Die meisten Hunde mögen es, gestreichelt zu werden, wo und wie lieben es eure Hunde und an welchen Körperstellen nicht?

Ich denke, es gehört auch ein wenig zu einer gezielten Sozialisierung, ob Hunde gestreichelt werden möchten
und vor allem, dass sie sich dieses auch von fremden Menschen gefallen lassen mögen.

Meine Aussie -Hündin ist sehr besessen davon, möglichst viele Streicheleinheiten zu bekommen, sie mag es überall,
am Körper, nur nicht unbedingt an ihren Pfoten, dort scheint es für sie unangenehm zu sein.
Besonders gerne möchte sie aber in Rückenlage am Bauch gestreichelt werden, oder auch an Brust und am Kinn.

Neulich war eine ganze Schulklasse da, die unbedingt meinen Hund streicheln wollte.
Auch hierbei kann sie das in Ruhe genießen, auch wenn ich etwas eingreifen musste, damit das Gedränge um sie herum
etwas geordnet ablaufen konnte.
Ich sehe solche Situationen auch als eine willkommene Art von Training an, denn nicht jeder Hund ist in der Lage von einer so großen, lauten Kinderschar umringt, überall gleichzeitig angefasst zu werden und dabei noch ruhig und gelassen zu bleiben. ☺️
 
Ich denke, es gehört auch ein wenig zu einer gezielten Sozialisierung, ob Hunde gestreichelt werden möchten
und vor allem, dass sie sich dieses auch von fremden Menschen gefallen lassen mögen.
Vom eigenen Halter gekrault zu werden und es zu genießen halte ich für kein großes Hexenwerk.
Fremde? Müssen nicht sein.

Und das hat auch nicht unbedingt was mit "Sozialisierung" zu tun.
Casha ranzt sich gerne an jeden Menschen, der in erreichbarer Nähe ist um sich den Hintern kraulen zu lassen. Die sucht aktiv auf und positioniert sich passend. Wenns für den Menschen passt, passt das für mich auch. .
Hermann findet, Fremde dürfen in seiner Nähe atmen und ihm nen Keks geben. Ansonsten: Kein Keks, kein Anfassen. Braucht er nicht, will er nicht, geht er weg und meidet ein bisschen.
Sherin findet, dass es eine Gnade ist, wenn man sie streicheln darf. Sogar innerhalb der Familie. Fremde? Ja wäh.. möge mir der Pöbel aus den Augen treten.

Nie käme ich auf die Idee, meinen Hunden "Fremdmenschenkontakt" anzutrainieren. Dürfen sie doof finden. Und dann eben gehen.
Eine ganze Schulklasse wäre mir aber bei jedem Hund zuviel des Guten, dem würde ich keinem aussetzen.
 
Die Buben sind da eher Typ Sherin. Und das ist vollkommen in Ordnung.
Auch ein Hund ist eine eigenständige Persönlichkeit und kann selbst entscheiden, ob er gestreichelt werden möchte oder nicht. Auch mir (bzw. dem eigenen Menschen) gegenüber.
Die meisten Menschen sind einfach nur unverschämt übergriffig (ihren) Hunden gegenüber.
 
Eine ganze Schulklasse auf einen Hund? Muss echt nicht sein!

Pierrot sucht aktiv Kontakt zu anderen Menschen und lässt sich von denen auch überall anfassen.In jüngeren Jahren hätte ihn auch Kinder an den Ohren oder Lefzen ziehen können.Jetzt im Alter sucht er gar nicht mehr so den Kontakt zu Kindern,es könnte ihm also zuviel sein.

Für Jolly ist schon ein Kind zuviel!Er lässt sich grundsätzlich nicht von Fremden anfassen,braucht auch Zeit um Vertrauen zu fassen.
Mit Sozialisation hat das aber in meinen Augen nichts zu tun.
 
Kommt aber auch etwas auf die Schulklasse an, finde ich.
Bei den Schafen haben wir ähnliches, aber mit einer Kindergartengruppe, an einer Stelle wo gehütet wird, befindet sich ein Waldkindergarten und wenn die spazieren gehen und die Schafe sind da, müssen sie natürlich da vorbei gehen. Und eben auch Hunde streicheln, und da stehen denn die Hunde zwischen all den Kindern und lassen sich da streicheln.
Rosa schaut da meist nur kurz vorbei, für sie ist das zu viel. Kira ist denn auch lieber zu den Schafen zurück, aber Luna und gerade Oscar, die würden sich wohl kahl streicheln lassen. Die Kinder sind aber auch verhältnismäßig ruhig, da gibt es kein schreien und wildes herumgelaufe. Und die Hunde können natürlich jederzeit gehen, sind ja auch ohne Leine.

Bis auf Trudchen (Molossertyp) hatten wir bisher keinen Hund der sich gerne von Fremden hat gerne oder überhaupt streicheln lassen. Finde ich aber auch okay, ich will auch nicht von Fremden angefasst werden.
 
ich hatte ja Lucie , meinen Griffon.mix und Yerom, reinrassiger DSH.
Beide haben mich als Besuchs- und Therapiehunde begleitet.
Wir arbeiteten damals ehrenamtlich in einem anerkannten Verein.

Aber unkontrolliert, auf der Straße, Kinder einer Schulklasse an meine Zwei zu lassen, wäre mir nie eingefallen.
Zumal , was lernen diese Kinder daraus.
Unkontrolliert alle Hunde, die in ihre Nähe kommen zu betatschen??
 
Nika mag sich nur von mir anfassen lassen. Es gibt sehr wenige Personen, bei denen sie es duldet. Sofern sie die Möglichkeit hat, meidet sie Menschenhände. Wenn es unbedingt sein muss (Tierarzt), lässt sie es unkompliziert zu.
Ich finde es nicht notwendig daran etwas zu ändern.

Balu ist ganz anders. Er sucht gerne Kontakt und lässt sich von jedem anfassen. Kinder mag er nicht so gerne, duldet es aber artig und verlässlich, wenn sie ihn anfassen.
 
Aber unkontrolliert, auf der Straße, Kinder einer Schulklasse an meine Zwei zu lassen, wäre mir nie eingefallen.
Ist auch am Ende eine Haftungsfrage, wenn es blöd läuft. Der Hund muss ja nicht mal beissen, einmal blöd bewegt und ein Kind umgeschubst und schon ist das Theater unter Umständen groß, das sollte man da auch im Kopf haben.
 
Meine Staffs waren alle so der Typ wie die Bullerina. Konnten nicht genug Hände zum anfassen da sein. Die wären auch mit einer ganzen Schulklasse klar gekommen. Hatten wir damals auch schon. Allerdings habe ich das dann in geordnete Bahnen gelenkt und den Kindern auch nebenbei mal erklärt, wie sie sich verhalten sollen und das eben nicht jeder Hund so nett ist.
Erklärungen klappen übrigens bei jüngeren Kindern besser als bei Erwachsenen. 😉

Cora, SH-Mix, war Fremden nicht so spontan zugetan. Hat sich aber dann immer recht schnell angefreundet. Aber sie war nicht der Typ, der gleich drauf zu geht, so nach dem Motto: ich bin hier, hab mich lieb.

Rosie ging anfangs garnicht zu Fremden. Als sie dann älter wurde, ging sie auch mal hin, wenn jemand freundlich gerufen hat. Aber sie mochte keine lauten oder hektischen Leute und ist auch den meisten Kindern aus dem Weg gegangen.

Mina, "nur gucken, nicht anfassen". Die ist da noch einen Zacken schärfer als der Hermann. Läßt sich auch mit Keks nicht bestechen. Die nimmt den Keks und wenn der Geber seine Hand hinhält, berührt sie die ggf. mal mit ihrer Nase. Sie braucht wirklich Zeit, um sich auf Leute einzulassen.
Sie ist da noch extremer als Rosie war. Bloß nicht laut, nicht hektisch und keine abrupten Bewegungen.

Ich trainiere sowas wie streicheln lassen von Fremden auch nicht gezielt mit meinen Hunden. Was ich trainiert habe ist, Fremden gegenüber zumindest neutral zu sein. Und mehr oder weniger zufällige Berührungen zu ertragen, ohne dem betreffenden gleich an der Hand oder an der Wade zu hängen.
 



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