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Deutsch Kurzhaar für Nichtjäger - völlig abwegig?

Dieses Thema im Forum "Rassekunde" wurde erstellt von Schnuffelruebe, 17. Oktober 2015.

  1. Ruhrpottlocke

    Ruhrpottlocke Stammuser

    Beiträge:
    799
    Geschlecht:
    weiblich
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    Auf Kohle geboren
    Erster Hund:
    Ovo, Labrador (12)
    Zweiter Hund:
    Femi, Pudel (5)
    Dritter Hund:
    Donna, Pudel (4)
    Vierter Hund:
    Maivi, Pudel (2)
    Ich möchte nur mal kurz anmerken, dass SL und AL sich nicht zwingend optisch unterscheiden lassen. Ich kann nicht anhand der Optik eines Labradore sagen, ob der aus einer SL oder wirklich aus einer AL kommt.
    Es gibt auch schlankere Labradore, die dadurch aber noch lange keine AL sind.

    Wie gesagt nur als kurze Ergänzung, weil ich (Nicht hier sondern allgemein) die Erfahrung gemacht habe, dass irgendwelche Labbis nur weil sie keine wandelnen Tonnen und Schlaftabletten waren automatisch als AL betitelt wurden.
     
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  2. Lichterflug

    Lichterflug Stammuser

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    Terry / Yorkshire Terrier †
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    Lotti / Russell Terrier †
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    Arbeitslinie ist auch irgendwie "schick", unabhängig davon welche Erwartungen die Halter an die Erziehbarkeit des Hundes haben.
    Zumindest fällt mir das im Gespräch häufig auf, dass das Wort "Arbeitslinie" gerne besonders betont wird. Als würde man sagen, dass man nicht nur irgendeinen älteren Mercedes fährt, sondern die neue S-Klasse.
     
  3. Hermelin

    Hermelin Stammuser

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    Spannend, dass das jetzt in dieser Form hier diskutiert wird, denn soweit ich weiß, sind bei Labbis und Goldies die Showlinien die deutlich größeren, hochbeinigeren, schlankeren und auch die, die 'edler' aussehen. Die Arbeitslinien kenne ich als kleiner und kompakter, muskulöser.
    Hermes' beste Freundin ist ein Labbi aus AL. Die Besitzer züchten auch. Und das ist ein ganz schön kleiner, runder Knubbel :D (ist ein erfolgreicher sportlicher Apportierer,.. weiß nicht wie man das nennt ^^)
     
  4. towindyshores

    towindyshores Stammuser

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    Hunsrück
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    Sirius (BePi)
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    Amber (EpPi)
    Echt? Also da sind meine Erfahrungen gegenteilig. Die Showlinie, die ich auf Ausstellungen sehe und die wir auch 9 Jahre hier im Haus hatten, ist viel kompakter, sehr kräftig und oft auch ziemlich dick gehalten, damit sie gut abschneiden.
    Wenn ich dagegen mal Field Trial Labrador google: https://www.google.de/search?q=labr...sa7XAhUCORoKHZ9iAYIQ_AUICigB&biw=1280&bih=566

    Und das dann gegen das:
    http://www.crooked-field-labradors.de/meine-zuchthündinnen/crooked-field-beautiful-barbie/
    http://www.crooked-field-labradors.de/deckrüden/alice-dream-kaba/
    http://www.crooked-field-labradors.de/deckrüden/fabian-bella-mare/

    Das sind jetzt keine extreme die ich lange gesucht habe sondern so das zweite Ergebnis wenn ich nach Showlinie suche.

    Aber beim Labrador hat man ja sowieso das Problem, dass es so viele Würfe außerhalb von seriösen Vereinen gibt, die die Hunde dann als irgendwas bezeichnen was sich gut verkauft.
    Ich muss aber auch sagen, mir ist noch keiner begegnet, der mit seinem Hund aus der AL "prahlt". Ich glaube was die Mode angeht sind wie hier relativ resistent aufm Hunsbuckel.


    Es ist schade, dass Arbeitshunde scheinbar für den Käufer immer öfter in Light gezüchtet werden - man wünscht sich eigentlich, dass die tollen Anlagen erhalten werden (und für mich ist es echt das tollste am Hund, zu sehen wie er diese Anlagen auspackt - bei Chili und Sirius sind die ja schon lange nicht mehr gezielt gezüchtet worden, sehen tut man trotzdem was der Hund mal machen sollte. Aber wirklich faszinierend ist es bei Amber. Wenn ein 5 Monate Hündchen 150 Meter Schweißarbeit leistet und sich freut wie bolle wenn er einem das Schleppwild bringt).

    Aber die Frage ist halt, ob man die Rassen so überhaupt weiter erhalten kann und sie so gebraucht werden. Viele nicht. Leider. Alle aussterben lassen? Der Bedarf nach Hunden die sich gut zum Begleithund eigenen ist doch groß (sind wir auch mal ehrlich - wie viele große reine Begleithunderassen gibt es?).
     
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  5. Silkies

    Silkies Stammuser

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    Hier bei uns sind es ausgerechnet die Weimaraner - und eine schlechtere Wahl könnte man für einen reinen Begleithund kaum treffen...

    Das ist in der Tat eine fatale Entwicklung, die oft genug in Hunden endet, die für den reinen Familienhundhalter immer noch zu anspruchsvoll, für die eigentliche Arbeit aber ungeeignet sind, und so zwischen allen Welten hängen.
     
  6. Wautzi

    Wautzi Stammuser

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    In der Nähe von Peine
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    Mogli, JRT,21.10.12
    Dritter Hund:
    HermanPodiMix16.6.14
    Die Labrador-Hündin in Moglis Dummy-Kurs ist aus einer Arbeitslinie und das Frauchen ist eher „versehentlich“ an einen AL-Labbi geraten und hatte mit dem Temperament der Hündin als Ersthundehalterin anfangs ganz schön zu kämpfen und brauchte einige Einzelstunden bei der Trainerin um mit der Hündin ein Team zu werden.

    Die Hündin ist schön schlank, hochbeinig und hat nicht die typische Labrador-Figur.

    Sie macht auch viel mit der Hündin und in unserem Kurs bekommt die Hündin die anspruchvollsten Aufgaben. Das Frauchen geht zum Mantrailing mit der Hündin, ist bei der Feuerwehr und die Hündin ist Rettungshund. Ich denke die Hündin ist mehr als nur „Mitläufer“.

    Die SL-Labbis, die ich kenne sind – sorry - etwas „stumpf“. Eine Labbi-Hündin die ich ab und zu treffe trägt den ganzen Spaziergang eine Beißwurst, trottet ein paar Meter neben dem Frauchen her und interessiert sich weder für die Umwelt noch für die anderen Hunde.
     
  7. Schnaufnase

    Schnaufnase Stammuser

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    Motte 2000-2017
    Da bin ich gar nicht so sicher.
    Viele Labradore aus Standard-Linien sind im Wesen Lichtjahre vom Standard entfernt. Es sind doch aber genau die Arbeitseigenschaften, die den Hund gleichzeitig so schön familientauglich machen, die sind doch so beliebt geworden, WEIL das für den arbeitenden Labrador typische Wesen die Hunde zu herrlich unkomplizierten Alltagsbegleitern macht. Das bietet eine AL im Grunde viel besser als eine sturköpfige Dampframme.

    Natürlich kann man der AL auch schneller die Nerven rauben als der Dampframme, man kann einen wirklich leichtführigen Hund auch viel leichter verrückt machen als einen nervenharten Dickschädel. Hat immer alles zwei Seiten.
     
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  8. DieterI

    DieterI Gast

    Beiträge:
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    Der Bedarf wird sich erheblich verringern, es braucht auf Dauer in Masse nur noch drückjagdtaugliches Kanonenfutter. Da läuft halt in der Meute alles mit, was 4 Beine hat und kläffen kann. Dazu kommt die immer mehr verschwindende gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd und die Auffassungen der künftigen Jäger von der Jagd als solche (eben als Freizeitevent ohne Bindung oder weitere Verantwortung und daher auch ohne Hund). Zusätzlich wird es immer weniger Niederwild geben und was will man da mit einem Vorsteher?
    Die Umzüchtung auf die Light-Version hat bereits begonnen, was sich in immer geringer werdenden Prüfungsanforderungen spiegelt.
    Das zu erstrebende Modell - nämlich der wesensfeste, gesunde und harte Gebrauchshund, der sauber im Schädel auch unter widrigen Umständen und bei körperlichen Herausforderungen seine Aufgaben erfüllt (und mit dem Oma oder die Enkel trotzdem spazieren gehen können, so wie früher die DDR-Drahthaare) hat ausgedient und wird mangels Aufgabe nicht mehr benötigt.
    Der vernünftige Jäger legt sich nämlich nicht den Hund zu, von dem er träumt sondern den, mit dem er das machen kann, was seine Jagdmöglichkeiten hergeben.
    Niemand, der ein reines Feldrevier hat und ein paar Tauben oder Enten, auch mal einen Fasan oder Fuchs, erlegt, legt sich einen Wachtel, eine Schwarzwildbracke oder einen Schweisshund zu.
    Kein vernünftiger Jäger mit einem Waldrevier und Drückjagdanforderungen hält sich mit einem Labbi auf, die haben Terrier, Kopov-Bracken oder eben den Waldjäger schlechthin, den Wachtel.
    Und der überlegt sich dreimal, ob er seinen mühsam ausgebildeten Hund auf eine fremde Drückjagd mitnimmt, damit der da womöglich von irgendeinem Behirnten mit einer Sau verwechselt wird. Oder von Schwarzwild dienstúnfähig geprügelt wird.
    Was ist die Lösung? Bezahlte Meuten mit irgendwas, Terriern, allen möglichen Jagdhundrassen bis hin zu Schweisshunden oder Tieren, die irgendwo nicht taugen, aber noch gut genug sind für die Meute. Gibt es heute schon, immer mehr. Und immer mehr Mixe. Kanonenfutter halt.

    Es wird neue Aufgaben für die Masse der Jagdhunde geben oder sie werden (wie etwa weitgehend schon der Deutsch-Stichelhaar) verschwinden.
    So wie dieses Agility für Hüter. Das hat zwar mit der ursprünglichen eher ruhigen Verwendung nichts aber auch garnichts zu tun, aber es wird halt gemacht und ist populär.

    Keine Ahnung, was das sein wird, irgendwelche Geländesachen vielleicht oder so eine Art Dummy-Arbeit, dass die Dummies mit irgendeinem Geruch vorstehen müssen. Irgendwas wird sich schon finden.



    Das wird so kommen, ja. Mit all den damit verbundenen Problemen. Ein ideales Betätigungsfeld für allerlei Hundetrainer, Methodenentwickler, Bücherschreiber oder Hunde-Blogger.
     
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  9. towindyshores

    towindyshores Stammuser

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    Sowas wie Tough-Hunter, zum Beispiel. Könnte mir Schlechteres vorstellen.

    Ich bin da auch total im Zwiespalt. Auf der einen Seite finde ich es schade. Einen gut ausgebildeten Hund bei seiner Aufgabe zu sehen, ist einfach genial. Aber auf der anderen Seite hat es bis auf wenige Ausnahmen kaum noch Zukunft (Beispiel Vorsteher, hat Dieter ja sehr gut dargelegt. Die meisten Jäger mit Vorsteher die ich kenne, stecken viel Arbeit in die Ausbildung und erzielen tolle Leistungen auf Prüfungen. Richtig zum Einsatz kommt der Hund aber eher selten. Ambers Opa war sehr gut auf Schweiß und hatte dementsprechend da häufiger was zu tun).
    Genau so schade fände ich es, wenn die Rassevielfalt massiv zurückgehen würde. Es gibt so viele tolle Hunderassen, deren Anlangen oder Geschichte oder Optik ich interessant finde. Es wäre schade, wenn ein Großteil davon verschwinden würde.

    Aussterben oder Anpassen - ich glaube, zu der Frage hatten wir hier im Forum schon mal diskutiert. Für einige Rassen ist die Anpassung sicher nicht der schlechteste Weg. Dabei geht aber eben etwas verloren, das muss man wohl in Kauf nehmen.
     
  10. Silkies

    Silkies Stammuser

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    Aber verschwinden die nicht sowieso, wenn nicht mehr auf die ursprünglichen Anlagen selektiert wird? Gerade die Fähigkeiten werden in der "Light-Version" sogar gezielt weggezüchtet, und die Optik folgt dem dann meist - siehe Showlinienboder, die inzwischen eher wie Aussies aussehen und mit den urspünglichen schlanken, schnellen und meist kurzhaarigen Hütern im Grunde nur noch den Namen gemeinsam haben. Die Frage lautet also wohl eher, sollen diese Rassen durch Aussterben verschwinden oder durch Veränderung bis zur Unkenntlichkeit?
     
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