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"Alltagshandling"von schwierigen Rassen(Hunden)

Dieses Thema im Forum "Hundehaltung" wurde erstellt von Entenwackele, 14. Dezember 2017.

  1. Entenwackele

    Entenwackele Gast

    Beiträge:
    6.526
    Ich interessiere mich ja sehr für Hundeverhalten,bzw.Hundehaltung.

    Ich persönlich hatte eigentlich noch nie eine richtig "schwierigen"Hund-einen Einblick habe ich allerdings bekommen,als mein erster Hund seinen Hirntumor bekam,und ich plötzlich komplett anders mit ihm umgehen musste,und das brachte,für uns Beide ,ziemlich viele Einschränkungen mit sich.
    Das war allerdings nur für eine realtiv kurze Zeit,weil ich ihn dann erlösen habe lassen müssen.
    Vorher hatten wir zwar auch schon unsere Baustellen-er war mein erster Hund und ich habe sicherlich viel falsch gemacht,zudem kam er aus schlechter Haltung-aber alles in allem war er ein Leben lang ein Hund,der mich in meinem gesamten Alltag begleitet hat,und so gut wie voll in mein Leben integriert war.
    Und ich weiss auch nicht wirklich,ob man "Krankheit"mit einem"schwierigen Hund"vergleichen kann.

    Bei meinem Zwerg ist es noch leichter,weil er einfach nur absolut leichtführig ist,trotz Dickkopf immer gefallen will,und an sich einfach mit sich und der Welt zufrieden ist,und er,zu Mensch und Hund;einfach nur freundlich ist.
    Dementsprechend ist er wirklich vollens in mein Leben integriert ,und begleitet mich(ausser wenn es eben gar nicht anders geht)ohne Probleme immer und überall hin.
    Da er ein sehr kleiner Hund ist,und sich eben gut verhält,hatte ich auch was das Umfeld betrifft,noch nie Probleme im Bezug auf ihn.

    Nun frage ich mich allerdings,wie sieht das Alltagsleben mit einem "schwierigen "Hund aus,sei es,weil es sich um eine Rasse handelt,die "schwierige Charaktereigenschaften"mit sich bringt,oder weil der Hund aufgrund seiner Vorgeschichte zu einem "schwierigen Hund"wurde?


    Welche(persönlichen)Erfahrungen habt ihr gemacht?
     
  2. Blumenfee2017

    Blumenfee2017 Stammuser

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    Wie der Alltag mit einem schwierigen Hund aussieht, hängt in erster Linie von 2 Dingen ab...

    a) mit welchen Situationen kommt der Hund nicht zurecht
    b) wie unumgänglich sind diese Situationen im Alltagsleben des Hundes durch die äußeren Umstände

    ein kleines Beispiel... hat ein Hund ein Problem mit vorbeifahrenden Autos, so wird der Halter damit wenig Probleme haben, wenn er am Land wohnt und ohnehin primär auf Feldwegen unterwegs ist. Lebt derselbe Halter mit demselben Hund in der Großstadt an der Hauptstraße (ohne eigenes Auto in der Garage, um dem auszuweichen), so wird das den Alltag der beiden maßgeblich beeinflussen.

    Dasselbe lässt sich auf die meisten Probleme im Umweltverhalten (also Probleme, die nicht primär im Haus, sondern draußen passieren) umlegen. Je stärker das eigentliche Problem mit den Alltagsanforderungen des Menschen zusammenkrachen, umso unangenehmer wird es.

    Meist führen solche Probleme dazu, dass die Hunde bestimmte Dinge nicht mitmachen können. Die bleiben dann beim Restaurantbesuch, etc. zuhause oder gehen nicht mehr auf die Hundewiese. Wirklich problematisch wird es, wenn man der unangenehmen Situation nicht ausweichen kann. Das sorgt dann definitiv für geringere Lebensqualität bei Mensch und Tier.

    Deshalb sollte sich jeder überlegen, welches Umfeld er einem Hund bieten kann und mit welchen Dingen er nicht zurecht käme, weil beispielsweise stark befahrene Straße vor der Tür oder Gassigänge primär in Gebieten mit vielen anderen Hundehaltern und Tut Nixen. ;)
     
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  3. T S
    Entenwackele

    Entenwackele Gast

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    • Da gebe ich dir natürlich recht,aber was macht man,wenn man einen Hund hat,der völlig unerwartet"plötzlich umschlägt"?

    • Und wie sieht das mit potientiell "schwierigen"Rassen aus(z.B.Cane Corso,HSH,etc.)kann man die theoretisch so erziehen,dass man sie als Begleithund im Alltag überall mit hinnehmen kann,oder ist das eigentlich von vorne herein unmöglich?
    • Und in wie weit kann man das so einem Hund überhaupt "zumuten"?
     
  4. Blumenfee2017

    Blumenfee2017 Stammuser

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    Ich zitiere das mal hier rüber... "plötzliches Umschlagen" muss nicht unbedingt eine Eigenheit von schwierigen Hunden sein. Ich persönlich nenne es Pubertät und zwar die Sorte, die nicht bei "ich hab dein HIER gerade nicht gehört" endet, sondern primär mit einem hübschen Hormonchaos und dem damit zugehörigen nicht unter Kontrolle haben der eigenen Gefühlswelt einhergeht. Das hat man nicht nur bei dramatisch anspruchsvollen Rassen, sondern kann durchaus auch bei leichtführigen Hundchens ganz spannend werden.

    Mein Lieblingsbeispiel dazu sind Bekannte von mir, die sich einen Toller (Nova Scotia Duck Tolling Retriever) genommen haben. Eine nette, leichtführige, WTP-Retriever Rasse und ein Hund, der vom guten Züchter im Welpenalter zu seiner Familie kam. Als der Bursche so 15 Monate alt war unterhielt ich mich mit seinem Frauchen, die ihn in den Himmel lobte und gleichzeitig schwerst über den 1 Jahr älteren Rüden derselben Rasse von Freunden schimpfte, da dieser nicht immer nur perfekt war, was bei ihrem Engel ja der Fall war. Ich habe sie kurz gefragt, wie alt der Hund ist, vor mich hin gelächelt und ihr in Ruhe zugehört. Ca. einen Monat später hat es dem Burschen buchstäblich den Vogel rausgehauen. Der Hund, der von Welpe an daran gewöhnt wurde überall hin mitgenommen zu werden, konnte sich plötzlich nirgends mehr benehmen, war ständig und überall aufgedreht und kriegte sich nicht ein, bei der Chance auf eine Hündin war er sowieso ausgeknipst, pöbelte wütendst alle anderen Hunde an der Leine an, knurrte auch mal sein Herrchen an, einfach weil der an seinem Platz vorbei ging, usw. ufs. Und es ging auch wieder vorbei - zumindest der Großteil. Leinepöbeln kann der Herr heute noch ganz gut, nur darf man das nicht zu laut sagen :p
     
  5. T S
    Entenwackele

    Entenwackele Gast

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    So extrem kenne ich das ehrlich gesagt gar nicht...aus eigener Erfahrung sowieso nicht,und was mein Umfeld betrifft...ja,natürlich gibt es da Hunde,die sich in der Pubertät und spätestens mit der Geschlechtsreife sehr verändert haben...aber alles im mir "bekannten Rahmen".
    Mir fallen zwar auch zwei,drei Beispiele ein,bei denen der Hund sich mit der Pubertät extrem ins negative verändert hat,aber laut Besitzer gab es dann als Auslöser immer irgendwelche(Beiss-)Vorfälle...kann natürlich stimmen,aber wenn ich das hier jetzt so lese,kann es auch einfach eine "Ausrede" sein...
    ;););)
     
  6. Blumenfee2017

    Blumenfee2017 Stammuser

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    Umschlagen mag plötzlich kommen, aber nicht zwingend unerwartet. Ich würde bei vielen Hunden ganz gezielt damit rechnen und mich darauf einstellen. Andra's Frauchen beispielsweise habe ich von Beginn an gesagt, dass der damals knapp 1jährige Hund JETZT zwar perfekt und toll ist, sie aber im nächsten Jahr sicher eine spannende Zeit vor sich hat. Hat sie auch, wobei ich sehr stolz bin, dass Andra trotz ihrer mittlerweile 20 Monate immer noch toll mit anderen Hunden ist. Der haut es eher bezüglich Jagdtrieb den Vogel raus.

    Ja und Nein. Prinzipiell ist vieles möglich, aber eben wesentlich schwieriger. Die Frage ist also, warum man es sich und dem Hund absichtlich schwer macht?
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Dezember 2017
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  7. T S
    Entenwackele

    Entenwackele Gast

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    Das frage ich mich auch immer wieder,warum sich Leute unbedingt Hunde anschaffen müssen,die weder zu ihnen,noch zu ihren Lebensumständen passen-sie tun doch damit weder sich,noch dem Hund einen Gefallen.:(
    Naja,Du hast auch die Erfahrung mit entsprechenden Hunden-daher kommt es für Dich nicht unerwartet,für andere aber schon ;)
     
  8. Blumenfee2017

    Blumenfee2017 Stammuser

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    Erfahrungen müssen eben auch gemacht werden, bevor man sie hat ;)
    Und die Sache mit dem plötzlichen Umschlagen glaubt man - erfahrungsgemäß - auch erst, wenn man es selbst mal erlebt hat. Ich habe schon bei einigen Leuten versucht ihnen das vorher zu erklären und fast alle haben mir dann im Nachhinein gesagt "jetzt weiß ich, was du gemeint hast". :D :p
     
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  9. RosAli

    RosAli Stammuser

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    Das halte ich für wichtig.
    Schon vor Anschaffung mit möglichen Rasseeigenschaften vertraut machen und selbstkritisch einschätzen, wie weit man damit umgehen kann und auch evtl. Einschränkungen in Kauf nimmt.

    Bei uns wars der Staff. Potentiell möglich Artgenossenunverträglichkeit. Wir haben für uns herausgefunden, das wir damit gut leben können. Wiel keiner von uns unbedingt mit dem Hund Hundewiese- uasläufe besuchen will. Um dort jede Menge andere Hunde mit ihren Besitzern zu treffen.

    Hängt also viel vom eigenen Charakter, eigenen Wünschen und der Lebensituation allgemein ab, ob man einen "schwierigen" Hund überhaupt als schwierig empfindet.

    Und nein, ich finde manches sollte man einem Hund nicht zumuten, nur damit er in die eigene Lebenssituation paßt.
    Den sehr wachsamen in einem Neubaublock zu halten, den HSH im Vorgarten eines Reihenhauses usw., da tauchen Schwierigkeiten auf, die man nicht haben müßte und die man einem Hund auch nicht zumuten sollte.
     
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  10. Maeusele

    Maeusele Gast

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    Es kommt immer darauf an.

    Ich hab hier mit dem Mäuschen auch einen irgendwie schwierigen Hund.
    Passt ihr was nicht, bekommt sie Angst, fühlt sich bedroht/bedrängt kreischt sie. Laut durchgehend und anhaltend. Sie ist dann händelbar, aber das Kreischen kriegt man nicht aus. Wird der Stress mehr fängt sie an sich zu drehen. Um die eigene Achse.
    Ist der bedrohende Faktor in der Nähe, geht sie in Beschädigungsabsicht nach vorne.

    Problematisch sind Kinder. Kinder werden nicht angekreischt. Sie werden beobachtet, ignoriert und sobald sie in Reichweite sind ernsthaft und ohne jegliche Vorwarnung gebissen.
    Da Sie extrem lieb zu erwachsenen ist, ist das extrem überraschend für Außenstehende und damit wirklich gefährlich.

    Das ganze ist eine Kombination aus teilweise grottiger Vergangenheit, gesundheitlichen Gründen (u.a. Schilddrüse) und Dobi-Genen.

    Unser Alltag ist ganz normal. Eigentlich. Gassi gehen wir frühs und spätabends im Wohngebiet. Da sind wenig Gruseldinge und andere Hunde unterwegs.
    Tagsüber fahren wir in die Felder, da laufen beide normal frei. Bei Hundebegegnungen wird angeleint, Fremdhundekontakt wird nie zugelassen (Tut-Nixe kommen bei zwei Dobis selten angepest und wenn kommen unsere in den Gehorsam und wir regeln das).
    Sind wir in fremden Gebieten oder auf Veranstaltungen (oft der Fall, auch jobbedingt) trägt sie Maulkorb.

    Ein paar Sachen gehen halt nicht. Hundewiese, Rudelspaziergänge, Hund Sitten lassen usw. Aber das fehlt uns eigentlich nicht. Und würde auch mit unserem „normalen“ Rüden nicht gehen, der halt Wach- und Schutztrieb hat und sich auch schonmal umdreht, passt ihm was nicht :D
     
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