Alter Hund - Unangenehme Frage im Falle des Worst Case

Crime

Stammuser
Erster Hund
Luke, 11 Jahre
Zweiter Hund
BdP-Sennen-Mix
Dritter Hund
Jack/Riesenschnauzer
Vierter Hund
† 01.07.2015
Hast du mal versucht, einen Notmaulkorb aus einem langen Tuch zu binden? Ist mir gerade in "Help" von Michelle Bamberger begegnet. Zur Risikominimierung soll man einen langen Stoffstreifen nehmen, damit die Hände relativ weit vom Maul wegbleiben können. Hier gibt's ein Video dazu:

Für den krampfenden Hund ist es bestimmt nicht besonders angenehm, und vielleicht beisst er sich dabei auch auf die Zunge - aber wenn ich den Hund tragen müsste, ginge mir meine eigene Unversehrtheit vor, gebe ich zu.
Wäre vielleicht tatsächlich ne Möglichkeit mit so einem längeren Tuch/Verband oder was das ist. Vielleicht mal bei der Tierärztin ansprechen was sie meint. 🤔
Ich müsste dann lediglich abpassen wenns Maul mal zu ist und man muss berücksichtigen das bei einem Krampf andere Kräfte aufgewendet werden als ein Körper bei aktivem Bewusstsein aufwenden könnte.
 

Kade1301

Stammuser
Ja, vielleicht keine Mullbinde nehmen sondern einen festeren Stoffstreifen. Obwohl ich vermute, dass auch beim Hund die Muskeln, die das Maul schliessen wesentlich stärker sind als die, die es öffnen. Und dann würde ich (werde ich) schon mal ganz ohne Notfall gemütlich zu Hause üben, damit ich die Handgriffe beherrsche und der Hund das Gefühl auch schon mal ohne Panik kennenlernt.

(Bamberger schreibt übrigens, dass man einem nicht beissenden Hund nicht das Maul zubinden soll, weil ihn das nur beunruhight. Für die anderen Leser, Crime weiss ja schon, dass sein Hund bei Krampfanfällen beisst. Während ich anderswo gelesen habe, dass JEDER Hund potentiell beisst, wenn er Schmerzen hat. Eigene Meinung zum Thema habe ich noch keine.)
 

Wautzi

Stammuser
Erster Hund
BalouDackelMix8.3.11
Zweiter Hund
Mogli, JRT,21.10.12
Dritter Hund
HermanPodiMix16.6.14
Ich würde wenn du das nächste Mal mit dem Hund beim TA bist fragen was man am Besten in einer solchen Situation machen kann. Das kann einem als Hundehalter ja theoretisch immer passieren, dass man einen schweren Hund transportieren muss, unabhängig vom Alter des Hundes.

In der konkreten Situation würde ich bei der Polizei anrufen oder beim Tierarzt.

Es gibt Rettungsdecken für Hunde mit Tragegriff, die man klein zusammengefaltet immer dabei haben kann. Aber ich glaube um einen bewusstlosen bzw. toten Hund damit tragen zu können braucht man vermutlich zwei Personen.

Eine Maulschlinge würde ich zur Eigensicherung anlegen wenn ich davon ausgehe bzw. sehen kann (offener Bruch), dass der Hund Schmerzen haben wird wenn ich transportiere.
 

Kade1301

Stammuser
... Was mache ich denn, wenn mein Hund während eines Spazierganges plötzlich bspw. aufgrund von Hitze oder anderen Umständen kollabiert und sterben sollte ... Im schlimmsten Fall kann der Hund von mir gehen, wenn ich vielleicht knapp einen Kilometer vom Wohnhaus weg bin ... und ihn dann da irgendwo erstmal liegen lassen, bis man mit einem Auto und Decke vorgefahren ist (sofern die mögliche Stelle da mit dem PKW gut zu erreichen ist), möchte ich irgendwie auch nicht.
...
Wenn es wirklich so passieren sollte - Hund kippt um und ist tot - ist es eigentlich gar nicht so tragisch, vor allem, wenn du selbst ein Auto hast: 15 Minuten heimlaufen, ein paar Minuten zum Hund fahren, einpacken, mit heim nehmen. Zur Sicherheit einen Zettel unters Halsband klemmen, in dem du die Lage erklärst, damit du nicht am Ende Ärger mit der Polizei wegen unerlaubtem Entsorgen eines toten Tieres bekommst, oder was da passieren könnte. Wenn du den Zettel jetzt schon schreibst und immer mitnimmst sollte sich nach Murphys Gesetz, (Die Notfälle, auf die man vorbereitet ist, treffen kaum je ein), die Wahrscheinlichkeit eines solch plötzlichen Tods auch noch mal gewaltig verringern (ich hab' von zwei Fällen gehört, einer davon Hörensagen). Was das Anfahren mit dem Auto angeht, kannst du das vielleicht schon bei der Routenplanung berücksichtigen - nirgendwo hingehen, wo mehr im Weg steht als ein Schild (über Verbotsschilder würde ich mich in einem solchen Fall hinwegsetzen).

Schlimmer finde ich es, wenn das Tier nicht sofort stirbt - da hilft dann wohl wirklich nur ein Handy und eine lange Liste von hoffentlich hilfsbereiten Kontakten.

Oder Krafttraining - mein Alpaka würde vielleicht noch leben, wenn ich es in den Stall hätte tragen können. Aber bei ca. 60 kg konnte ich nicht :(
 

Isa90

Stammuser
Guten Abend,

ich habe selber einen alten Hund und ich weiß nicht, wie viel Zeit wir miteinander haben.
Kiara ist 15 1/2 Jahre alt, wiegt aber "nur" 14 kg. Sie hatte sich mal die Pfoten aufgeschnitten bei einer Scherbe und ich habe sie geschultert. Sie ist also tragbar.
Da ich noch einen zweiten, jüngeren Hund habe und ich feststellen musste, dass die Grande Lady nicht immer die selbe Strecke laufen möchte (darauf hat sie null Bock und ist extrem trantütig), habe ich einen Jogger für Hunde dabei.
So fährt Kiara die ersten langweiligen Meter mit und kann dann aussteigen, wo sie schon länger nicht mehr selbst gelaufen ist. Hat sie keine Kondition mehr, dann zeigt sie mir auch an, dass sie in den Jogger möchte und steigt auch wieder aus, wenn sie wieder weiter laufen möchte.

Somit kann ich sie problemlos nach Hause schieben, sollte sie sich mal überschätzt haben und zu weit gelaufen haben.
Außerdem ist Kiara so viel zufriedener als vorher. Zum einen braucht sie nicht zuhause bleiben, zum anderen muss sie nicht immer die selben Strecken direkt vor Ort gehen.

Ich weiß nicht, ob es für dich eine Alternative wäre, einen Hundejogger mitzunehmen. Empfehlen würde ich dir, wenn du darüber nachdenkst, einen Umbaubaren zum Fahradanhänger zu nehmen. So kannst du erst mit deinen Hund ein Stück raus fahren, Fahrrad abstellen und den Anhänger umbauen und dann mit deinen Hund mal dort gehen, wo ihr altersbedingt nicht mehr so oft hinkommt.

Ich wünsche euch alles Gute!

Liebe Grüße
Isa
 

Tiffany

Stammuser
Als erstes würde ich den Hund beim TA vorstellen (noch vor der Sommerhitze) und das Herz untersuchen lassen.
Einerseits schreibst Du, er kommt schnell aus der Puste - andererseits, Herz-Kreislauf seien ok. Das kann so nicht stimmen.

Sollte eine Herzschwäche, ein Herzgeräusch festgestellt werden, kann der Hund mit den entsprechenden Medikamenten gut eingestellt werden und noch eine gute Lebenszeit haben.


Die notwendige Vorbereitung auf ev. Notfälle ist sicherlich in seinem Alter angemessen; ob er sich in einen Fahrradanhänger packen läßt? Dafür braucht man einiges an Training mit dem Hund, es ist aber nicht gesichert, daß es klappt, sprich: daß der Hund in diesem Alter noch mitspielt.

Alternativ kannst Du, wenn es wieder Hitzewellen gibt, einen faltbaren Bollerwagen zu jedem Gassi mitnehmen. Diese gibt es im Camping-Zubehör (meist teuer, weil "Camping") oder über ebay (günstiger) und manchmal in der Sommersaison auch gerne als Wochenangebot bei Discountern.
So ab 50 bis 60 Euro, ansonsten häufig knapp 100,-
Die faltbaren Bollerwägen sind leicht und robust - Metallrahmen mit Nylongewebeeinsatz - und transportieren auch große Hunde locker.

Alles Gute für Dich und Deinen Labbi!
 

Roland74

Newbie
Hallo,

bitte entschuldigt meine etwas verspätete Antwort. Also der Tierarzt hatte sich das Herz meines abgehört und sagte mir, dass die Herztöne in Ordnung seien. Angeblich hatte er allerdings altersbedingt etwas Probleme mit dem Kehlkopf, was angeblich bei der Hunderasse Labrador nicht allzu ungewöhnlich sein soll laut dem Arzt in der Tierklinik. Vielleicht ist er deswegen auch einfach schnell aus der Puste. Habt ihr eigentlich schon einmal davon gehört, dass diese Hunderasse im Alter Nervenlähmungen bekommen kann und sich deswegen das Gangbild verschlechtert?

Ich habe mich mal bei uns in der Nähe etwas umgehört. Ein Anlaufpunkt könnte im schlimmsten Fall tatsächlich der hier ansässige Tierarzt sein, sofern dieser genau in diesem Moment da ist und auch schnell Zeit findet. Sonst bleibt im allerschlimmsten Fall nur ein Anruf bei Polizei / Feuerwehr und / oder ein ständig griffbereiter Zettel mit entsprechender Notiz darauf und das Tier später mit dem Auto abholen, falls er wirklich unterwegs versterben sollte, was ich hoffe niemals eintreten wird. Oder eben jemand innerhalb seiner sozialen Kontakte.

Viele Grüße
Roland
 

Tiffany

Stammuser
Zu der Rasse Labrador können Dir sicherlich andere User noch etwas sagen, ich kenne persönlich und gut genug nur einen, welcher mit 11 Jahren an einem Magendurchbruch verstarb (vermutlich ausgelöst durch unerkannten Tumor).

Zum Thema Zettel: diese verknittern und leiden vor allem bei Regen, deswegen würde ich, um ihn ständig mitschleppen zu können, ihn ausdrucken und einlaminieren.

Alles Gute Dir und Deinem Hund - möge der Worst Case niemals eintreten!
 
Thread Ersteller Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Wolfgirl Lieber, alter Hund Veteranen 38
N Alter Hund sehr dünn, was tun? Veteranen 4
Lena8393 16 Jahre alter Hund kaut plötzlich auf allem rum?! Veteranen 4
A Alter Hund wird inkontinent Veteranen 6



Hundeforum.com - Partnerseiten :
Gesundheitstreff.de | Veggieforum.de | Tierfreund.com

Oben