagte ich ja nicht das du weniger machen sollst sondern bekannte bzw. bereits bekannte Wege gehen.

    Meinst du er kann nicht alleine bleiben? Vielleicht gelingt es ihm dann sogar mal, wenn er ganz alleine ohne die anderen Hunde ist, mal kurz besser abzuschalten.
     
  8. Amica

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    Das könnte natürlich klappen, aber ich hätte schon Bedenken, den Kleinen allein zu lassen. Schließlich ist Ayokas Wohnung für ihn eine fremde Umgebung, die er erst seit anderthalb Wochen kennt. Rico zum Beispiel kann zuhause super alleinbleiben, aber sind wir im Urlaub in einer Ferienwohnung, folgt er mir auf Schritt und Tritt und hätte dort großen Stress mit dem Alleinbleiben. Insofern kann es sein, dass der Kleine nur noch mehr Stress bekommt, wenn er in der ungewohnten Umgebung auch noch alleingelassen wird.

    Aber vielleicht wäre es eine Lösung, ihn außerhalb der Spaziergänge möglichst von den anderen Hunden getrennt in einem überschaubaren, ruhigen Bereich zu halten? Vielleicht reicht das ja schon...

    Liebe Grüße
    Amica
     
  9. T S
    Ayoka

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    Danke für eure Antworten.

    Ich denke, zuhause hat er am wenigsten Stress. Da gibt es ein- bis zwei weitere Hunde (immer die selben), die ihn auch in Ruhe lassen. Er legt sich zuhause auch hin und schläft, ist nicht ständig auf Achse und macht nicht ständig Unfug.
    Während der Gassirunden kann die Gruppe größer und bunter sein, plus ggf. Kontakte mit Fremdhunden. Da ist definitiv am meisten Action, aber oft ist es ausgerechnet der Kleine, der die anderen zum Toben auffordert. Ich muss meine Hündin ständig vor ihm retten, weil sie sich selbst nicht wehrt, er sie aber bedrängt und unbedingt mit ihr spielen will.
    Aber gut möglich, dass er einfach nicht merkt, dass ihm das einfach zu viel ist. Er wirkt zwar gar nicht so, als sei ihm das zu chaotisch oder wild, im Gegenteil, er stachelt oft andere Hunde dazu an, mit ihm zu rennen, zu toben, etc. Jedoch könnte es im Endeffekt dennoch zu viel sein. Ich nötige ihn zwar immer wieder dazu, langsam zu machen, aber das interessiert ihn nie lange.

    Wie auch immer...
    Nachdem ich der Besitzerin wiederholt von der Problematik berichtet habe und wir uns alle einig sind, dass es einfach eine zu große Umstellung für ihn ist, mit der er gerade nicht zurecht kommt, hat sie spontan einen Rückflug gebucht und holt ihn schon dieses Wochenende ab. Ich habe einfach zu wenige Möglichkeiten, ihm diesen Stress zu nehmen, daher ist es das Beste, wenn er möglichst schnell wieder nach Hause kann, um sich wieder zu regenerieren. Das tut mir zwar sehr leid für die Familie, aber mit den Sorgen und Vorwürfen ist der Urlaub wohl eh gelaufen :(

    Bis dahin werde ich soweit möglich versuchen, ihm möglichst wenig Action zuzumuten. Ggf. kann ich den Trick mit dem Tragen auch mal ausprobieren und allgemein mehr darauf achten, ihn sozusagen zur Ruhe zu zwingen. Das ist am WE zum Glück einfacher, nächste Woche wäre für ihn anstrengender geworden.
     
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