Jäger rechtfertigt Abschuss von 2 Hunden

DieterII

Stammuser
Erster Hund
Willi, Dackel, 12
Zweiter Hund
Milan, Bretone, 6
Das ich "pro" Jagd bin, dürfte kein Geheimnis sein.
Dennoch ist das Urteil richtig und noch richtiger ist, dass der Knabe den Jagdschein wahrscheinlich abgeben muss.
In Bayern ist die Rechtslage zwar so, dass ein Jagdschutzberechtigter (ich unterstelle mal, das war er auch) wildernde Hunde (und Katzen) töten darf. Dies aber nur dann, wenn sie

- erkennbar dem Wild nachstellen und
- dieses auch gefährden können.


Sie müssen also "auf frischer Tat" währen der Handlung angetroffen werden und darüber hinaus auch in der Lage sein, Wild gefährden zu können. Das ist z.B. nicht bei einem 14-jährigen Dackel der Fall, der mal 20 Meter hinter einem Reh herrennt.

Es ist hier nicht bekannt, ob die Tiere hätten den Hasen gefährden können oder ob es sich um alte oder ganz kleine Hunde gehandelt hat.

Der Jäger hat sich - wie Marita schon schrieb - lediglich gerächt. Ich kann ein Stück verstehen, dass er wütend war.
Aber Menschen, die ihre Emotionen nicht im Griff haben, haben an einer Waffe nichts zu suchen. Punkt.
 

Wautzi

Stammuser
Erster Hund
BalouDackelMix8.3.11
Zweiter Hund
Mogli, JRT,21.10.12
Dritter Hund
HermanPodiMix16.6.14
Wenn meine Hunde hinter einem Hasen herlaufen, ein Jäger sieht das und erschießt sie dabei finde ich das als Hundehalterin furchtbar aber dem Jäger kann kein Vorwurf gemacht werden. Aber die Hunde auf dem Weg nach Hause erschießen weil der Jäger sie öfters mal beim jagen gesehen hat finde ich nicht okay. Das hat schon etwas von Rache.

Und ich finde es am schlimmsten, dass der Jäger entschieden hat, dass eine der Hündin so schwer verletzt ist dass sie nicht gerettet werden kann und ihr vor den Augen der Hundehalterin in den Kopf geschossen hat. Das muss man sich mal vorstellen, dass man das mit ansehen muss. Da hätte ich mich auch übergeben.
 

wildblume

Stammuser
Also ... wie streitsüchtig können Menschen sein?
Wer ein bisschen, aber auch schon nur ein bisschen Feingefühl hat würde das wohl so machen:
Ich als Jäger sehe Hunde Hasen und Rehe jagen, ich verscheuche sie, mache Fotos von den Hunden, finde heraus wem sie gehören. Die Hunde jagen täglich also hab ich ja Gelegenheiten genug. Ich sage es der Besitzerin und die sichert ihre Hunde ab.
Ende der Geschichte.

Sichert sie die Hunde nicht ab und ich sehe sie wieder täglich, dann hab ich doch Gelegenheiten genug, die Hunde im Wald zu töten, wenn ich schon glaube es geht nicht anders.
... ?!?
 

FriedasHerrchen

Stammuser
Erster Hund
Frieda, *22.7.2015
Zweiter Hund
Charly, Kater(*2009)
Dritter Hund
Lucy, Katze (*2016)
Ja, auch solche Menschen gibt es, die legal eine Waffe tragen (und benutzen) dürfen...

Wenn man seine Emotionen nicht im Griff hat, wird es schnell gefährlich. Was ist, wenn diesem Menschen plötzlich Kinder auf den Geist gehen, nur weil sie durch den Wald laufen. Evtl. etwas lauter?!

Die Hunde hätten nicht sterben müssen, wenn ein umsichtiger Jäger erst mal alle anderen Mittel ausgeschöpft hätte. Das direkte Gespräch, eine Anzeige bei der Polizei, Einschalten des Veterinäramtes, etc. pp.
Am Ende, wenn nichts gefruchtet hätte, hätte man der Halterin die Tiere auch wegnehmen können. Lebendig.

So hatte dieser Jäger offensichtlich nur seine Schießgelüste ausleben können...
 

Crime

Stammuser
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
Zweiter Hund
BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Das ich "pro" Jagd bin, dürfte kein Geheimnis sein.
Dennoch ist das Urteil richtig und noch richtiger ist, dass der Knabe den Jagdschein wahrscheinlich abgeben muss.
In Bayern ist die Rechtslage zwar so, dass ein Jagdschutzberechtigter (ich unterstelle mal, das war er auch) wildernde Hunde (und Katzen) töten darf. Dies aber nur dann, wenn sie

- erkennbar dem Wild nachstellen und
- dieses auch gefährden können.


Sie müssen also "auf frischer Tat" währen der Handlung angetroffen werden und darüber hinaus auch in der Lage sein, Wild gefährden zu können. Das ist z.B. nicht bei einem 14-jährigen Dackel der Fall, der mal 20 Meter hinter einem Reh herrennt.

Es ist hier nicht bekannt, ob die Tiere hätten den Hasen gefährden können oder ob es sich um alte oder ganz kleine Hunde gehandelt hat.
In einem Beitrag las ich das die Staatsanwaltschaft überzeugt davon war das die beiden Hunde den Hasen getötet haben. Da die Staatsanwaltschaft üblicherweise wenig Tendenz hat strafmildernde Aussagen pro Angeklagtem grundlos zu aktzeptieren gehe ich davon aus das es Beweise gab das der Hase von diesen Hunden getötet wurde. Es stand auch irgendwo das sie nicht zum ersten Mal getötet und verletzt haben.


Der Jäger hat sich - wie Marita schon schrieb - lediglich gerächt. Ich kann ein Stück verstehen, dass er wütend war.
Aber Menschen, die ihre Emotionen nicht im Griff haben, haben an einer Waffe nichts zu suchen. Punkt.
Hätte wohl seinen Jagdschein behalten dürfen wenn er keinen Einspruch eingelegt hätte und statt 4.500€ auch nur 3.300€ zahlen müssen.

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.prozess-in-augsburg-jaeger-erschiesst-zwei-hunde4500-euro-geldstrafe.619861a2-1f07-41ec-af24-e52d4f194621.html
 

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