Frage zu meiner neuen Hündin

Nur weil dein Hund vielleicht andere Lebens mag, heißt es nicht, dass er dich "gleich vergisst".
Oder nur weil er dein zb. Kumpel toll findet, dass du zu ersetzten bist.
Wenn der Hund mag, dann ist es vom Vorteil, wenn er hin und wieder nette Kontakte hat so lange der Hund nicht gezwungen wird.
Nicht jeder Hund steht zwingend drauf, meine mögen es auch nicht.
Es kann aber einfach sein, wenn der Hund bisschen offen ist. Wie weit entscheidet aber letzendlich der Hund.

Übrigens lebe ich zb. mit Eltern und Schwester in einem Haus.
Aber es sind eindeutlig meine Hund und das sieht jeder bilde.
Trotzdem überleben sie, wenn ich ( immer mal wieder ) paar Tage weg bin.
Finden sie nicht super aber kommen zurecht.
 
Jolly, der totales "Mamakind" ist,wann immer möglich, Körperkontakt zu mir suchtmusste vor ein paar Jahren auch (ungeplant) drei Tage auf mich verzichten,aber vergessen wer "seine Mama§ ist ,hat er trotzdem nicht.
Auch Pierrot,der sich gerne mal an Fremde "ranwanzt",geht keinen Schritt,wen ihn jemand anders führt,wenn wir in der Gruppe unterwegs sind und der Abstand zu groß.
 
In eine Hundeschule möchte ich mit ihr nicht gehen, da ich die nächsten Monaten eine stabile Einmannbindung bei ihr haben möchte, habe ich bei jeden meiner Tiere so gemacht, nach dem Motto (Besitzer = Ganze Welt, Fremde = Unwichtig, Bekannte = egal, aber anwesend)

Das ist ziemlich egoistisch gedacht. Du machst Deinem Hund das Leben damit unnötig schwer.

Du willst für ihn "die ganze Welt" sein. Was passiert, wenn mit Dir mal was ist? Dann bricht die Welt Deines Hundes zusammen.
Und das kann schneller gehen, als man denkt. Ich hatte letztes Jahr einen Unfall und mußte für ein paar Tage ins Krankenhaus. Ich mag mir nicht vorstellen, wie es meinen Hunden ergangen wäre, wäre ich für sie "die ganze Welt".
Ich bin ihre Hauptbezugsperson, aber sie kommen schon damit klar, auch mal von jemand anderem betreut zu werden.
Ich weiß nicht inwiefern das stimmt, aber ich habe schon mitbekommen, wenn ein Welpe von kleinauf mit mehreren Menschen ist, auch draußen Kontakt zu jeden Fremden hat, dann bindet sich dieser nicht richtig an die eigentliche Bezugsperson, dann lernt sein Gehirn:
Alle Menschen lieb und nett, ich mag alle und will zu jedem hin
Das ist doch Quatsch. Warum, das haben andere hier ja schon erläutert.

Die meisten meiner Hunde fanden andere Menschen lieb und nett. Und ja, das macht das Leben vor allem in der Stadt einfacher. Als wenn man einen mißtrauischen Hund hat, der jedem Fremden erstmal die Hose runterziehen will.

Das bedeutet ja trotzdem nicht, das der Hund gleich zu jedem hinläuft und die belästigt. Sowas ist Erziehungssache. Aber offen und freundlich zu anderen Menschen zu sein, ist kein Fehler. Sondern in meinen Augen eher wünschenswert.

Ich hatte viele Jahre starke Hunde. Eindrucksvoll. Und die waren zu jedem freundlichen Menschen eben auch freundlich. Nicht interessierte oder ängstliche Menschen wurden ignoriert.
Nochmal zum Thema Bindung. Die Hunde hatten trotzdem eine sehr gute Bindung zu mir.
Und haben in bedrohlichen Situationen trotz ihrer allgemeinen Menschenfreundlichkeit durchaus beschützt.
 
Ich meine mich erinnern, die Rasse kann etwas vorgeben, aber durch den Charakter kann es enger geformt werden, ich hatte auch mal eine ganz normale EKH Katze, die Fremde ignorierte und nur zu mir ging, besonders nachts sie immer neben mir schlief und teils auch eifersüchtig wurde wenn jemand neben mir saß z.B. beim zocken, ging sie zwischen und an meinen Schoß und das ist sehr unüblich für EKH Katzen

Bei Hunden gibts auch Rassen die eher für Einmann- gemacht wurden, allerdings gibts dann auch Ausnahmen die komplett anders drauf sind.

Eine Freundin von mir hat zwei Hunde und sie hatte mal Besuch von ihren Ex- wegen einer Sache, die ich nicht näher erläutern werde und da gingen die zwei Hunde direkt zum Ex und auch wo alle am Sofa saßen, waren die Hunde beim Ex weil die ihn so toll fanden und er selbst mochte Hunde nicht so, hat sie ignoriert, aber sie wollten trotzdem zu ihm (da kann man sich vorstellen wie sehr sie davon enttäuscht war) Rasse war ein Toyfox Terrier und die andere ein Pekinese

Ich bin im Home office und noch jung und ins Gym gehe ich auch nicht, sondern habe meine ganzen Trainingsgeräte zu Hause, da ist es sehr unwahrscheinlich dass mir etwas passieren wird, mir wäre trotzdem unwohl dabei wenn meine Hündin oder allgemein die Tiere die ich habe jeden Fremden supertoll finden würden oder Bekannte besser als mich

Ich weiß das kann man nicht auf Menschen übertragen, aber stellt euch mal vor ihr habt eine Frau die geht dann fremd ODER sie tut es nicht aber ihr seid draußen und sie sagt dir wie heiß sie den Typen neben dir findet, also ich heiße sowas nicht gut, das ist jetzt ein übertriebenes Beispiel und man kann es nicht vergleichen aber ich weiß sonst nicht wie ich es klar formulieren kann, wenn ich schon in etwas Zeit investiere sowie Geld und viel Liebe dann möchte ich auch davon etwas zurück haben, jeder Mensch ist anders und so bin ich selbst wenn es manche als negativ empfinden

Was mir bei meiner Tierhaltung aufgefallen ist: Je jünger das Tier an einen selbst gebunden wird und Fremdkontakte gemieden werden, desto mehr bindet es sich an einen, natürlich gibt es Ausnahmen die gibt es immer

Die Menschen die ich privat kenne, besonders aus Familien, deren Hunde sind jeden freundlich gesinnt, keine Ausnahme habe ich da gesehen, auch wenn ich mal weg ging aus deren Haus, wollten deren Hunde zu mir und haben gejault das ich nicht weg gehen soll, obwohl es nicht meine Hunde waren. Es gibt halt viele unterschiedliche Charaktere und je nachdem wie man die erzieht
 
Was bleibt einen Tier übrig, wenn er nur an einem Mensch gekettet wird?

Und da sollte der Mensch vielleicht an sich arbeiten, wenn der Hund nur "ihn ansehen soll".

Stell dir vor dein Kumpel verbietet dir dein Leben lang dich mit deiner Familie zu treffen, andere Kumpel zu besuchen, Mal einen Schätzchen zu halten wenn man jemand trifft, eine Freundin zu finden...
 
Naja, weiß nicht wie ich das Beispiel formulieren soll, in etwa wenn du ein Kind hast z.B. und du es sehr gut behandelst und es mag dich nicht sondern geht lieber zu Verwandten oder Freunden das wäre ja auch so was
Wenn der Hund erwachsen ist, habe ich nichts dagegen wenn Fremde ihn mal durchwuseln wollen oder Bekannte, weil da ist das Gehirn ja schon gefestigt, mir ging es halt um die Prägungsphase die beginnt und dann später endet und als erwachsener Hund ist da schwierig etwas zu ändern
 
OT: ich finde Dich lustig 😉
Deine Beiträge sind aktuell mein Highlight in einer "besonderen Zeit". Danke dafür, ich bin gespannt, was noch so kommt.
 
Es geht halt bei dem Thema nicht nur um dich und was du willst, sondern auch und in erster Linie um die Bedürfnisse und das zukünftige Leben deines Hundes. Das du so viel Sorge hast, das dein Hund dich stehen lassen könnte, könnte schon viel über dich selbst aussagen. Es ist aber nicht fair, die eigenen Bedürfnisse auf Kosten des Hundes auszuleben. Würdest du auch so denken, wenn bspw. deine Kinder beim Besuch am Lieblingsonkel kleben? Oder an der Lieblingsgroßmutter? Oder wenn halt der Superkumpel mal da ist, das man da den Partner weniger beachtet sollte den eigentlich eher nicht in eine Sinnkrise stürzen lassen.
Warum hast du bei der Auswahl des Hundes denn nicht nach einer Rasse geschaut, die sowieso weniger Tendenzen hat, kontaktfreudig zu sein? Warum wurde es denn ausgerechnet ein Malteser-Pudel-Mischling?

a gingen die zwei Hunde direkt zum Ex und auch wo alle am Sofa saßen, waren die Hunde beim Ex weil die ihn so toll fanden und er selbst mochte Hunde nicht so, hat sie ignoriert, aber sie wollten trotzdem zu ihm (da kann man sich vorstellen wie sehr sie davon enttäuscht war
Statt darüber enttäuscht zu sein hätte sie sich aber auch Gedanken machen können, warum ihre Hunde den EX so toll finden könnten? Meine Freundin "mosert" auch immer das mich die meisten unserer Hunde "besser" finden. Das hat aber auch seinen Grund. Wenn du der Mittelpunkt für deinen Hund sein willst, dann erarbeite dir das, und zwar nicht indem du ihm einfach keine andere Wahl lässt.
Ich weiß das kann man nicht auf Menschen übertragen, aber stellt euch mal vor ihr habt eine Frau die geht dann fremd ODER sie tut es nicht aber ihr seid draußen und sie sagt dir wie heiß sie den Typen neben dir findet
Dann stimmt eindeutig was an der Beziehung nicht. Aber meinst du es würde die Beziehung besser machen wenn du deine Frau einsperren und von anderen Männern fern halten würdest? Wohl kaum.

wenn ich schon in etwas Zeit investiere sowie Geld und viel Liebe dann möchte ich auch davon etwas zurück haben, jeder Mensch ist anders und so bin ich selbst wenn es manche als negativ empfinden
Ja, das ist ziemlich negativ. Auf dieser Grundlage kann eine ehrliche Beziehung kaum funktionieren. Dem Hund kannst du es zwar nicht sagen, aber der wird merken dass das nicht authentisch ist. Hunde (oder überhaupt andere Lebewesen) sollte man wegen ihrer selbst schätzen und respektieren und nicht als Kosten/Nutzenrechnung betrachten.
Prägungsphase die beginnt und dann später endet und als erwachsener Hund ist da schwierig etwas zu ändern
Genau deswegen sollte der Hund in gerade dieser Zeit allerhand Menschen als positiv abstempeln.
 
Die Prägungsphase geht bis ca. zur 8. Woche
 
Deshalb würde ich mein Kind bis es 18 ist in ein Keller sperren ( gut das ich keine Kinder habe 😇 )
 



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