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Hundeerfahrung, ab wann hat man sie?

Dieses Thema im Forum "Mein erster Hund & Hundekauf" wurde erstellt von Maeusele, 15. Februar 2018.

  1. RosAli

    RosAli Stammuser

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  2. Zufallsprodukt

    Zufallsprodukt Stammuser

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    Linda (verstorben)
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    Daisy / Amstaff / 17.4.2004
    Kann ich absolut nicht bestätigen. Ich kenne viele Tierheime, die nicht gerade um die Ecke sind, die problemlos einen Hund in andere Bundesländer vermitteln würden.
     
  3. marita

    marita Stammuser

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    Erster Hund:
    Kira, Mix, 15.02.11
    Es ist weniger die Optik, die mich bei Kira berührt hat.
    Es war ihr Blick und der Gesamteindruck.

    Rein optisch gefallen mir viele, auch sehr unterschiedliche Hunde.
    Trotzdem würde ich nur einen Hund aufnehmen, der meine Seele berührt.
    Daher war und ist es Kira und ihre Herkunft ist für mich noch nicht mal zweitrangig, sondern nicht von Bedeutung.

    Es geht bei der Hundesuche, insbesondere für unerfahrene Menschen, sehr oft um den ersten Eindruck.
    Diese Menschen möchten einem Tierschutzhund eine Chance geben, kommen unbedarft ins Tierheim und werden da erst mal abgebügelt.
    Einige haben dann überhaupt keine Lust mehr auf Tierschutz und gehen zum nächsten Vermehrer.

    Andere hören über einige Ecken, dass die Vermittler von Auslandshunden netter drauf sind und versuchen da ihr Glück.
    Dafür kann man nun wirklich nicht die potentiellen Adoptanten verurteilen. Da sollten die Tierheime lieber mal die Schuld bei sich suchen und schauen, was sie ändern können.

    Die Beschreibungen, auf die du anspielst, sind aber meist Beschreibungen von Hunden, die auf einer PS oder im Auffanglager sind.
    Wo nicht mit "Tötung" Druck gemacht wird. Und genau das meinte ich, da zeigt der Hund in einer größeren oder kleineren Ansammlung von Hunden im Leben nicht sein wahres Wesen. Und der Adoptant meint, er wäre auf der sicheren Seite.

    Die PS in Deutschland sind in der Regel auch nicht viel besser. Da wird der Hund teilweise schon inseriert bevor er überhaupt angekommen ist oder kurz danach. Kann nun auch nicht die Lösung sein und ist mitnichten so viel sicherer als die Direktvermittlung.

    Rückläufer gibt es auch im Inland, sogar bei Züchtern.
    Die wird es immer geben, so lange Menschen Hunde aufnehmen und ein Vermittler tut gut daran, sich immer darauf einzustellen und den Platz eine Zeitlang freizuhalten.

    Du musst dich also vor den Halterinnen von Auslandshunden rechtfertigen, was ich ein Unding finde.
    Und ich muss mich vor den Halterinnen von Inlandshunden rechtfertigen, was genauso unmöglich ist.

    Weder Kira noch die Auslandshunde aus meinem Beispiel waren übrigens Welpen.
    Kira war geschätzt gut ein Jahr alt, die beiden Hündinnen aus Rumänien und die aus Spanien waren ebenfalls zwischen einem und zwei Jahren alt.
    Wobei auch das Alter bei mir und meiner Freundin keine Rolle gespielt hat.

    Vielleicht bist du der Typ Mensch, der den "Klick" nicht braucht, ich brauche den schon.;)
    Auch da kann man nicht pauschalisieren.

    Du hast wohl schlechte Erfahrungen mit Haltern von Auslandshunden gemacht, bei mir ist es gerade anders herum.
    Für mich ist übrigens jeder Hund wert, ein geborgenes Zuhause zu finden/haben.
    Sogar der Hund vom Vermehrer. Bei mir muss sich niemand für irgendetwas rechtfertigen und ich werde das jetzt auch nicht mehr tun.
     
    sxo und Luva gefällt das.
  4. Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Hast du schon mal dran gedacht, dass ein Hundeanfänger keine Vergleichsmöglichkeit hat und ein völlig falsches Bild vom Hund haben kann?

    Du sagst, Kira wäre "dein" Hund. Weißt du, ob Kira sich nicht lieber jemand anderes ausgesucht hätte?
    Hatte sie eine Wahl?
    Die Aussagen, dass ein Hund Jagdtrieb hat, Katzen jagt, einen eigenständigen Charakter hat, keine anderen Hunde mag und gesundheitlich viele Baustellen hat, sind aus Anfängersicht alle wahr, aber müssen überhaupt nicht der Wahrheit entsprechen.

    Ich habe das sehr oft gehört, dass ein Hund angeblich einen Jagdtrieb hat, nicht allein bleiben kann, Katzen jagt usw.
    Komisch ist nur, dass diese Hunde bei mir vorher keinen Jagdtrieb hatten, die Katzen in Ruhe gelassen haben....
    Und auch später haben sie diese Verhaltensweisen nicht gezeigt, wenn ich den Hund mal in Urlaubspflege hatte.

    Besonders sind mir Leute in Erinnerung geblieben, die meinten, ich hätte ihnen einen kranken Hund vermittelt.
    Es ist echt erstaunlich, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann zwischen Hundehaltern die Krankheitsängste haben und Hundehaltern, die auf eine gute Gesundheit achten.
    Mir wurde sogar schon vorgeworfen, dass ich wissentlich einen schwer herzkranken Hund vermittelt hätte, obwohl alle Hunde von meiner Tierarztpraxis untersucht waren.
    Ich habe sogar noch die Tierärztin der neuen Besitzer angerufen, weil ich dachte, die erzählen mir eine Geschichte.
    Als die dann auch meinte, der Hund wäre schwer krank, habe ich angeboten, den Hund zurückzunehmen und habe ihn dann bei einem Kardiologen vorgestellt. Das Ergebnis: Der Hund war kerngesund. Die Leute haben ihn nicht wiederbekommen.

    Du wirst natürlich entgegnen, dass Kira wirklich krank war. Aber ich gebe auf solche Aussagen nichts mehr.
    Man kann nicht einmal darauf vertrauen, dass Tierärzte eine Ahnung von ihrem Fach haben.

    Aus deiner ganz subjektiven Anfängersicht war die Entscheidung, Kira direkt aus dem Ausland aufzunehmen, goldrichtig.
    Aber das kann von der Wahrheit meilenweit entfernt sein.
    Von mir hättest du keinen Hund direkt aus dem Ausland bekommen.

    Ich möchte einen Hund davor bewahren, dass er in Anfängerhänden zu einem Problemhund wird, wenn er in den richtigen Händen ein Traumhund sein kann.
    DAS gehört für mich auch zum Tierschutz.
     
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  5. Luva

    Luva Stammuser

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    Vielleicht sollte man auch folgendes unterscheiden: es gibt TSV, deren Lebensinhalt! wirklich "gerettete" Hunde sind.
    So sehe ich den Verein, von welchem ich Imani hatte. Im Tagebuch auf der Homepage kann man das verfolgen. Karin und Christian leben in einem aktuell 10 Grad kalten Wohnzimmer, weil die Hunde-Hausgruppe (insgesamt lebten nach meinem letzten Stand um die 12 Hunde allein nur im Haus (alte, kranke etc) in verschiedenen Gruppen (Küche/WoZi etc)!) jederzeit rein und raus kann. Die bis auf Nachts stetig offene Tür nach draußen ist lediglich mit Decken zugehängt.
    Im Sinne der Hunde ist das ja nun wirklich wunderbar.

    Aber mal ganz ehrlich: MEIN Lebensinhalt ist meine Familie. Ein Hund "nur" ein treuer Wegbegleiter, Freund auf unbestimmte Zeit.
    Eine stinknormale Familie kann das gar nicht stemmen, was die beiden in die Hunde investieren (wovor ich auch andererseits großen Respekt habe, sein Leben komplett wirklich nur nach Hunden zu richten, die wohl sonst niemand wollte).

    Als ich damals Kontakt aufnahm, kam von Wörrstadt noch die Idee, dass Boogie ( http://www.tierschutz-woerrstadt.de/boogie/ ) ein reinrassiger HSH, für uns was die Anforderungen bzgl. Wesen anging, in Frage käme. Wir müssten halt unser Leben komplett ändern was Besucher etc. angeht. Machbar sei das mit Umdenken unsererseits aber ohne Probleme...
    Einen reinrassigen HSH wollte ich jedoch nicht, um das zu vermeiden, was hier letztendlich bei uns passiert ist.

    Um zum Thema Hundeerfahrung zurück zu kommen:
    Emil = Fundhund mit unbekannter Herkunft = Seelenhund. Und es war bei ihm schei..egal gewesen, ob er aus Timbuktu oder was weiß ich woher gekommen ist. Es wusste ja kein Mensch was über ihn, außer das er angebunden gefunden wurde.

    Imani = Hund mit ebenso MIR unbekannter Vorgeschichte = hat letztendlich eigentlich von vorne bis hinten nicht gepasst.

    Ich bin nicht an einen TSV geraten, der schnell verhökern möchte, davon bin ich immer noch überzeugt.

    Ich bin an einen TSV geraten, der alles erdenklich menschliche, was er kann, in Hunde investiert, wozu der Otto-Normal-Familienmensch wie ich aber nicht im Stande ist: auf einen Hund derart einzugehen wie es Christian und Karin tun, nämlich den Hund zum Lebensmittelpunkt zu machen, was er für mich jedoch nie sein wird, denn ich habe einen anderen Lebensmittelpunkt. Klingt für Hundemenschen vielleicht derb, aber es ist so.


    Fazit: momentan erstmal gar kein Hund mehr. Mein Herz ist vorerst nach der letzten Erfahrung, die mich einiges gelehrt hat auf Kosten eines Hundes (muss ich leider einfach so sagen weil es so ist) verschlossen.

    Wenn ich irgendwann wieder wirklich bereit bin für einen Schwanzwedler, wird er mich finden. Suchen werde ich jedenfalls nicht mehr, außer gute Züchter wenn ich mich bereit dazu fühle.
     
  6. RosAli

    RosAli Stammuser

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    Du hast Recht. Ich brauche den "Klick auf den ersten Blick" nicht. Ich gehe grundsätzlich erstmal nach der Charakterbeschreibung. Und dann nach dem Eindruck, den ich beim kennenlernen des Hundes habe.
    Wobei ich wenig Wert auf Äußerlichkeiten lege. Ich habe mit Hunden gearbeitet und festgestellt, dass ich bei jedem Hund bei näherem kennenlernen liebenswerte Eingenschaften finde.
     
  7. marita

    marita Stammuser

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    Kira, Mix, 15.02.11
    Plan B war nicht die Abgabe der Katzen.
    Plan B war eine sichere PS, die Kira auch jederzeit aufgenommen hätte.

    Stattdessen habe ich zwei der drei Pflegekatzen vermittelt, was eigentlich bei der Aufnahme dieser Katzen ohnehin vorgesehen war.
    So wurden sie eben später vermittelt.

    So gesehen, gab es zu diesem Zeitpunkt keine Kriterien. Die Kinder waren groß, teilweise ausgezogen und es wohnten keine eigenen Tiere bei mir.

    Heute ist das anders. Ich habe eigene Tiere, 2 kleine Krabbelkinder, die ab und an hier sind und Enkel, die in den nächsten Jahren wohl kommen werden. Deshalb ist als Zweithund kein Ü-Ei eingezogen, sondern ein Welpe einer ausgesuchten Rasse vom seriösen Züchter.

    Wenn in 10 -15 Jahren hier wieder ein Platz frei ist, dann sind aller Wahrscheinlichkeit keine anderen Tiere mehr da und die Kinder vermutlich groß.
    Wenn das so ist und ich noch fit genug bin, muss dieser Hund dann keine Kriterien erfüllen, außer was Größe und Gewicht betrifft.
    Dann zieht hier wieder ein Ü-Ei ein, von mir aus auch aus Direktvermittlung.

    Und hätte das einzige eigene Tier, das ich damals hatte, meine Luna, noch gelebt, dann wäre Kira ebenfalls auf die PS gegangen.
    Ich mache eben einen Unterschied zwischen Tieren, die ich mir anschaffe und für die ich lebenslang die Verantwortung übernehme und Tieren, die auf PS sind.

    Wobei ich keine PS mehr sein werde, mir reicht es.

    Das kann jedem passieren, auch dem Erfahrensten.
    Ich weiß, dir natürlich nicht.:rolleyes:

    Hat irgendein Hund eine Wahl?
    Woher weißt du, dass deine Hunde nicht lieber bei jemand anderem wären?

    Kira hat Jagdtrieb, und zwar ordentlich.
    Kira jagt nicht nur Katzen, sondern alle Tiere, die sich bewegen, außer Hühnern. Sie jagt nicht mehr unsere Katzen, sondern beschützt sie.
    Das hat die Anfängerin zusammen mit einem Trainer wirklich gut hinbekommen.

    Sie ist ein eigenständiger Hund, was erst zum Vorschein kam, als sie eine gewisse Sicherheit bei uns hatte.

    Das sind Kernaussagen über ihren Charakter, und diesen Charakter würde sie überall dort zeigen, wo sie sich sicher und angenommen fühlt.

    Ich habe sie nicht dazu gemacht, was du hier ja implizierst und ja, vermutlich wäre sie die 4-6 Wochen in deiner Obhut anders gewesen.
    Eingeschüchtert von den anderen Hunden und im reinen Überlebensmodus.

    Wir sind uns ja alle relativ einig, dass Hunde, insbesondere Hunde, die nur kurz auf einer PS sind, ziemlich genau wissen, dass das nicht für immer ist und sich zurücknehmen.
    Das wahre Wesen kommt erst dann zum Vorschein, wenn der Hund eine Zeitlang bei seinen Besitzern ist und sich dort zunehmend sicher und zu Hause fühlt.

    Die Tatsache, dass deine wie viel hundert PS Hunde bei dir alle gleich getickt haben und alle lammfromm waren, spricht in meinen Augen übrigens nicht für dich. Das hört sich viel mehr nach Hunden an, die das irgendwie überstehen wollen und lieber nicht auffallen wollen.

    Das wundert mich nun überhaupt nicht.
    Du warst nicht ihr Zuhause, du warst eine Übergangsstation, in der kein Hund sein wahres Wesen zeigt.
    Sollte man eigentlich wissen, wenn man so schrecklich viel Erfahrung hat.

    Und das ist nun wirklich abstrus.
    Ich habe die Laborbefunde hier, da steht schwarz auf weiss, dass Kira:

    einen massiven Befall von Mikrofilarien aufwies, die später angeforderte Differenzierung ergab dann Dirofilaria repens

    Ehrlichiose und Anaplasmose positiv war, da die Blutwerte (die ebenfalls vom Labor gemacht wurden) eine Erkrankung bestätigten, musste auch das behandelt werden

    das Kotprofil ergab einen mittleren Befall mit Spulwürmern und hohen Befall mit Giardien

    ihre Augen waren gerötet und tränten, was ohne Abstrich sofort behandelt wurde und damit, nach etwa 3 Wochen, auch ausheilte

    Ich habe mir absolut nichts "eingebildet", sondern Kira untersuchen lassen und anschließend entsprechend behandelt.

    Ich nehme an, du hast keine Ahnung, wie eine Dirofilaria repens behandelt wird, aber die Behandlung erstreckt sich über mindestens 6 Monate.
    Das war der ausschlaggebende Faktor, weshalb ich die PS als nicht geeignet ansah, Kira zu behandeln.
    Denn nach diesen 6 Monaten musste eine dreimonatige Pause gemacht werden, ohne Medis, damit der anschließende Test auch aussagekräftig war.
    Kira hätte also mindestens 9 Monate auf der PS bleiben müssen.

    Wenn ich als PS natürlich nichts untersuchen lasse und nur nach dem äußeren Augenschein gehe, dann sind die Hunde logischerweise meist nicht krank.
    Und nein, ich habe mich nicht mit der Pharmalobby und den Laboren verschworen, nur damit ich möglichst viele Medis in Kira pumpen kann und nur, damit ich einen "gesunden" Hund habe.

    Was sie lustigerweise seither tatsächlich ist.
    9 Monate viele Medis und Untersuchungen, seither ein paar kleinere Verletzungen (unfähiger Anfänger, der ich bin), ansonsten gesund.

    Natürlich hat sie eine chronische Anaplasmose, die aber seit 4 Jahren nicht mehr in Erscheinung getreten ist.
    Der Anfangsbehandlung sei Dank!

    Ist es nicht. Ich war das Beste, was Kira passieren konnte, ob dir das nun gefällt oder nicht.

    Na, da bin ich aber traurig.:cool:
    Das ist nun wirklich ein umwerfendes Argument und mir ungefähr so wichtig wie der Sack Reis in China.....

    Und ich finde es, je mehr ich hier lese, immer wichtiger, die armen Hunde davor zu retten in gewissen PS zu landen.
    Was dann doch wieder für Direktvermittlung sprechen würde....
     
  8. Bubuka

    Bubuka Stammuser

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    Das ist mir klar, dass du überzeugt von dir bist.

    Die Aussage von dir wundert mich auch nicht.

    Bei mir haben alle Hunde eine Wahl. Ich achte sehr genau darauf, wen sie bevorzugen.
     
  9. Karojaro

    Karojaro Stammuser

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    Lucky, JRT (10)
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    Aslan/Rottweiler(3)
    Ernstgemeinte Frage: Wie erkennst du das?
     
  10. Blumenfee2017

    Blumenfee2017 Stammuser

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    Mia - KH Collie 2011
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    Loomie - Pitbull 2013
    Ich halte es ehrlich gesagt für müßig mit dir über deine Kira zu streiten - darum ging es mir nie ;)

    Dazu kann ich aber schon etwas sagen...
    Ich kenne heute spontan keine Pflegestelle, die 1 Hund im Monat vermittelt und gleich wieder einen neuen holt. Das heißt nicht, dass ich nicht glaube, dass es sie gibt - ich halte mich nur gezielt vom unseriösen TS-Gesindel fern, weil das meine Nerven schont. Es reicht, wenn man über Ecken damit zu tun hat.

    Zu meinen Beginnzeiten, war es bei mir aber ähnlich. Da hatte ich ca. jeden Monat einen neuen Pflegehund. Ich hatte in dieser Zeit genau einmalig Flöhe, die wurden behandelt und das Thema war gegessen. Ich kann dir nicht von allen meiner damaligen Pflegehunde sagen, wie sie sich in weiterer Folge entwickelten, da ich nicht immer in die Vermittlung eingebunden war, zu zweien der Besitzer habe ich aber bis heute Kontakt. Baghira habe ich auch einige Monate nach der Vermittlung nochmal für eine Woche gesittet. Von diesen Besitzern gab es keine Beschwerden über mitgebrachte Parasiten und Co. Und auch mein erster Rüde, der ursprünglich Pflegehund war und er war eher einer von den ersten, die zu mir kamen, hatte nie Probleme. Ich würde meine damalige Pflegestellenzeit als alles andere als seriös einstufen. Es geht sicher schlimmer, aber für mich fällt das schon stark unter gruselig. Und dennoch ging offenbar zumindest von den Hunden, bei denen ich es weiß, keiner mit Krankheiten oder Parasiten raus.

    Auch wenn ich heute einen Pflegehund bekomme, separiere ich den üblicherweise nicht erstmal zwei Wochen (es sei denn er gibt mir gesundheitlich wie verhaltenstechnisch Gründe es zu tun) und wenn der augenscheinlich gesund ist, laufe ich auch nicht sofort mit ihm zum TA, um Kot und Blut untersuchen zu lassen. Aber gut - in den letzten 6 Jahren waren auch nur 2 meiner Pflegehunde aus dem Ausland und beide kamen über seriöse Kontakte. Ich hatte in 8 Jahren noch kein einziges Mal Giardien, weder bei Pflegehunden noch bei meinen eigenen - und ja, auch ich lasse 1-2x im Jahr den Kot meiner Hunde untersuchen. Ich hatte auch noch nie Milben- oder Pilzbefall, bis auf das eine Mal keine Flöhe oder sonstiges. Das einzige Mal, als ich prophylaktisch bei Ankunft sofort entwurmte war bei Andra, da recht wahrscheinlich war, dass sie verwurmt war und mir außerdem gesagt wurde, sie hätte Kontakt zu Hunden gehabt, bei denen Giardienbefall nachgewiesen war. Ich habe mich also nicht mit einer Kotuntersuchung aufgehalten. Der Hund kam hier an, bekam 3 Tage lang Panacur, schiss eine Menge Würmer, das wurde entsprechend immer sofort fein säuberlich weggeräumt und fertig. Danach war das Problem erledigt, keine Würmer mehr, keine Giardien. Bei keinem meiner Vermittlungshunde hätte ich je im Nachhinein gehört, sie hätten irgendetwas mitgebracht. Bei Andra kam nach der Vermittlung eine Getreideallergie zum Vorschein, das lag aber daran, dass sie hier von Beginn an getreidefrei ernährt wurde und das im neuen Zuhause zuerst anders war. So war das hier nicht aufgefallen, dort schon. Nun füttert ihr Frauchen dasselbe Futter wie ich und die Welt ist wieder im Lot.

    Ich weiß durchaus, dass die Welt ein wenig anders aussieht, wenn man als Pflegestelle primär für Auslandshunde fungiert. Aber ja, ich halte deine Ausführungen für dezent überzogen. Ich kenne auch viele Pflegestellen, auch solche die bei anderen Vereinen aktiv sind und wo manches nicht so gehandhabt wird, wie ich es handhaben würde, die Arbeit aber im Großen und Ganzen ok ist. Und nachdem ich auch deren Hunde kenne, bezweifle ich schwer, dass dort latent alles mögliche lauert, so wie du es beschreibst.

    Und so ganz nebenbei: Ich halte überhaupt nichts davon, wenn vereinsfremde Personen Vorkontrollen für Hunde machen, die sie selbst nicht kennen. Alleine schon deshalb wäre ich mit solch einem Verein nicht glücklich. Ich habe sowas genau einmal gemacht, seither lehne ich das ab.

    Ich weiß nicht, welche Erfahrungen du mit Pflegestellen gemacht hast, dass du so eine Abscheu gegen sie hegst, dass du entgegen aller Logik tatsächlich denkst Direktvermittlungen wären besser. Interessant in dem Zusammenhang ist natürlich auch, dass - nehmen wir mal an, wir haben tatsächlich die Situation, dass die Hunde auf der Pflegestelle alle schwer verseucht sind - Hunde aus Direktvermittlungn ja nun auch nicht gesund zu ihren Besitzern kommen. Es macht also im schlechtesten Fall einer Pflegestelle eigentlich keinen Unterschied... aber gut...
     
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