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Erziehung zur Stubenreinheit

Dieses Thema im Forum "Basiswissen - Hund" wurde erstellt von Benutzer434, 1. Januar 2013.

Status des Themas:
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  1. Benutzer434

    Benutzer434 Neu angemeldet

    Beiträge:
    3.382
    Vorwort: Es gibt viele verschiedene Erziehungsmethoden, jede hat seine Daseinsberechtigung und nichts ist allgemeingültig. Oftmals muss man auf seinen Hund spezieller eingehen aufgrund seiner Vergangenheit. Auch bei Welpen gibts viele Unterschiede, wie ich sehr häufig feststellen konnte, je nachdem ob es eben aus einer guten Zucht oder von einem schlechten Vermehrer herrührt. Auch ist Rasse und Persönlichkeit von unterschiedlicher Natur, sodass wir mutige oder von Beginn an schon ängstliche Hunde "erziehen" müssen.
    Oberstes Gebot in meiner Hundeerziehung ist: Höre ich auf dazu zu lernen und mich persönlich weiter zu entwickeln, so bin ich kein guter Hundehalter mehr.

    Was ich hier niederschreibe, beruht aus meinen Erfahrungen und widerspiegelt letzten Endes nur meinen aktuellen Wissenstand!
    Beginnen möchte ich mit der Stubenreinheit.

    Wie bekomme ich meinen Hund/Welpen stubenrein!



    Verinnerlichen Sie bitte:
    Wenn ihr Welpe in die Wohnung macht, haben Sie den Fehler gemacht!

    Sie müssen die Anzeichen lesen! Ja es geht schnell, aber die Anzeichen sind da. Es wird schon mal damit losgehen, dass Ihr Hund am Boden schnüffelt und die geeignete Stelle sucht, nur um mal ein Beispiel zu nennen. Jeder Hund verhält sich da auch ein wenig anders. Nach 1-3 Tagen (je nachdem wie lernfähig Sie persönlich sind) lernen Sie jedoch als aufmerksamer Hundehalter, worauf Sie besonders achten sollten.

    Man sagt ja immer, man solle seinen Hund nicht schimpfen. Genau!


    Aber wieso eigentlich nicht?

    Hunde können mit "Schimpfen" nicht viel anfangen, da es ihnen sehr schwer fallen wird überhaupt zu begreifen, wieso sie so aufgebracht sind. Vor allem aber, weil sie Aktionen und Handlungen nur in sehr kurzen Abständen, sprich "Sekunden" miteinander verknüpfen können.
    Mir persönlich kommt "falsches Schimpfen" (wozu ich mich auch mal hinreißen lasse, bevor ich mich wieder besinne; wir sind nun mal nicht perfekt) immer so vor, als würde der Hund das Schimpfen sofort auf seine Persönlichkeit münzen und nicht auf die Handlung, die er nur 5 Sekunden vorher getan hat.


    Was häufig falsch läuft:
    Der Hund pinkelt auf den Boden und Sie sehen es genau in dem Augenblick, wo er fertig ist und sich zu Ihnen dreht und dabei auf Sie zu tapst. Sie sagen:
    PFUI! Ihh, Mensch äh HUND! Nicht schon wieder ..

    Was passiert nun? Ihr Hund verknüpft, dass das Herkommen zum Frauchen/Herrchen schlecht ist! Vom Pinkeln ist schon lange nicht mehr die Rede!
    Es wäre nun schon sehr doof, wenn wir versuchen unseren Welpen beizubringen nicht freiwillig zu uns zu kommen oder?


    Wie macht man es richtig:
    Sie sehen ihren Welpen beim Pinkeln? Sie gehen auf ihn zu und sagen ein dominantes und bestimmendes (kein aggressives!) "NEIN", nehmen ihn und bringen ihn runter auf eine Wiese. Man könnte auch das NEIN weglassen. Ich persönlich habe aber damit gute Erfahrungen gemacht. Denn das Wort NEIN soll bei mir sowieso für jede nicht akzeptable Handlung gelten. Somit schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Ihr Welpe wird so auch sehr gut und deutlich lernen..
    Wenn Frauchen/Herrchen "NEIN" sagt, hab ich sofort aufzuhören!


    Aber und das ist sehr wichtig:
    Sie müssen ihre Gefühle kontrollieren. Hunde verstehen unsere Wörter nicht, lernen es nur in Ansätzen. Was sie hingegen schon als Welpe sehr gut verstehen, ist unsere Körpersprache. Wenn Sie also nach dem NEIN Ihren Hund hochheben, müssen Sie sich wieder im Griff haben, sie heben ihn also entspannt hoch! Nur dieses Nein ist bestimmt. Das Hochheben und Runterbringen, sowie das unten Hinstellen muss wieder sehr entspannt vonstatten gehen.
    Ihr Welpe darf auf keinen Fall etwas Negatives mit dieser Aktion in Verbindung bringen! Es ist nicht mehr als eine Handlung als Folge auf das Pippi machen. Keine "Bestrafung", denn Strafen bringt nichts außer Kummer und Leid für ihren Welpen. Hunde pinkeln nicht aus Trotz oder um uns zu ärgern, sondern schlicht und ergreifend nur, weil sie müssen.

    Also tief durchatmen und den Frust von der Seele schütteln und dann erst den Hund berühren!


    Wenn Sie es nicht sehen:
    Sie sehen es nicht oder aber Sie verpassen den Augenblick des "Klein und Großmachens" nur um eine Sekunde!
    Dann ignorieren Sie es, Sie ignorieren es absolut. Es ist NIE passiert! Jetzt ist sehr wichtig, dass Sie die Haltung bewahren! Denn nicht was Sie sagen beeindruckt Ihren Hund, sondern Ihre Wut, Ihre Verzweiflung, Ihre Anspannung oder Ihre Angst, wo er jetzt schon wieder hin gepinkelt hat. All das schadet "Ihnen" und vor allen Ihrem Welpen. Ein Hund spürt sowas, wird dadurch verunsichert und gewinnt so kein Vertrauen in Sie und in die Umgebung.

    Denken Sie daran: Ignorieren, nicht beachten, suchen sie nicht die Stelle, drehen Sie sich um, machen sie was anders und atmen tief durch! Streicheln Sie meinetwegen den Welpen, wenn er zu Ihnen gerannt kommt.
    Verinnerlichen Sie das bitte. Das ist so wichtig, dass man es nicht oft genug sagen könnte und wo die meisten Fehler passieren.


    Wie verknüpfe ich nun, draußen Hui, innen Pfui!
    Oft muss ich lesen: Mein Welpe macht draußen kein Pippi. Wenn ich genau nachfrage, weiß ich auch wieso. Schnell mal den Welpen runter zu tragen und dann auf eine Wiese zu stellen mit den Worten: "Los, Pippi machen." Also nicht mal ich könnte auf Kommando lospinkeln, können Sie es?

    Wenn Sie mit Ihrem Hund Gassi gehen, gehen Sie mit Ihrem Welpen lieber ca. 15 Minuten über eine Wiese. Spielen Sie mit ihm und er wird sich dort ausgiebig erleichtern. Nach dem Spiel und nach dem Rennen kommt der Rest von ganz alleine. Sie müssen nur genug Zeit für einen entspannten Heimweg einplanen. Loben Sie ihn, wenn er seine Geschäfte erledigt.
    Auch hier gilt, sofort! nicht 10 Sekunden danach.

    Sagen Sie ruhig: Feeeeeeeeiniiiiiii mit fiebsiger stimme und schön langgezogen, damit ihr Welpe kein Zweifel daran hegen kann, dass Sie sich freuen. Also, freuen Sie Sich tierisch und schieben Sie ihm noch beim Pippi machen nen kleines Leckerchen ins Mäulchen. Dann verinnerlicht er das ganz genau!
    Hoppla, wenn ich das draußen mache, ist alles super. Wenn ich es oben mache, bringt man mich runter.

    Hier hab ich im Speziellen noch festgestellt, dass es hier kleine Unterschiede gibt. So musste ich bei Paulchen das Leckerchen beim Pippi machen schon ins Maul schieben und bei Lucy durfte ich erst nach dem Abschließen des Erleichterns mit dem Leckerchen winken.

    Dieser Schiene müssen Sie mindestens 3 bis 4 Wochen treu bleiben. Richtig treu! Dann wird das was werden. Erwarten Sie gerade am Anfang nicht, dass hier sofort eine Veränderung zu spüren ist. Sie haben in den meisten Fällen ja schon Fehler gemacht. Die müssen damit ja auch erst mal weggearbeitet werden. Ich habe es mit dieser Methode auch schon innerhalb 3 Tagen so gut wie abschließen können. Aber ich hatte somit auch die beste Voraussetzung dafür, da es gar nicht erst falsch begonnen wurde.

    Denken Sie immer daran: Wenn Ihr Hund in die Wohnung macht, haben Sie den Fehler gemacht! Denn Sie haben:

    a) Die Anzeichen nicht gesehen
    b) waren nicht zur rechten Zeit mit ihm draußen.




    3 goldene Regeln gebe ich Ihnen zum Abschluss noch mit auf dem Weg.



    Nach dem spielen, nach dem Essen und nach dem Schlafen muss Ihr Hundi auf den Rasen!



    Link zum Diskussionsthema: Stubenreinheit
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 8. September 2013
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